Training läuft – Köln HM 2017

Ziemlich spontan war es mir wieder eine Ehre, für meinen Laufverein LAZ Puma Rhein-Sieg am Start zu stehen, diesmal beim Köln Halbmarathon.

Auch wenn der Start komplett aus einer 14 Stunden Triathlon Trainingswoche kam, bei dem ich in drei Wochen in Thailand starte. Mit 1:18:36 hatte ich keinen Anspruch eine Bombenzeit zu laufen, aber es war solide und passte zur Vorbereitung, da der Fokus zur Zeit klar auf dem Rad liegt. Platz 5 der AK etwas undankbar, da zu Platz 3 nur 30 Sekunden fehlte.

Sollte ich allerdings diese Zeit in Thailand bei der Mitteldistanz nach 90 Kilometern Rad laufen können, wäre ich ziemlich happy.

Laufen in Köln, Erlebnis garantiert. Hier bin ich vor fünfzehn Jahren meinen ersten Marathon gelaufen – und die Stimmung war und ist absolut Mega gut.

Jetzt sind es noch drei Wochen bis zur Challenge Kanchanaburi im 33°C mit 90% Luftfeuchtigkeit warmen Thailand.

Köln HM 2017

AusZeit 2017 – Ein großes Abenteuer

Viel Arbeiten, intensiv Leben und zwischendurch  Erfahrungen in fremden Kulturen sammeln, das ist unser Motto. Wir erwarten viel vom Leben und wollen uns täglich weiter entwickeln – menschlich und beruflich. Dafür ist das Mittel Reisen ist eine gute Gelegenheit, auch mal die eigene Komfortzone zu verlassen.

11 Wochen AusZeit-Reise ist ein großer Traum, den wir uns nun erfüllen und dafür sind wir sehr dankbar. Zurück nach Hause kommen wir dann hoffentlich mit vielen Ideen, neuen Freunden und noch mehr globalem Verständnis.

Die letzten Wochen vor diesem großen Abenteuer laufen nun auf Hochtouren. Es muss neben der Arbeit noch vieles organisiert werden.

Wir mussten nicht lange überlegen, um zu entscheiden, dass wir lieber wenige Länder bereisen, diese dafür intensiver erleben wollen. In den vergangenen Jahren haben wir schon vieles probiert – immer und alles selbst geplant und manches mal hatten wir so viele Länder in so kurzer Zeit durch, dass wir zum Schluss nicht mehr zuordnen konnten, was wir wo erlebt hatten.

Leben werden wir auf dieser Reise  überwiegend in privaten Unterkünften und Hostels, so sind wir noch näher an Menschen dran und können Kontakte knüpfen, zudem ist das einfach auch die günstigste Art und somit ein gutes Argument. Zwar ist die Privatsphäre in einem Hotel deutlich höher, aber auch die Abschottung zu den Menschen dort. Genau das Gegenteil erwarten wir auf dieser Reise, tolle Menschen, fremde Kulturen und andere Ansichten kennen und verstehen lernen.

Die Versuchung im Vorfeld dieser AusZeit-Reise möglichst alles im Vorfeld zu planen und zu organisieren liegt mir berufsbedingt natürlich nahe. Oft sind es aber gerade die Anzahl der Freiheitsgrade und die Spontanität, die für eine tolle Zeit sorgen. Also beschränken wir die Planungen rund um die Wettkämpfe in den verschiedenen Ländern und lassen den Rest frei.

Geplant sind insgesamt drei Rennen, zwei Mitteldistanz Triathlon Challenge Kanchanaburi, Thailand und  Australien Ironman 70.3 und der Singapur Duathlon . Noch vor wenigen Tagen war anstatt Thailand alles für China ausgerichtet, bis die chinesische Regierung aufgrund der Präsidentschaftsbestätigung das Rennen und viele weitere Veranstaltungen in China abgesagt hat. Diese Änderung hat natürlich grad viel Wirbel erzeugt und so haben wir kurzerhand einige Flüge verschoben, damit ich am eigentlich geplanten Renntag statt in China an der Startlinie in Thailand stehen kann. Danach geht es dann wie geplant nach China zu unseren Freunden um dann Malaysia und Australien zu erkunden.

