Sieg beim Bonner Silvesterlauf 2012

Perfekt das Jahr 2012 und meinen letzten Wettkampf in der AK35 ausklingen lassen, so dass erklärte Ziel für den Silvestertag.

Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, beim Bonn’er Silvesterlauf zu gewinnen. Die Temperaturen um 10°C angenehm, der Gegenwind eher unangenehm – allerdings das Hochwasser auf Laufstreckenhöhe war schon beeindruckend hoch und schwappte zwischendurch mal auf die Laufstrecke über. 800 weitere Läufer waren mit mir auf der Strecke. Vom Start weg konnte ich das ganze Rennen von vorne dominieren und glücklicherweise dann als erster die Ziellinie überschreiten, ohne Zweikampf zum Schluss. Ich schätze, es lag an meinem weißen Frotte-Strinband, dass mir schon bei einigen Rennen 2012 Glück gebracht hat. Nachdem ich 2009 mit Daniel Mannweiler gemeinsam auf der Strecke gewonnen habe, war das gestern ein perfekter Abschluss – des Jahres und meiner AK35. Denn ab 2013 werde ich in der AK40 angreifen 🙂

Start Silvesterlauf 2012
Start Silvesterlauf 2012
Zieleinlauf
Zieleinlauf

Barcelona Challenge Langdistanz erfolgreich beendet

Nach bisherigen fünf Ironman Rennen stand diesmal eine Triathlon Langdistanz vom Veranstalter „Challenge“ und zwar im warmen Barcelona auf dem Plan. Mit unseren Freunden Julia+Peter und Jensen mieteten wir uns ein Haus in der Nähe von Calella und Jensen entdeckte das Kultgetränk „RockStar“.

Am Tag vor dem Rennen herrschte hier Weltuntergangs-Stimmung mit Dauerregen, Sturm und Kälte. Sogar der Radcheck-in wurde auf Sonntag Morgen verlegt, da der Veranstalter das Risiko nicht eingehen wollte, die Räder über Nacht in der Wechselzone zu haben. Da allerdings der Start dieser Langdistanz, untypisch spät, nämlich erst ab 8:30 Uhr und in Blöcken mit 2 Minuten Abstand erfolgte (und nicht wie beim Ironman mit 2000 Startern auf einmal, meist um 6 Uhr) kam kein Zeitdruck auf.

Schwimmpart im Meer kannte ich bisher nur vom Start in Süd Afrika und wusste daher um die Bedingungen (Strömung, Wellen und Salz). Diesmal machte ich mir allerdings keine Sorgen und stellte mich bei meiner schwächsten Disziplin sogar in die Erste Reihe meine Altersklasse. Todesmutig nach dem Kanonenstartschuss rannte ich ins Meer und peilte die Erste Boje an.

Schlecht an diesem Gruppenstart empfand ich das spätere Aufschwimmen auf langsamere Athleten der ersten Gruppen. So gab es also immer wieder kleinere Gefechte im Wasser, die ich meist für mich entschied.

Ich zog ordentlich durch und meine GPS Uhr zeigte eine Zeit von 1:08 Stunden, allerdings auf längeren 4,2km Strecke an. Und das im Meer bedeutete persönliche Bestzeit!

Der Wechsel auf das Rad lief reibungsfrei, mit Gefühlten 2 kG Sand im Radschuh, aber es lief. Erstmalig fuhr ich im Wettkampf nach Puls und der Rad-flow war da.

Getränkeversorgung war allerdings sehr mangelhaft, wenig Versorgungsstellen und an diesen war die Trefferquote sehr gering eine Flasche während der Fahrt zu erfassen und so fuhr ich die 5 Stunden mit etwas über einem Liter Wasser und meiner Nahrung – eindeutig zu wenig, aber zum Glück war es mit 22 Grad nicht zu warm.

Die Radstrecke verlief komplett am Meer entlang und war echt schön. Es lief super auf dem Rad. Gleichmäßig fuhr ich die 182km in 5:02 Stunden – also über 36 er km/h Schnitt – ich war richtig, richtig zufrieden.

Jetzt stand nur noch der Marathon an und anfangs hatte ich auch ein gutes Tempo gefunden, wurde allerdings kontinuierlich langsamer – es war kein Einbruch, halt einfach langsam. Versorgung war in guten Händen, Gisa, Max+Miri, Peter und Jenson standen an der Strecke :-). Ach und Mein Freund Reschi hat von der HomeBase in Deutschland den Max mit Zeiten versorgt – das war perfekt.

