Wir sind wieder hier…

Wir sind wieder zu Hause, in der schönen Stadt Bonn!
Den Koffer noch vor der Abreise mit den letzten Peso mit argentinischem Quilmes Bier aufgefüllt, hat Lufthansa uns heil zurück gebracht und ich freue mich auf meine Eltern, Freunde und zu Hause – auch wenn der Wunsch nach Reisen sicher bald wieder da sein wird.

Aber in gut 7 Wochen geht’s schon wieder nach Lanzarote ins Radtrainingslager – in die Sonne, wie jedes Jahr.

Mittlerweile gibt es auch schon Fotos vom K42 Anden Marathon und man kann wohl gut erkennen, wie viel Vulkanasche es auf der Strecke in den Bergen gab. Gut verteilt in Haare, Gesicht, selbst vor Augen und Mund machte die Asche nicht halt.

Mit ca 13.000 zurückgelegten Kilometern innerhalb Argentiniens und einem Abstecher nach Uruguay in insgesamt 3 Flügen, 4 Langstreckenbusfahrten und zu Fuß – sowie mit gut 800 Fotos – ist der Argentinien Reisebericht nun zu Ende.

Selbstverständlich geht mein Blog weiter und ich freue mich weiterhin über rege Leserbeteiligung.

Heimflug

Heimflug

 
der Weg durch die Vulkanasche
der Weg durch die Vulkanasche
René Göldner Zieleinlauf K42 Anden Marathon Argentinien - gezeichnet durch die Vulkanasche
René Göldner Zieleinlauf K42 Anden Marathon Argentinien – gezeichnet durch die Vulkanasche
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gisa Buhlmann Zieleinlauf K42 Anden Argentinien 16km
Gisa Buhlmann Zieleinlauf K42 Anden Argentinien 16km

Die letzten Tage in Buenos Aires

Seit gestern sind wir wieder in Buenos Aires, unserer letzten Station.

Die beiden letzten Tage haben wir genutzt, um die großen, riesigen Märkte in der Stadt zu durchwandern. Und ich habe mich tapfer geschlagen, zwei Tage im langsamsten Shoppingtempo erfordern Disziplin und ausreichend Getränke- und Müsliriegelvorrat (Damit ist mein Bedarf an Einkaufstempo für das nächste halbe Jahr gestillt).
Statt Taxi sind die lokalen Busse mit ca.20 Cent wahnsinnig günstig und sehr abenteuerlich, man sagt dem Busfahrer wo Er halten soll (Tipps sowie ein paar nette Worte sind inklusive). Oder wie bei einem Mitfahrer, der sich mal eben einen Stopp hat geben lassen, um sich mit kühlem Bier zu versorgen, um dann wieder auf zuspringen.

Mate Tee – das Getränk, das hier von Jedem, ständig und immer getrunken wird, dessen Vorbereitung erstmalig eine Woche dauert, wozu ein Jeder sogar MateTaschen (Tee, Thermoskanne, Besteck) mit sich herumschleppt – diesen Tee haben wir heute probiert.
Und wir stellen fest, vom Geschmack erinnert dieser an schwarzen Tee, der viel zu lange gezogen ist. Aber ich nehme an, dass der Kult sich ähnlich dem Kaffee Kult verhält, denn bei meinem ersten Kaffee damals, hat es mich auch geschmacklich nicht entzückt und heute ist ein Morgen ohne Kaffee kaum vorstellbar.

Ich dachte immer, in Südamerika wird scharf gegessen – aber falsch gedacht!
Jedenfalls in Argentinien und Uruguay haben wir kaum etwas derartiges entdeckt – nur einmal gab es Jalapenos und die hatten Feuer in sich.

Ach ja, Weihnachten steht vor der Tür, bei 32 Grad für mich zur Zeit nicht vorstellbar, aber hier befinden wir uns zu diesem Thema merklich nahe an den USA, denn überall stehen schrillfarbene Weihnachtsbäume und Santa Claus Figuren, dazu beschallt kitschige Weihnachtsmusik die Straßen.

