Platinman als Saisonabschluss

Endlich Saisonpause !

Den letzten Wettkampf nach einer untypisch langen Saison, von ganzen 12 Monaten, habe ich heute zum Anlass genommen, noch mal einen Berglaufwettkampf zu rennen und dafür die letzten Kräfte zu mobilisieren. Die Saison war lang und für mich sehr erfolgreich. Mit zurückgelegten 3.600 km laufen, 6.100 km Rad und 200 km schwimmen sowie 100 Stunden Kraft und Dehnen (wahrscheinlich die gesündesten Einheiten) und somit gesamt 655 Trainingsstunden habe ich deutlich weniger trainiert, als das Jahr zuvor und dabei doch mehr erreicht. Höhepunkt waren ein paar neue Bestzeiten, gerade auf der Duathlonstrecke und natürlich der Transalpine Run.

Schon seit einigen Wochen ist sozusagen die Luft raus, trotzdem wollte ich meine mir gesteckten Ziele noch umsetzen und den Platinman als Abschluss laufen.

Ein neu aufgelegter Wettkampf – der Platinman – wurde vom Veranstalter als „härtester Lauf im Rheinland“ ausgeschrieben. Natürlich ist dem nicht so – denn es gibt ja noch genug andere harte Bergläufe in der Region. Trotzdem ist dieser Lauf eine sehr harte Nuss, dessen Randdaten mit: „24,8 km Länge, 815 Hm, 7 Berge, bis zu 52% Steigung“ für sich sprechen, sowie natürlich das Höhenprofil.

Höhenprofil Platinman
Höhenprofil Platinman

Die Idee, diesen Lauf in voller Transalpine Ausrüstung (gepackter Trail Rucksack) zu laufen, kam uns am Morgen vor dem Start. Bei 5°C und strömenden Regen haben Daniel Weiser und ich uns auf die schlammige Strecke begeben. Die Trailausrüstung sorgte dabei für eine zusätzlich bekannte Komponente und natürlich Gewicht.

Mit Platz 13 und Platz 8 (Altersklassenplatzierung 3. und 1.) sind wir souverän ins Ziel gekommen. Wobei die härteste Herausforderung die anschließende Dusche war; umziehen draußen im Regen bei 5°C, um dann festzustellen, dass die Münzduschen erst kurz und plötzlich gar nicht mehr funktionieren. Vielleicht zog der Veranstalter also nicht nur den Lauf, sondern auch die anschließende Säuberung mit in seine Bewertung zum „härtesten Lauf im Rheinland“!?

Für mich stehen jetzt ein paar Wochen Pause an, die ich für Kraft- und Athletiktraining nutzen werde. bevor es dann Mitte Dezember zum ersten Radtraining in meine mittlerweile zweite Heimat, Lanzarote, geht.

Platinman 2013 [Quelle: Eventfotografie24]
Platinman 2013 [Quelle: Eventfotografie24]

Platinman 2013, Zieleinlauf  [Quelle: Eventfotografie24]

Platinman 2013, Zieleinlauf [Quelle: Eventfotografie24]

3. Platz beim Malberglauf

Im Jahr 2012 bin ich das erste Mal am Malberg gestartet, im Wiedtal, etwa 45 km von Bonn entfernt. Dieser Lauf, bei dem auf einer Strecke von 6 km 370 Höhenmeter im Aufstieg bezwungen werden wollen war bereits zwei Mal Austragungsort für die westdeutschen Berglaufmeisterschaften.
Letztes Jahr war es auch, als ich nach 26 Minuten oben auf der Skihütte im Ziel ankam und bis dahin nicht wusste, dass mein Brustkorb eine derart große Bewegungsamplitude schafft. Es gibt harte Wettkämpfe und lange Strecken, aber der Malberglauf mit „nur“ 6 Kilometern gehört eindeutig zu den härtesten, wenn auch kurzen Läufen, die ich kenne.

Malberglauf_Hohenprofil (6 km / +370 Hm -100 Hm)
Malberglauf_Hohenprofil (6 km / +370 Hm -100 Hm)

Heute war es wieder so weit und zugleich passt dieser Lauf eigentlich so gar nicht in unsere Vorbereitung zur Transalpine Alpenüberquerung, die in drei Wochen starten wird. Leider konnte mein Freund und Alpenpartner Daniel, krankheitsbedingt, seinen Titel nicht verteidigen, jedoch war das Starterfeld gewohnt reichlich vertreten – sogar mit Teilnehmerrekord. 400 Teilnehmer starteten bei diesem Event.

Dass wir bereits am Sonntag die Strecke im Training abgelaufen sind, um uns nochmal zu mahnen, diesen Lauf nicht direkt am ersten Berg gewinnen zu wollen, war eine gute Entscheidung, denn wie bei jedem Lauf hetzt die siegeshungrige Läufermeute immer mit vollem Tempo los, egal ob Stadtlauf oder Berglauf.