Den Marathon lief ich dann leider in für mich schlechten 3:36 Stunden. Da kam ich an meine Laufzeit von Süd Afrika mit 3:09 Stunden (die ich eigentlich toppen wollten)nicht heran. Der Lauf ist für mich auch der größte Kritikpunkt an diesem Wettkampf (im Training lief es immer gut).

Wie auch immer, mit 9:51:35 Stunden erreichte ich als 20 er in der AK das Ziel und war trotzdem happy. Schließlich war ich locker day-light-finisher – und bei dem späten Start war das keine Selbstverständlichkeit – kamen die meisten Athleten erst im Dunkeln ins Ziel.

Abends gab es dann selbstgemachte Burger von Jensen und RockStar – das Kultgetränk !

Julia finishte als 9.te Profifrau in sehr guten 9:41 Stunden und sah auf der Laufstrecke wirklich gut aus. Das war Ihre Dritte Langdistanz in 2 Monaten-wow!

Für mich war es meine zweite Langdistanz in diesem Jahr und mit vielen anderen Triathlon- und Laufwettkämpfen sowie Bestzeiten über 10 km, Halbmarathon und einer Alpenüberquerung freue ich mich über das Ende der Saison. Jetzt gibts erstmal Pause (vielleicht mal ein lockerer Lauf dazwischen).

Und die sportlichen Ziele fürs nächste Jahr werden dann in Ruhe geschmiedet :-).

Materialleidenschaft
Materialleidenschaft
Minuten vor dem Schwimmstart
Minuten vor dem Schwimmstart
Anspannung
Anspannung
Rad lief gut
Rad lief gut
Marathon war hart
Marathon war hart
RockStar haben wir uns dann verdient !
RockStar haben wir uns dann verdient !
... und die selbstgemachten Burger
… und die selbstgemachten Burger
Gruppenbild - nur Julia fehlt
Gruppenbild – nur Julia fehlt
jetzt haben wir aber alle, Julia und Jensen
jetzt haben wir aber alle, Julia und Jensen
Das war Challenge Barcelona mit Gisa, Julia, Peter, Jens(en) und René
Das war Challenge Barcelona mit Gisa, Julia, Peter, Jens(en) und René

Barcelona Challenge Triathlon – noch eine Woche

viel passiert, wenig geschrieben.

Seit unserer Alpentour sind wieder viele Trainingsstunden vergangen und die Vorbereitungen für Barcelona am 30.09.2012 sind fast abgeschlossen. Einige Highlights der vergangenen Wochen sind:

1. Malberglauf: Harter Berglauf über 6km mit knapp 400Hm – AK Platz 2 / Gesamtplatz 6

2. Hennef Triathlon: AK Sieg / Gesamtplatz 7 – ich bin zufrieden

3. Beueler Teamlauf 10km: Sieg mit unserer Mannschaft in 35:04 min. – in einer Fünfergruppe haben wir uns gegenseitig geschoben, da nur Zusammen ankommen gewertet wird -spaßige Sache.

4. Bronze für unsere Liga Mannschaft – Saisonabschluss

Die letzten 4 Tage habe ich bei Julia Bohn in Offenbach trainiert, Sie wird mit mir zusammen am 30.09.2012 in Barcelona bei der Triathlon Langdistanz starten (diesmal Challenge und nicht Ironman, aber die gleichen Distanzen: 3,8 km schwimmen, 180 km Rad, 42,2 km Laufen), allerdings wird Sie als Profi 18 min vor mir starten 🙂 und wie ich Sie kenne, auch sehr weit vorne finishen. Das gemeinsame Training war sehr gut und bei Peter & Julia fühl ich mich immer wie zu Hause! Besonders die letzten Schwimmeinheiten im beheizten Freibad „auf der Rosenhöhe“ in Offenbach waren der Hit – kalt aber Sonne pur!

Mein Flaggschiff für den Wettkampf habe ich heute mit der Scheibe von Peter Mai (BikeRite.de) aufgerüstet – erstmalig werde ich damit ein Rennen fahren – Dank an Peter 🙂

Ich fühle mich fit und sehe dem Rennen gespannt entgegen.