Nach einer dreiwöchigen Saisonpause bin ich nun wieder seit knapp vier Wochen motiviert im Training. Als mein eigener Trainer, kann ich hier optimal auf die Saison aufbauen und sehr flexibel planen – es läuft gut an und sofern Radkoffer und der Rest an Ausrüstung überall heil ankommen, werde ich gut vorbereitet am Start stehen. Vor allem in Singapur beim Duathlon rechne ich mir gute Chancen im vorderen Feld aus.

Alle künftigen Reiseberichte werden von unterwegs auf Englisch geschrieben – um auch unseren ausländischen Freunde und Bekannten die Möglichkeit des Lesens zu geben.

Reiseplanung AUSZeit 2017
Mark Twain (1835-1910)

 

 

Vulkan Aufstieg in der Nacht

Mit Naturgewalten hatten wir auf unseren Reisen in den letzten Jahren schon oft in Kontakt. Wenn ich an den K42 Marathon in den Anden denke, bei dem wenige Tage zuvor in Argentinien ein Vulkan seine Asche ausgespuckt hatte, so dass wir durch Meterhohe Asche liefen oder das Erdbeben mit Stärke 8,6 auf der Richterskala, welches wir einsam im Zelt in Chile auf einem Berg erlebt haben und zwei Tage von der Zivilisation abgeschottet waren.
Dass es hier auf Bali aktive Vulkane gibt, hatte ich bereits gelesen – dass sich der höchste Vulkan Gunung Agung mit 3.142 Meter auch besteigen lässt, stand in meiner Saisonpause nicht auf dem Plan.

Nachdem ich vor Ort etwas intensiver darüber gelesen hatte, kam der Wunsch auf, dort oben zu stehen. Gesagt getan, hatte mir ein Einheimischer Freund von Gisa’s Tante, dessen Hotel „Sawah Indah Villa“ nur 40 Autominuten vom Einstieg auf den Berg liegt, einen Führer besorgt, der mit mir zum Sonnenaufgang oben sein wollte.

Das allerdings bedeutete für uns Beide, nachts um 1:30 Uhr aufzubrechen um die kalkulierten vier Stunden Aufstieg mit Stirnlampe durch die Nacht auf uns zu nehmen. Als wir losfuhren, regnete es in Strömen und da ich eh die empfohlene Ausrüstung nicht hatte, sondern nur meine Adidas Boost Strassenlaufschuhe (mit extra wenig Profil) wurde ich etwas unsicher, mich damit auf nassem Fels zu bewegen. Nachts kurz vor Start ändert man dann allerdings seine Entscheidung nicht mehr und so zogen wir los.

Glücklicherweise hörte es pünktlich am Fuße des Berges auf und nachdem Kadek, mein Guide, seine Opfergaben und ein Gebet für uns am Tempel zum Berg gesprochen hatte, liefen wir die ersten neunzig Minuten teilweise sehr steil durch den Dschungel. Kadek sprach sehr gut Englisch, was ein Glück, denn wir redeten die ganze Zeit und ich erfuhr sehr viel über das Leben und die balinesische Kultur.

Irgendwann endete die Baumgrenze und wir bewegten uns etwa eine Stunde überwiegend auf allen vieren auf dem Fels entlang Richtung oben. Währenddessen überholten wir drei kleine Gruppen, die eine Pause einlegten, die wir (natürlich) nicht brauchten.

Dadurch (allerdings) erreichten wir viel zu früh, bereits nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden den Gipfel und mussten nun noch mehr als eine Stunde auf den Sonnenaufgang warten. Zum Glück befolgte ich fast alle Tips und hatte ziemlich alles, was ich an Kleidung hatte, mitgenommen. Denn man kann sich schon vorher ausrechnen, dass bei einer normalen Temperaturabnahme von 0,8 Grad Celsius pro Hundert Meter, es auf 3.000 Meter mindestens 24 Grad kälter ist.

Oben standen wir direkt am Vulkankraterrand, von dem es dreihundert Meter aus in die Tiefe führte. Sehen konnte ich nur ein schwarzes Loch.

Kurz vor Sonnenaufgang erreichten auch die anderen drei Gruppen den Punkt und es bot sich uns ein grandioser Ausblick über den Wollen. Nur ein paar weitere Bergspitzen von über Dreitausendern waren zu sehen und ein brennender klarer Himmel.

Für diese fünfzehn Minuten hat sich der Schlafentzug definitiv gelohnt. Beim Abstieg sah ich dann, wo wir nachts herkamen und war echt erstaunt, mit meinen Lightweight Laufschuhen hier hoch gekommen zu sein. Der Weg nach unten führte dann noch durch die Wolken mit Regen und einigen Affen hindurch und mein Guide sagte mir, dass Er diese Tour noch nie so schnell gegangen wäre.