Wir haben auf unserer Reise erstaunlich viele Paare mit Kleinkindern getroffen, die über mehrere Monate bis hin zu zwei Jahren durch die Welt reisen. Gestern trafen wir ein Paar aus Kapstadt, die dort eine Afrika Reisefirma führen und sich in jeden Land Ihrer Reise zuerst ein gebrauchtes Auto kaufen (die günstigere Lösung, statt Mietwagen).

Daneben gab es auch ein paar Reisende in unserem Alter, die eine Auszeit vom Job nehmen und Ihre Reise vorwiegend dazu nutzen, die weitere Zukunft zu planen.

Also erstaunlich viele, die bereits Beruf und/oder Familie haben und irgendwann für sich entschieden haben, dass es sich lohnt, Erfahrungen in fremden Kulturen zu sammelt und die Welt zu erkunden. Vielleicht auch, um anschließend festzustellen, dass Deutschland ein Land ist, indem es sich gut Leben lässt.

Und auf unserer Reise verstärkt sich unsere Meinung, dass die „vermeintlichen“ von der Gesellschaft aufgestellten Grenzen oftmals doch nur in unserem Kopf existieren. Jeder kann frei entscheiden, was, wann und ob Er etwas tut und was richtig ist!

Weihnachtsvorbereitung in Buenos Aires

Weihnachtsvorbereitung in Buenos Aires

Markt in Buenos Aires

Markt in Buenos Aires

René beim Mate Tee trinken

René beim Mate Tee trinken

Riesiges Wurzelwerk eines Gummibaumes

Riesiges Wurzelwerk eines Gummibaumes

Colonias Unesco Weltkulturerbe – Barrio Historico

Langsam frage ich mich, wieviele Unesco Weltkulturerbe es nun geben mag.
Denn wir sind schon wieder mitten drin.

Die historische Altstadt „Barrio Historico“ von Colonia del Sacramento gehört jedenfalls dazu.

Die schiefen Straßen, die nur aus großen Gesteinsbrocken bestehen (für einen Straßenlauf undenkbar) und für mich definitiv die alten Autos, von denen mancher sicherlich schon 70 Jahre auf dem Blech hat, gehören dazu.

Hier regiert nicht Rindfleisch die Menükarte, sondern Pizza und Pasta. Richtig lecker sind die hier mit scharfen Jalapenos – eine Diskussion, ob die Pizza nun ursprünglich aus Italien oder vielleicht Uruguay kommt, sollte man jedoch nicht anfangen.

Witzig ist die Tatsache, dass die Einheimischen hier Bier der Marken Pilsen, Zillertal und Löwenbräu trinken, dabei hatte ich mich schon geschmacklich auf das argentinische Quilmes eingestellt und wir sind dann gestern bei Sangria gelandet.

Für uns heißt es morgen weiter und zwar zurück nach Buenos Aires für die letzten 3 Tage. Uruguay’s Colonia del Sacramento ist jedenfalls einen Besuch Wert.

Eine kurze Überlegung, ob wir nicht für das nächste halbe Jahr hier bleiben, um durch ganz Südamerika zu reisen, flauste uns schon durch den Kopf!
Was würde eigentlich dagegen sprechen?

Blick auf den Rio de la Plata

Blick auf den Rio de la Plata

der fährt auch noch

der fährt auch noch

Sangria in Abendsonne

Sangria in Abendsonne

Zillertal in Uruguay

Zillertal in Uruguay

Stadttor „Porton de Campo“ in Colonia del Sacramento

mit dem Moped an der Küste Uruguay’s

Mit dem Moped zwischen den Beinen und Bob Marley in den Ohren ging es heute an der sehr stürmischen Küste entlang – macht Laune!
Eine Cross Enduro hätte ich ja lieber ausgeliehen – aber die gab’s hier nicht.