Vom Start weg gab es eine Vierergruppe und wir liefen etwas verhalten in die erste Steigung hinein. Oben angekommen nahmen wir gruppendynamisch an Geschwindigkeit zu und schon waren wir nur noch zu dritt. Daniel gab mir im Vorfeld noch seine Weisheiten die Ihn bereits drei Mal auf das Siegerpodest gebracht hatten. „René, an den kurzen harten Steigungen muss Du das Tempo verschärfen, so dass Dir gerade so viel schwarz vor Augen wird, dass Du noch gucken kannst, danach direkt etwas zurück nehmen – das demoralisiert den Gegner, der in diesem Moment nur Deine unglaubliche Tempoverschärfung mitbekommt“. Diese Taktik kann einen sicherlich auch unmittelbar ins „Aus“ schießen.

Trotzdem, wollte ich es probieren und da ich Seite an Seite mit ebenfalls meinem Freund Torsten lief und wir uns keinen Meter schenkten, sah ich hier meine Chance, mich auf der kurzen bergab Passage von Ihm zu lösen und mit Schwung in den nächsten Berg zu kommen. Es gelang mir tatsächlich auch und kurze Zeit führte ich das gesamte Feld an „fühlt sich gut an„, jedoch überholte mich dann plötzlich mit brachialer Schrittlänge der spätere Erstplatzierte.

Alphornbläser des Malberglauf
Alphornbläser des Malberglauf

Auf der folgenden 1,5 km langen Steigung verlor ich dann ca. 700 Meter vor dem Ziel die zweite Platzierung. Und ich hatte rein gar nichts mehr entgegen zusetzen. Unglaubliches Gefühl,  nach gerade einmal 5 Km so entkräftet zu sein.  Die letzten Meter zur Skihütten sind dann nochmal richtig steil und verlangen alles ab – aber vor allem dem Kopf, der schon gerne früher aus dem Geschehen ausgestiegen wäre.

Im letzten Anstieg zur Skihütte haben sich die Alphornbläser platziert, die ich allerdings in dem Moment mit meinem extrem eingeschränkten Sichtfeld (auch Tunnelblick genannt) nicht mehr mitbekommen habe.  Es folgte: Zieleinlauf – Wiese – hinlegen – Atmen – Zufrieden!

Aufstieg zur Skihütte Malberg
Aufstieg zur Skihütte Malberg

Gesamtplatz 3 in 25:04 Minuten, Altersklassen Sieg – Verbesserung zum Vorjahr um 1:13 Minute.
Wie letztes Jahr gab es bei der Siegerehrung wieder eine original Malberg-Kuhglocke – anschließend war Grillen und zünftiges Beisammensitzen vor der Skihütte angesagt.

Artikel im Runnersworld: http://www.runnersworld.de/laufevents/malberglauf-2013-die-fotos.294078.htm#4

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Ergebnisse gibt es unter: http://malberglauf.de/Ergebnisse/ergebnisse.html

 

Allgäu Triathlon – Mitteldistanz mit extremen Bergpassagen

Allgäu Triathlon, eine Veranstaltung die schon seit längerem auf meinem Plan stand. Da ich mal einige Zeit in Kempten (Allgäu) gelebt und genau in Immenstadt bei Bosch gearbeitet habe, kenne ich die Gegend ganz gut und konnte mir bei der Mitteldistanz im Triathlon mit 2/80/20 km ungefähr vorstellen, was mich an Bergpassagen auf der Radstrecke erwarten wird. Allerdings kenne ich die Gegend von oben besser, als von unten, denn zur damaligen Zeit bin ich dort überwiegend Gleitschirm geflogen.

-> Letzte Woche habe ich mit Platz 4 beim Hennef Triathlon eine gute Vorbereitung abgeschlossen, zugleich sind wir mit unserer Liga Mannschaft souverän auf das Treppchen gekommen <-

Die Anreise ins Allgäu war entspannt und einige Bekannte traf ich dann auch zur dortigen Race-Registrierung. Mit der Unterkunft ca. 100m vom See und Start entfernt waren die Randbedingungen sozusagen perfekt.

Für eine Letzte Rad/Laufeinheit war am Freitag auch noch Zeit, so dass ich mir einen Teil der Strecke schon anschauen konnte.

Am Wettkampfmorgen bliesen die Alphörner zum Jagdstart, denn die Frauen starteten 35 Minuten vor den Männern, um einen Gleichstand herzustellen. Für uns hieß es dann fliegender Start im See, also zehn Minuten auf der Stelle schwimmen, bis es dann endlich zum Startschuss ertönte. Von Beginn an war es sehr ruppig und jeder Meter musste erkämpft werden. Die Schwimmdisziplin ist immer der kriegerischste Anteil vom gesamten Rennen.

Bis ich dann endlich meinen Rhythmus fand und sich die Schwimmer endlich wie eine Perlenkette aufreiten, verging eine ganze Weile. Auf dem Rückweg zum Strand war es kaum möglich, zu erkennen, wo sich der Schwimmausstieg befand, denn die tiefstehende, aufgehende Sonne blendete extrem. Die extra vom Veranstalter aufgestellten Starkstromlampen brachten leider keine bessere Orientierung.