Isaac Joule Aerotic ... jetzt mit Scheibe !
Isaac Joule Aerotic … jetzt mit Scheibe !
Beschleunigung versprechen die 3 Freunde
Beschleunigung versprechen die 3 Freunde

Ironman Frankfurt gnadenlos vergeigt – ABER: Der Blick geht nach vorn!

Nachdem ich mich nun schon etwas fangen konnte und meinen wirklich schlechten Wettkampf am Sonntag bei der Ironman Europameisterschaft 2012 in Frankfurt Revue passiert habe, komme ich zum Ergebnis, dass der Blick nach vorne gehen muss.

Die Fakten: 10:36 Stunden Finisherzeit mit 3:30 Stunden Dauerregen und Kälte, Marathoneinbruch mit 26km Gehpausen.

Jetzt aber mal von vorne. Meine Vorbereitung der letzten 6 Monate lief überragend gut, die Zwischenergebnisse waren gut, sowie auch mein Gefühl und Stimmung.

Die Tage vor dem Ironman reiste ich mit meinem Kumpel Christian Resch und Alex Schmitz (unser Betreuer) an. Das Hotel war ok und wir in guter Verfassung. Auch das Wetter spielte mit und am Samstag zuvor herrschten Temperaturen von 25°C und Sonne pur, während wir unsere Räder samt Kleidung und Radhelm in der Wechselzone eincheckten.

Der Wettkampfmorgen begann typisch um 3:15 Uhr mit dem Weckalarm und anschließendem Frühstück. Nach Fußmarsch und Busfahrt zum Langener Waldsee richteten wir unsere Wechselzone ein, überprüften die Räder und freuten uns über das Wetter, was entgegen der Vorhersage perfekt schien.

Pünktlich um 6:45 Uhr nach zuvor gespielter Nationalhymne (Gänsehaut pur!) fiel der Startschuss nicht (denn die Pistole versagte), aber mit „Fire“ von Scooter fing das Gemetzel im Wasser an.

Nach für mich gutem Schwimmauftakt von 1:03 Stunde (auf 4 km (laut meiner Garmin) wechselte ich sehr schnell aufs Rad und machte mich auf die Radstrecke (diesmal 184 km lang).

Alles passte, bis sich auf einmal bei km 30 der Himmel öffnete und es sturzbachartig auf uns herab regnete  – und zwar ganze 3:30 Stunden Dauerregen mit viel Wind und empfindlicher Kälte.

Zwar hatte ich Kleidung für alle Eventualitäten mit nach Frankfurt genommen, jedoch nach dem guten Wetter am Morgen nichts davon zurecht gelegt. Der Regen peitschte stundenlang von vorne gegen mich (uns alle) und ich fing an zu frieren, was sich direkt negativ auf die Muskulatur auswirkte. Trotzdem motivierte ich mich ständig auf dem Rad, das meine beste Disziplin „Laufen“ noch ansteht und ich dort mit einem geplanten 3 Stunden Marathon die mittlerweile 5:15 Stunden Radzeit (weit außer Plan) ausgleichen werde.

Es war ein echter Kraftakt, zumal die Kopfsteinpflasterpassage mit ca 500 m, auch noch Berg hoch und bei Näße das ganze nicht einfachere machte. Viele Stürze gab es an diesem Tag – ich zum Glück nicht.

Nach einem schnellen Wechsel vom Rad zum Laufen konnte ich von Anfang an den geplanten 4:14er Schnitt pro Kilometer angehen und machte schnell Minuten gut. Es war ein gutes Gefühl, auf der Laufstrecke zu überholen und mir die Jungs zu schnappen, die ich vorher auf dem Rad vorbei lassen musste – bis…. ja bis plötzlich bei Kilometer 15 meine Beine nicht mehr wollten. Mein Schritt wurde kürzer, die Muskeln am Gesäß verhärteten und nichts ging mehr.

Nun ist Laufen meine beste Disziplin und ich kann mich immer darauf verlassen, noch einen guten Laufpart zu absolvieren, aber sowas hatte ich noch nicht erlebt – ich musste gehen. So quälte ich mich regelrecht ab Kilometer 16 bis zum Ende mit ständigen Lauf-/Gehabschnitten.