Colonia del Sacramento ist ein kleines Örtchen und hier fahren Oldtimer, die bei uns „zugegebenermaßen in einem besseren Zustand“ als Sammlerobjekte gehandelt werden, einige sogar mit Holzspeichen, statt Alufelgen.

Sowieso sind beulenfreie Autos hier eher selten zu sehen. Durch den deutschen TÜV würden es sicher die meisten nicht mehr schaffen.
Hier lautet die Devise, Hubraum statt Öko und satter Sound statt filigrane Töne – alles andere ist Nebensache.

Uruguay gefällt uns!

die Rakete

die Rakete

manche Oldtimer fahren, dieser nicht mehr

manche Oldtimer fahren, dieser nicht mehr

mehr braucht man nicht

mehr braucht man nicht

Weiter mit dem Schiff nach Uruguay

In Teil 1 unseres Buenos Aires Stopps haben wir nun schon den berühmten Tango Argentino erlebt und zwar in einer tollen „Tango Espectaculo“ Show mit Bife de Chorizo und Vino Tinto Dinner.

Selber Tanzen folgt dann in Teil 2, daran kann ich nichts mehr ändern :-).

An jeder Ecke wird hier Tango gelebt. Es gibt nette Kaffees, einen schönen Hafen an stillgelegten Docs und jede Menge alte Bauwerke und eine 12 spurige Straße, die ein Überqueren zum Intervalllauf macht – denn viel Rücksicht wird hier auf Fußgänger nicht genommen!

In der Stadt sieht man viele Orangensaftpresser, die mit einer mechanischen Handhebelpresse und einem Riesen Sack Orangen für ein kleinen Betrag frischen Saft pressen. Eine Tätigkeit an frischer Luft, mit geringem Investitionsvolumen und bestem Training für die Schwimmmuskulatur, so könnte eine Werbunganzeige dafür lauten.
Und vielleicht eine Alternative für so manchen unzufriedenen Bürohengst!

Mit Taxifahrern muss man entweder massiv feilschen oder wie heute, den Betrag auf der Uhr Zahlen (und obwohl Er plötzlich mehr haben wollte), dann schnell das Gepäck nehmen und Weg.

Jetzt aber haben wir soeben Argentinien verlassen (für ein paar Tage) und befinden uns auf dem Schiff nach Uruguay (dem kleinsten Land in Südamerika) zum Hafen von Colonia del Sacramento und mit einer Zeitverschiebung von einer Stunde.

Dort haben wir eine Kleine Unterkunft im historischen Stadtteil gefunden. Nach Ankunft steht aber erstmal ein kleiner Lauf am Rio de la Plata an, mein erster Lauf seit dem Marathon in Bariloche, also seit 17 Tagen. Seit gut 7 Jahren gab es diese Situation nicht mehr! Mal sehen, ob die Laufkoordination noch vorhanden ist 🙂

Das Klima hier ist schwülwarm mit 34 Grad und mein Spanisch schreitet voran, wenn ich allerdings endlich eine Frage formuliert habe und dann die Antwort „muy rapido“ also viel zu schnell ist, dann rettet mich Gisa immer mit Ihrem super Spanisch.

mit dem Speedboat nach Uruguay

mit dem Speedboat nach Uruguay

in Uruguay angekommen

in Uruguay angekommen

Zwei mal Nachtbus auf dem Weg nach Buenos Aires – 1400km im Schlaf

Von Puerto Madryn ging es am 24.11. dann ins 700 km entfernte Bahia Blanca. Busse sind mit Abstand das gängigste Verkehrsmittel in Südamerika.
Wir reden hier aber nicht von normalen Bussen, sondern von Riesen Teilen, Doppelstöckig und von Eco bis First Klasse.