Beim Abstieg betete Kadek noch einmal und dankte Gott und der Natur für den sicheren Aufstieg und den Gaben der Natur.

Mein Fazit zum Gunung Agung:

– Nur für trittsichere und Geübte. Fehlende Kondition lässt sich durch Pausen kompensieren. Mindestens zwei Liter Wasser und ein paar Riegel/Bananen mitnehmen. Für das Warten auf dem Gipfel braucht man unbedingt ein paar normal warme Kleidung und eine Mütze, denn der Wind oben kann schnell auskühlen.

Stirnlampe vom Guide ist das wichtigste Hilfsmittel – ohne geht es nicht.

Die Tour mit Auf-/Abstieg komplett wird mit etwa neun Stunden angegeben, wir waren sechs unterwegs.
Für eine Viertel Stunde grandiosen Ausblick lohnt es sich – den Tag danach allerdings sollte man zum schlafen und ausruhen planen.

Bali – grünes Paradies 2017

Auszeit Teil 1

Lange bevor wir unsere knapp drei Monate Auszeit beschlossen haben, war bereits das indonesische Bali mit unseren Freunden geplant.
Da Gisa’s Familie ein großes, traumhaftes Anwesen mit Gästehaus auf Bali errichtet hat (was sich übrigens über VillaVastu mieten lässt) kamen wir in den Genuss hier her zu fliegen und endlich nach etwa 24 Stunden Anreise, von Tür zu Tür, standen wir am Eingang zum Paradies.

Ein wirkliches Paradies!  Einerseits die Tropische Insel im Indischen Ozean und dann die VillaVastu, die nach vedischer Bauweise von Gisa’s Tante selbst entworfen wurde (bedeutet u.a. die Ausrichtung der Gebäude und Räume nach kosmischen Prinzipien, zB das Bett und Gebäude in Nord/Süd Achse). Und der Clou war dieser tolle Pool der sich auch für ein paar Schwimmeinheiten eignet.

Die abwechslungsreiche Anbauphilosophie ist uns sehr fremd, hier wachsen auf einem Landstück Bananenbäume, Mandarinenbäume und direkt darunter die Chillipflanzen und gegenüber befinden sich die Reisterrassen.

Wir bewundern Bali und dessen religiöse Kultur. Bali wird nicht umsonst Insel der tausend Tempel genannt. Jeder Haushalt verfügt über seinen eigenen Tempel, so dass hier schätzungsweise 20.000 davon zu finden sind.

Bali hat zudem vier aktive Vulkane, dessen letzter Ausbruch erst 2009 war. Der höchste Berg ist der Gunung Agung mit 3.142m Höhe, brach zuletzt 1963 aus. Diesen Vulkan werde ich in den nächsten Tagen besteigen und zwar nachts und mit einem Führer, so dass ich morgens den Sonnenaufgang über die Insel erleben werde, sofern ich den wohl recht anspruchsvollen Aufstieg mit meinen Strassenlaufschuhen schaffen werde.

Bali gehört geologisch gesehen zu den aktivsten Gebieten auf der Erde. Die Insel befindet sich am großen Feuerring des Pazifiks und ist Teil einer Vulkaninselkette, die rund 3.500 Kilometer lang ist. Hier schiebt sich die Kontinentalplatte Australiens jährlich um sechs Zentimeter unter die Platte Eurasiens. Dank des Vulkanismus ist die Erde auf Bali sehr fruchtbar und etwa siebzig Prozent wird landwirtschaftlich genutzt. Daneben werden die Vulkane von den Balinesen verehrt.
So symbolisiert der Gunung Agung das Weltzentrum. Hunderte von Tempeln wurden zu Ehren der Vulkane errichtet. Den Dämonen der Vulkane auf Bali werden Opfergaben dargebracht.

An jeder Ecke und an den für uns unvorstellbarsten Orten werden die Opfergaben erbracht, zB lag morgens eine Opferschale auf unserem Gasherd und mitten auf der Straße oder auf einem Motorroller sieht man ebenfalls immer wieder welche.
Nachdem wir die ersten Tage von unserem Fahrer noch herumgefahren sind, entschieden wir uns für einen Mietwagen.