Denn auch wenn ich mein Ziel, eine flache 9 Stunden Zeit zu absolvieren, nicht erreicht habe – so wollte ich dennoch den Ironman beenden. Viele liebe Freunde begleiteten mich auf dem Weg und ermutigten mich, das hat sehr geholfen. In dieser Situation und auch den Tagen zuvor habe ich soviel mut-machende Nachrichten bekommen – das war einfach nur schön.

Sehr enttäuscht über meine Leistung lief (oder wie man das nennen würde) ich dann durch den Zielkanal am Römer ins Ziel – zwar angekommen, aber so weit weg von meinen Möglichkeiten.

Es klingt sicherlich etwas kitschig, aber ich habe durch diese Erfahrung etwas sehr wichtiges für mich daraus gezogen. Selbst wenn ich mein Ziel nicht erreicht habe, so habe ich an diesem Tag alles gegeben, was in meiner Möglichkeit stand und gerne wäre ich ausgestiegen, um diese für mich unzufriedene Zeit nicht in einer Urkunde verewigt zu wissen. Dennoch bin ich froh, ins Ziel gelaufen zu sein, um das Angefangene abgeschlossen zu haben und mit neuem Mut und Selbstvertrauen in ein neues Rennen zu gehen. Vielleicht macht mich diese Niederlage stark für kommende harte Aufgaben!

…Trotzdem, ein perfektes Rennen macht natürlich mehr Spaß 🙂 und gerne hätte ich heute über eine erfolgreiche Hawaii Qualifikation berichtet…

Ich werde nun etwas regenerieren und mir dann Gedanken um eine Revanche machen – die dieses Jahr noch stattfinden wird!

Regen, Regen, Regen
Regen, Regen, Regen
und nochmal Regen
und nochmal Regen
Da lief es noch
Da lief es noch
wenigstens zu Ende gebracht
wenigstens zu Ende gebracht

Ironman Frankfurt – Race-Nr 214

im Hotel eingecheckt, Race Unterlagen abgeholt und die letzte Radeinheit absolviert.

Obwohl das nun mein 5. Ironman ist – die Aufregung ist immer wieder da. Beruhigend ist jedoch, dass ich mich sehr gut vorbereitet habe und seit Januar aktiv an folgenden Zahlen gearbeitet habe:

– 207 km Schwimmen

– 7183 km Rad

– 1505 km Laufen

und … 42 Stunden Athletik

(als Maschinenbau Ing. sei mir diese Zahlenangabe doch erlaubt – die Idee kam mir übrigens durch meinen Teilzeittrainingspartner Marco Mühlnickel, der mit einem tollen Blog berichtet: http://marco-muehlnikel.blogspot.de)

Live verfolgen könnt Ihr das Rennen am Sonntag ab 6:45 Uhr auf folgender Seite (meinen Namen , oder Start-Nr eingeben):  http://ironman.com/events/ironman/germany?show=tracker#axzz1zUnZBC5v

Start erfolgt für: SSF Bonn Tem artegic

Vorbereitung erfolgreich abgeschlossen – Frankfurt Ironman EM kann kommen

…viele Trainingstage sind nach meinem letzten Eintrag hier vergangen. Und ich habe das Training und die letzten Monate sehr genossen, da es auch so viele andere schöne Momente gab.

Meine Test Wettkämpfe waren erfolgreich, beim Bonn Triathlon Platz 17. Gesamt, Platz 1 in der Altersklasse und die Ligawertung gewonnen, ein 10km sowie 5km Testlauf und eine olympische Distanz Triathlon (mit Tücken).

Ich konnte von Januar bis heute meinen Trainingsplan zu 99% erfüllen, ohne einen Tag krank zu sein. Mein Freund und Trainer Dirk Schmidt vom http://www.multisport-center.de hat mich -wie immer- sehr gut und absolut professionell betreut (Danke nochmal an dieser Stelle).

Nun haben also die letzten 14 Tage vor dem großen Tag begonnen und jetzt heißt es, tapern (die ideale Mischung aus Regeneration und Spannung im Körper halten), mental vorbereiten, motivieren und gut ernähren.

Ich freue mich auf Frankfurt und habe viel und gerne investiert – am Sonntag, 08.07.2012 wird dann hoffentlich alles umgesetzt!

Bereit
Bereit