Die Differenzen sind allerdings für unsere Verhältnisse sehr gering, so verbrachten wir unsere Erste Nachtbusfahrt in der Klasse, mit Bedienung, ordentlich Platz und warmen essen wie im Flugzeug.
Die Vorteile sind: viele Ziele durch ein Riesen Verkehrsnetz, bei Nachtfahrten die Hotelersparnis und relativ ausgeschlafen den Kaffee morgens in einer anderen Stadt genießen.

Die Busterminals sind riesig und ähneln von Ihrer Struktur einem Flughafen.

Die Nacht also durchgefahren, erreichten wir Bahia Blanca und schnell war uns klar, diese Stadt ist nicht schön, hat wenig interessantes für uns. Eigentlich wollten wir in kleineren Schritten entlang der Küste nach Buenos Aires, aber mittlerweile hatten wir die Nase voll von Staub und ständigem ein-und auspacken. Somit besorgten wir es uns richtig, indem wir direkt den nächsten Nachtbus nach Buenos Aires nahmen.

Wohin mit den Koffern am Tag? Schliessfächer gibt es nicht – aber eine ältere Dame ohne Zähne, in dessen Schlafzimmer wir gegen ein paar pesus die Koffer unterbrachten : -).

Relativ ausgeschlafen kamen wir dann nach weiteren 700km gestern in Buenos Aires an.

Da wir zwischenzeitlich eine Super Idee hatten, nämlich direkt ins 3,5 Schiffstunden entfernte Uruguay nach Colonia Del Sacramento – Ja hier gibts auch Colonia, aber ohne Dom!, überzusetzen, ging es direkt mal mit schwerem Gepäck zum Hafen.
Den Taxifahrern die lange Nase gezeigt, denn wir sind ja gut zu Fuss! Taxi ist hier nicht wirklich so günstig, wie erwartet.

Die erste Dusche nach 2 Tagen war ein Highlight und das von zu Hause gebuchte Hotel hat sogar ein Jakuzzi.

Hin und her, Kleines Chaos weiter, gestaltete sich das Projekt als etwas schwieriger, denn alles ist ausgebucht und so bleiben wir nun 2 Nächte hier und setzen dann erst nach Uruguay über, so der Plan.

Nun heißt es Buenos Aires Pur erleben, die Stadt mit 7 Mio Einwohnern. Nachdem wir in Argentinien bereits 3 Jahreszeiten inkl. Schnee erlebt haben, zeigt das Thermometer jetzt sommerliche 32 Grad an.

500 PS mit Betten

500 PS mit Betten

und Platz

und Platz

Wale watching in Puerto Madyrin und … natürlich der Vulkan

Unsere Weiter-Reise von El Chalten ins 1.100 km entfernte Puerto Madryn (Atlantikküste) wurde wieder einmal durch den Chilenischen Vulkan Komplex Puyehue beeinflusst. Starker Westwind trieb die Asche an die Ostküste und sorgte so für Flugausfälle in ganz Argentinien. Irgendwann kamen wir dann doch noch mitten in der Nacht an.

Da hier zur Zeit ein sehr starker Westwind weht, sind auch hier die Aschepartikel in der Luft und mittlerweile kennen wir auch schon den Geschmack des Vulkans (wäre doch eine Geschäftsidee, zB ‚… with a flavour of vulkano ash‘ 🙂 oder wir gehen zu Wetten Dass und erkennen den Vulkan am Aschegeschmack.

Der Grund unserer Reise hierhin heißt aber ‚Wale watching‘, denn in die warmen Gewässer der Bucht kommen die fetten Wale, um Ihre Jungen zur Welt zu bringen und dann jedes Jahr erneut zurück.

Der heutige Boottrip auf’s Meer zum ‚Wale watching‘ hat sich richtig gelohnt, die üppige Mutter (ca. 40 t schwer, 15m lang und voller Muschel’warzen‘) hat sich mit Ihrem Nachwuchs (Ca. 5 t, 3m lang) sehr für unser Schlauchboot interessiert und es auch mal ‚versehentlich‘ berührt um uns dann noch den Atem spüren zu lassen (Sprühnebel wie ein Dampfstrahler).