Die Schrottkarre würde zwar beim deutschen Tüv lange nicht mehr für den Straßenverkehr zugelassen werden, hier scheint es jedoch schon großes Glück überhaupt ein Auto zu haben.

Linksverkehr ist für uns auch nicht fremd, so dass wir lediglich mit den vielen Tausend Motorrädern zurecht kommen müssen, von denen viele auch bei Dunkelheit ohne Licht fahren. Also eine echte Herausforderung, denn auch Kleinkinder sieht man hier mit dem Moped herumfahren – nicht selten auch mal eines mit kompletter Küchenausstattung, zwei Meter breit auf dem Roller montiert. Auf den schmalen Straßen heißt es Hupen und ständiges Ausweichen, was hier nicht wie im „good old“ Germany zu Aggressionen führt. Die Verkehrsregeln, sofern es welche gibt, haben wir allerdings noch nicht verstanden und passen uns dementsprechend an und machen es den Einheimischen einfach nach.

Das Auto gibt uns aber die Flexibilität, spontan an einer Garküche zu halten und das reale Leben weit ab der Städte zu erkunden. Tempelbesuche gehören dazu und der obligatorische Sarong (ein Wickelrock) wird uns gegen Indonesische Rupiah geliehen und umgebunden.
Das Essen der Balinesen liegt uns sehr, Reis, frisches Obst, Gemüse und Sate Spieße stehen täglich auf der Karte und das Personal unsere Unterkunft bereitet uns die schmackhaftesten Gerichte zu.
Unglaublich lecker sind Die „young coconut“ die täglich aus dem eigenen Garten geerntet werden und etwa einen Liter leckeres und gesundes Kokoswasser enthalten. Zu Hause trinken wir das auch gerne und regelmäßig- hier direkt aus der Frucht ist natürlich unschlagbar.
Täglich lernen wir zwei Wörter balinesisch dazu – dafür vergessen wir eins wieder. Trotzdem kommen die freundlichen Versuche bei den Einheimischen gut an.
Das Klima im August ist wirklich sehr angenehm, mit etwa 28 Grad Celsius und 80% Luftfeuchtigkeit. Da unser Haus auf 480 m Höhe liegt, sind die Temperaturen nachts sehr angenehm.
Bali – bisher ein wirkliches Paradies!

Sieg mit der Mannschaft in Verl

Heute gab es einen Souveränen Sieg unserer Mannschaft beim Triathlon in Verl, dem dritten Rennen dieser Serie.

Mit Max Eggen, Rob Rave, Nelson Penedo und mir konnten wir die Führung in der Seniorenliga wieder übernehmen, nachdem wir in Bonn gesiegt und in Steinbeck eine Disqualifikation eines Kollegen hatten

Der heutige Kurs mit Schwimmauftakt im Verler See mit 1.500m führte danach über flache und mit vielen Wendepunkten gespickte 40 Kilometer Radstrecke, die wir alle unter einer Stunde absolvierten zum abschließenden 10 Kilometer Lauf. Von Beginn an waren wir alle recht nahe zusammen und das war noch mal Zusatzmotivation um sich weiter nach vorne zu kämpfen.

Mit den Einzelplatzierungen: 4, 5, 7, 14 gab es im Ziel dann keinen Zweifel am Mannschaftssieg.

Nun gilt es, diesen Platz auch beim Saisonabschluss-Rennen in drei Wochen in Sassenberg zu halten, um wie letztes Jahr den Liga-Gesamtsieg zu feiern!

SSf Bonn Triathlon

 

Triathlon Geraardsbergen – die Muur hoch

Einmal auf dem legendären Streckenabschnitt des Radrennens der Flandern-Rundfahrt zur Mauer von Geraardsbergen hoch. Die Mauer „Muur“ von Geraardsbergen mit seinen fast 20% Steigung auf Kopfsteinpflaster gilt als wichtigster Streckenabschnitt zum Anstieg auf den Oudeberg. Diesen harten Abschnitt, der seit 1950 Höhepunkt der Flandern-Rundfahrt ist, hat der Veranstalter Challenge-Triathlon für sein neu aufgelegtes Rennen 2017 beim Geraardsbergen Triathlon (1,9 / 90 / 21)km gleich zweimal in den 90 km Radkurs mit eingebaut.

