Anden Marathon – wo Höhenmeter nichts zählen

Als hätte ich nicht schon genug Respekt vor der bisherigen Strecke des K42 Argentinien Marathons in den Anden … so erhielt ich gestern eine E-Mail vom Veranstalter zur Streckenänderung (natürlich auf Spanisch) – die ich dann mit meinen Anfängerkenntnissen und dank google Übersetzer auch lesen konnte. Bis dahin war die Welt noch in Ordnung.

Als ich jedoch folgenden Satz las „Los 42km superarán los 4 mil metros de desnivel acumulado“ was frei übersetzt heißt: „Die Marathonstrecke hat nun über 4.000 Höhenmeter“ und das mit der alten Strecke mit nur 3.100 Höhenmeter verglichen, dachte ich so zurück an den Jungfrauen Marathon in der Schweiz, der schon mit 2.100Hm weh tat. Musste das jetzt noch mehr werden!?

Was eigentlich als Abschluss des zufällig entstandenen Projektes „3 Marathonläufe in 6 Wochen“ gedacht war, wird jetzt ein ernstzunehmender Gegner werden.

Da die Strecke in den Anden überwiegend aus Singletrails besteht und insgesamt 3 Bach- / Flussdurchquerungen (dieser Teil ist dann auch Prämiere für mich) eingebaut und nicht wirklich viele Verpflegungspunkte vorhanden sind, werde ich noch mal in mich gehen, ob ich der Empfehlung des Veranstalters folge und mit Lauf-Trinkrucksack meine eigene Verpflegung dabei haben werde. Die 2kg Mehrgewicht würden mich auch nicht langsamer machen…

Den nächsten wirklich interessanten Satz in der „Carta Technica“, der Streckenbeschreibung will ich Euch nun auch nicht vorenthalten: „Ab km 25,5 beginnt der Aufstieg zum Cerro Bayo, bis km 34,2 und wird auf dieser Strecke 1.500 Hm aufweisen, stellenweise mit Steigungen von mehr als 25%“, heißt es da – aha!

Das sind doch mal eben 1.500 Hm auf 8,7km – damit scheidet mein geliebtes Trainingsgebiet „Siebengebirge“ nun auch aus. Allerdings hab ich eh keine Zeit mehr zur weiteren Vorbereitung  – die muss jetzt sitzen.

Gerechtigkeit kennt keine Grenzen – denn auch die Strecke von Gisa (ursprünglich 15km / 600Hm) wurde geändert und hat nun stolze 1200Hm auf 16km und verläuft auf den ersten 15 km auf der Marathonstrecke. Schließlich ist es immer wichtig, sich optimal in die Wettkämpfe des Partners hineinversetzen zu können J finde ich. Dann ist der Erfahrungsaustausch später umso intensiver.

Am Sa, 12.11.2011 wird sich dann zeigen, ob die vielen Trainingseinheiten im Siebengebirge mit den Jungs, einen echten Trailrunner hervorgebracht haben.

 „a paradise for the eyes, hell for the legs“   (nennt es der Veranstalter)

Höhenprofil Salomon K42