Wie alt diese Tiere werden, lässt sich anscheinend nicht genau bestimmen, 60-80 Jahre, evtl. auch über 100 !
Jedenfalls kommen in den Sommermonaten
Bis zu 1.200 Wale in die Bucht von der Halbinsel Valdes.

Ansonsten ist Puerto Madryn keine wirklich schöne Stadt. Mit nem Camper würden wir sicherlich einen netteren Platz bekommen.

So wohnen wir in einem Hostel und können uns mit vielen anderen eine große Küche teilen. Das hat aber schon einen kultigen Charakter, wenn 20 Leute aus verschiedenen Ländern gleichzeitig (!) Ihre teils recht umfangreichen Mahlzeiten zubereiten und dabei immer wieder die Töpfe getauscht werden.

Als wir unsere Verpflegung für den heutigen Tag in Tupperdosen verpackten, wurden wir von einem Australier sofort als ‚typisch‘ Deutsch identifiziert.

Wir haben uns mit Spaghetti con ajo mucho (Knoblauch, aber sowas von viel) direkt mal geschmacklich ganz vorne eingeordnet – das hat dann auch der Australier neidlos anerkennen müssen 🙂 und sich über unseren Spaghetti-Rest gefreut.

Und um mal wieder das Thema Fleisch auf ‚den Tisch‘ zu bringen, ein Kilo Rinderfilet kostet hier nun sagenhafte 6,-€ – je weiter es an Buenos Aires geht, umso günstiger!

Morgen Abend geht’s dann weiter mit einem Nachtbus (mit Betten) in das 600km entfernte Bahia Blanca – an der Küste Richtung Norden wo wir dann hoffentlich ausgeschlafen ankommen werden.

Wale watching

Wale watching

riesig

riesig

Laguna de Los Tres – Bergtour in Santa Cruz

Nachdem wir die letzten Tage schon ordentliche Touren gegangen sind, stand heute Morgen unsere Königstour auf dem Plan. Früh um 6:30 ging der Wecker und wir liefen diesmal bei einstelligen Temperaturen los.
Gleich nach unserem bevorstehenden zweistündigen Toureneinstieg am Rio Blanco entlang nahmen wir uns einem einsamen Holländer an, der die selbe Tour geplant hatte.
Kurz vor dem Aufstieg zur Laguna de los Tres überraschte uns allerdings im argentinischen Frühjahr/Sommer unerwartet Schneefall. Krass, denn am ersten Tag liefen wir noch in kurzer Hose und jetzt in Winterklamotten herum.

Wir haben bisher in diesem Urlaub locker 4 Klimazonen erleben – mit unserem Zwiebel-Kleidungsprinzip sind wir jedoch gut gerüstet.

Im Verlaufe des sehr steilen Aufstieges überquerten wir Schneefelder, die sich wahrscheinlich in der Nacht zuvor gebildet hatten. Oben angekommen erwartete uns ein grandioser Blick auf die zugefrorene Lagune und auf den teils durch Wolken verdeckten Fitz Roy.
Lange pausieren konnten wir nicht, da das Wetter plötzlich umschlug und der Wind kräftig zunahm, wodurch sich noch mehr Wolken über die Felsen legte.
Getrieben durch den Respekt vor dem Abstieg, 500 Meter hinab, zögerten wir nicht lange und verschoben die Brotzeit auf später. Ohne Stöcke wäre dieses Stück sehr schwierig geworden.

Unten angekommen, brauchten wir für diesen Abstecher gute 2,5h und waren mittlerweile 4,5h unterwegs – der Hunger war wie immer präsent.

Nun war erstmal Brotzeit angesagt, statt die sonstigen Powergels, Riegel und Co, die sich Triathleten sonst so geben, gab es diesmal etwas Gescheites: Bergkäse, Wurst, sogar Aceitunas und Brot, um Energie für den weiteren Weg zu haben. Mit diesen Temperaturen gerechnet, hätte ich wenigstens meinen kleinen Kocher für Tee dabeigehabt :-(.