Zusammen mit Marco Mühlnikel sind wir zum Rennen nach Belgien gereist um am Vortag die Strecke mit dem Auto ab zufahren und festzustellen, dass dieser Abschnitt bei Regen kaum befahrbar ist. Steil, schmal und kurvig schlängelt sich die grob gepflasterte Strasse auf einer Länge von 1200 Meter mit max. 20% Steigung hoch. Für ein Zeitfahrrad eine große Herausforderung. Auch sonst war dieser mit weiteren Anstiegen un-rhythmische Rundkurs mit dem für Belgien typisch sehr anspruchsvollen Fahrbahnbelag (oder wie bezeichne ich Panzerplatten und Schotterabschnitte?) eine Belastungsprobe für das Rad und Beine.

Am Vortag regnete es den ganzen Tag und es schien, also ob der Renntag trocken bliebe. Nach der 1900 Meter langen Schwimmstrecke konnte ich den See, mit einer neuen persönlichen Bestzeit und dem nagelneuen Neoprenanzug von Tri11 A1R verlassen. Die erste Begegnung mit der „Muur“ gab es dann nach ca. 45 Kilometern und zwar bei strömenden Regen.

Mit meiner Standardübersetzung von 39/23 auf dem Rad dort hoch zu kommen war schon Herausforderung genug. Aber jedes Mal wenn ich aus dem Sattel gehen wollte, rutsche das Hinterrad mangels Gewicht weg, also im Sitzen da hoch. Dann kurz vor der Kuppe an der letzten Kurve rutschte mein Rad weg und auf dieser steilen Passage war ein Aufsteigen nicht möglich,  die Pflastersteine waren spiegelglatt. Also riss ich mir die Schuhe von den Füssen und rannte mit meinem Rad geschultert die letzten Meter barfuß hoch, rennend konnte ich sogar noch Athleten überholen – meine Füsse haben den Untergrund glücklicherweise nicht wahrgenommen. Oben angekommen aufs Rad gesprungen und versucht, die Bergabpassage auf dem nicht weniger steilem Kopfsteinpflaster diesmal ohne Rutschen runter zu fahren.

Wie sich später herausstellte, musste selbst der späteren Zweitplatzierte vom Rad steigen. Nach weiteren 45 Kilometern also kurz vor der Wechselzone ging es ein zweites Mal die Muur hoch, diesmal ohne wegrutschen und mit etwa 4 km/h im steilsten Stück. Später stellte sich heraus, dass mich der Abstieg leider den Treppchenplatz in der Altersklasse gekostet hat.

Der abschließende Halbmarathon war mit seinen vielen Anstiegen ähnlich un-rythmisch, deshalb bin ich mit der Zeit von 1:27:11 zufrieden. Der Radkurs hatte doch ordentlich Körner gekostet und kontrolliert nach Wattmessung fahren, war nicht möglich – Gefühl war angesagt.

Mit der Gesamtzeit von 4:39:32 und Platz 4 der Altersklasse sowie 39. Gesamtplatzierung konnte ich dennoch einige Profis hinter mir lassen. Bei dem sehr internationalen Startfeld war ich fünfter Deutscher. Zusammen mit Marco Mühlnikel verpassten wir leider beide das Podium um einen Platz – geteiltes Leid also.

Dieser Mitteldistanz Triathlon ist wirklich ein gelungener Kontrast zu den herkömmlichen Rennen, bei der mit Sicherheit keiner vom Rad rutscht oder absteigen muss. Und die Muur in Geraardsbergen hat noch eine weitere Berühmtheit hervorgebracht – den Mattantaart. Ein flämisches Gebäck mit Ursprung in Geraardsbergen. Schmeckt am besten nach zwei Aufstiegen zur Muur hoch – natürlich mit dem Rad!

Nun stehen in den nächsten Wochen noch zwei Liga Triathlon Rennen an, bevor es dann im August in die Pause geht.

 

Vielen Dank für die tollen Fotos an:

Swim Bike Run by Katrien Decru @triathlonfotografie

 

 

 

Heimsieg beim Liga Rennen – Bonn Triathlon 2017

Ein heißer Tag beim Bonn Triathlon mit 3,8 km schwimmen im Rhein, 60 km Radstrecke mit 750 Höhenmetern und 15 Km Laufstrecke.

Es wird ja nicht einfacher, aber mit unserer Mannschaft des SSF Bonn Triathlon in der Besetzung: Gero Sieberger, Nelson Penedo, Ivo Murru und mir haben wir die Senioren Liga erneut gewinnen können – bam!!!

Nelson und ich haben auf der Laufstrecke gut zusammen gearbeitet, so muss das sein. Die Plätze zwei und drei gingen an: Team TVE Netphen I und Tri Maxmo Mönchengladbach.

Ein guter Tag, auch wenn ich an meiner Laufperformance für die Mitteldistanz im Belgischen Geraardsbergen Anfang Juli noch arbeiten muss. Radleistung passt schon mal.

Erst jetzt ist mir aufgefallen, dass ich bereits zum 11. Mal am Bonn Triathlon teilgenommen habe – das spricht doch für die Veranstaltung.

Ergebnisse 2017

Siegerehrung

Rennrad-Reifen-Gürtel

Irgendwann stand ich mal wieder nach einem Wechsel meines Rennrad Reifen vor diesem Pneu und mir wurde bewusst, wie viel Tausend Kilometer ich damit gefahren bin. Dieser Reifen, der im Training daheim, auf diversen Sonneninseln, im Wettkampf und in dem besonderen Fall auch bei der Ironman WM auf Hawaii als einzige Verbindung zwischen mir und der Straße haftete, diesen Reifen sollte ich entsorgen? Nein!

Als Ingenieur und somit auch Materialwissenschaftler bin ich mir der Technik und Qualität dieser Hightech Gummis auch nach deren Einsatz durchaus bewusst.

So entstand ein Up-Cycling Produkt.

Zudem war es eine tolle Vorstellung, diesen Reifen nun als Kleidungsstück mit all seinen Erinnerungen, harten Trainingseinheiten, Erfolgen und Niederlagen im Alltag dabei zu haben- eben ein Stück Sport.

Bestellung unter: www.stilgewandt.com

 

 

Mit Fusion perfekt in die Saison

Ich freue mich riesig, im Triathlon und Duathlon mit Fusion Sportbekleidung unterwegs zu sein. Seit letztem Jahr konnte ich bereits bei zwei Triathlon Langdistanzen und einer Mitteldistanz in China u.a. den Fusion Einteiler tragen und die Kleidung hat mich überzeugt und zwar bei allen Disziplinen.

Besonders punkten können die Radhosen durch Ihre Passform, denn früher war ich nie ein Fan von Radträgerhosen mit dicken Polstern, die auch noch verrutschen, das hat sich durch Fusion geändert. Sitzt perfekt und ist auch nach vielen Stunden auf dem Rad noch sehr angenehm. Mir gefällt das abgestimmte Design der Kleidung, die Kompression an den richtigen Stellen und die Wasserabweisende Beschichtung.

Fusion ist eine dänische Firma, die sich auf die Produktion von Sportbekleidung für Triathlon, Radfahren und Laufen spezialisiert hat. Fusion wurde vor 10 Jahren in Dänemark gegründet.

Besonders hervorheben kann sich das Unternehmen durch Ihre Produktion in Europa und dem Einsatz von Rohmaterialien, die ebenfalls ausschließlich in Europa hergestellt werden. Dieser Nachhaltigkeitsaspekt gefällt mir besonders.

Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, klickt gerne auf:

Sieg beim Halbmarathon Windhagen 2017

Die Ungeraden Jahre scheinen Glück zu bringen. Nach 2013 und 2015 konnte ich auch heute beim Halbmarathon in Windhagen auf dem mit mehr als 300 Höhenmeter profilierten Waldkurs mit nassem Boden gewinnen. Zwar kam ich an meinen 2013 aufgestellten Streckenrekord nicht heran, jedoch war ich schneller als 2015.

John Achtendung konnte wie schon öfter auf diesem Kurs den zweiten Platz belegen. Besonders gefreut hat mich die Teilnahme von Daniel Weiser, der nach seinen diversen Verletzungen zwar weit hinter seiner Leistung lief, jedoch aufs Podium kam.

Damit war ein Teil unser seit Jahren bestehenden „Gewalt im Wald“ Trailläufer Gruppe auf den ersten drei Plätzen vertreten und somit ging dieser Erfolg komplett an unseren Laufverein LAZ Puma Rhein-Sieg.

Die  Siegerehrung wurde wie immer durch den Schirmherrn dieser Veranstaltung, Georg „Schorsch“ Hackl (dreifacher Olympiasieger im Rennrodeln) vollzogen.

Und wie jedesmal bleibt hier zu zu erwähnen, dass dieser Lauf professionell organisiert ist. Ergebnisse gibt es hier:  Windhagen Ergebnisse