Unser Holländer war ein netter Zeitgenosse, der eine 5kg Profikamera mit Stativ mitschleppte (!), um eine 360 Grad Panoramaaufnahme zu starten – diese aber leider durch die aufkommende Wetteränderung abbrechen musste.

Die restlichen 3h Weg führten uns durch leichteres Gelände.
Unsere wirklich schöne Tour endete also nach 7,5h und bei einem anschließenden Caffee Con Leche (Gisa mit Baileys) in unserem ‚mittlerweile‘ Stammkaffe Mathilda.

Wie jeden Abend sitzen wir schon wieder beim Essen und für später ist noch ein Bierchen in der wohl kleinsten Brauerei ‚Micro Brewery‘ geplant.

Es toro por este Dia!

unerwarteter Schnee vor der Laguna de los Tres

unerwarteter Schnee vor der Laguna de los Tres

Gisa kurz vor dem Gipfel

Gisa kurz vor dem Gipfel

Lorco Bohnensuppe, Carbonada Eintopf, Vino Tinto y Quilmes Cerveza machten uns für heute glücklich!

Lorco Bohnensuppe, Carbonada Eintopf, Vino Tinto y Quilmes Cerveza machten uns für heute glücklich!

Sturm am Fitz Roy in El Chalten

Heute sind wir im 200km entfernten El Chalten angekommen und wurden vor unserer Hosteria erstmal von 5 freilaufenden Lamas begrüßt, die wie Haustiere einfach mal in den Vorgärten liegen. Ins Haus passen die sicher nicht.

Die nächsten Tage werden wir hier das Bergmassiv erobern – so unser Plan!

Zum ersten Vorgeschmack und Einlaufen haben wir uns für heute den Fuß des Fitz Roy vorgenommen und auch erreicht!
Die Beine haben noch den Berglauf in sich, aber die Sicht entschädigt.

Bis mir allerdings nach ein paar ersten orientierungslosen Metern endlich eingefallen ist, dass auf der südlichen Erdhalbkugel die Sonne mittags nicht im Süden sondern im Norden steht, wunderte ich mich erstmal über meine Kompassnadel und stellte zwischenzeitlich schon den Nordpfeil auf der Karte in Frage 🙂

Ob hier allerdings das Wasser im Abfluss auch andersherum abläuft, ist noch nicht getestet!

Im Berg weht hier eine steife Briese – Windgeschwindigkeiten locker um die 80km/h und mehr. Das gibt manchen Trails eine richtige Herausforderung und sollte nicht unterschätzt sein ’so die Erste Info eines Bergsteigers‘ – also Gleitschirmfliegen klappt hier nicht – hab ich aber eh nicht dabei!

Jetzt sitzen wir grad in einem kleinen urgemütlichem Restaurante mit Bergblick und entspannter Atmosphäre a la ‚Argentino‘ diesmal gibts zur Abwechslung kein argentinisches Steak, sondern Eintopf und Vino Tinto. Obwohl die Preise sehr zum Fleisch verführen, denn das Kilo Rumpsteak kostet im Supermercado grad mal 8,-€ und Fillet ist auch nicht viel teurer, hat die Speisekarte viele tolle Gerichte zu bieten – Linseneintopf ist super und wird uns den morgigen Aufstieg sicher erleichtern 🙂

El Calafate war sehr turistisch – aber El Chalten scheint uns typisch und ländlich zu sein und gefällt uns Welten besser.

Morgen früh geht’s in die Berge und wir hoffen auf klare Sicht und gute Beine!

René am Laguna Capri vor dem Fitz Roy (3.405m)

René am Laguna Capri vor dem Fitz Roy (3.405m)

wer hier wen beäugt

wer hier wen beäugt