Der Wechsel auf das Rad klappte reibungslos und auf ging es zur 80km Radstrecke mit 1200 HM,

Höhenprofil Radstrecke
Höhenprofil Radstrecke

Es galt, zwei Radrunden zu fahren, also war die Taktik, sich bei der ersten nicht direkt die Lampen auszuschießen. Bei fast 30° C und mit dem schlecht belüfteten Aerohelm kein einfaches Unterfangen, jedoch gelang mir das ganz gut, so dass meine zweite Radrunde deutlich schneller war.  An einigen Anstiegen reichte mir selbst mein kleinster Gang kaum aus und ich musste im stehen hoch pedalieren. In wenigen Worten, die Radstrecke war so unglaublich hart und kräftezehrend, aber gleichzeitig auch so richtig nach meinem Geschmack, dass ich mir keine Gedanken darüber gemacht habe, noch Kraft für die anschließenden 20 km (es waren dann doch 21 km) Laufen aufzuheben.

So konnte ich mich vom wirklich nicht guten 109. Platz nach dem Schwimmen auf den 29.Platz nach dem Radpart vorarbeiten – was wie oben beschrieben richtig viel Kraft gekostet hat. Für die 80 km mit den 1200 Hm brauchte ich 2:23 Stunden.

Nun kam meine Paradedisziplin, die ich so gut wie nie trainiere, aber immer richtig gut läuft. Der Wechsel zwischen den einzelnen Disziplinen! In Zürich und Süd Afrika beim Ironman hatte ich jeweils die schnellste Wechselzeit vom Rad auf Laufen, diesmal nur die zweit schnellste, weil ich meine Schuhe erst im Wechselzeit anziehen durfte.

Ich gehe immer schon während der Disziplin den bevorstehenden Wechsel im Kopf durch und dann läuft es automatisiert ab – das klappt!

So befand ich mich dann auf der Laufstrecke und erhielt hier recht schnell die Quittung für meine „Ich-gebe-Alles-auf-dem-Rad“ Taktik, denn für die ersten 10 km brauchte ich schon 41 Minuten und letztendlich für den Halbmarathon 1:28 Stunden.

Dazwischen habe ich mit der Hitze, den Kontrahenten, mit mir selbst und meinem Einteiler (der für die Verhältnisse und die Streckenlänge suboptimal war) gekämpft.

Trotzdem konnte ich mich bis auf Platzierung 21 vorarbeiten und beendete das Rennen nach 4:30:22 Stunden absolut zufrieden.

Einen Tot muss man sterben, in diesem Fall war es beim Laufen.

Fazit, Allgäu Triathlon ist für das nächste Jahr gesetzt und diesmal mit Streckenkenntnissen.

Das war mein Triathlon Saisonabschluss, nun geht es mit voller Kraft zur Vorbereitung auf die Alpenüberquerung, der Translpine-Run!

Allgäu Triathlon
Allgäu Triathlon

Platz 3 beim Siegburg Triathlon mit Stadtmeistertitel

Als hätte es die letzten Wochen nicht genug geregnet. Bei 8°C und starkem Regen galt es heute beim Siegburg Triathlon auf der Sprint-Distanz (0,5 / 20 / 5)km den letzten Formtest für den Bonn Triathlon zu absolvieren. Viele sind bei diesen Bedingungen gar nicht erst an den Start gegangen.

Trainingspartner und klarer Favorit Marco Mühlnickel war auch gemeldet, zusammen richteten wir die Wechselzone auf schlammiger Wiese ein und liefen uns warm. Gut, dass meine Radschuhe (bereits eingeklickt am Rad) mit Löchern versehen sind, denn damit ist ein Volllaufen mit Wasser kaum möglich. Aus meinen bisherigen Kälterennen habe ich gelernt und gerade bei diesen kurzen Distanzen geht es wirklich um jede Sekunde, deshalb entschied ich mich ein Skins Oberteil unter meinem Wettkampfeinteiler zu tragen, um so das spätere zeitaufwendige Anlegen von Armlingen oder Weste zu vermeiden.

Auf der Radstrecke, die bei dem Dauerregen größtenteils überschwemmt war und der niedrigen Temperatur hatte ich ordentlich zu kämpfen. Große Hitze macht mir nichts aus, allerdings – wahrscheinlich– bedingt durch meinen geringen Körperfettanteil habe ich mit niedrigen Temperaturen so meine Probleme. Bietet der Einteiler ja nur einen hauchdünnen Schutz.

Die Radstrecke war einfach und ohne viele Kurven, was die Sturzgefahr bei der Nässe sicherlich zu gute kam. Mit meinem Teamkollegen Nikolay habe ich mich die gesamte Zeit auf dem Rad bekämpft, keiner wollte auch nur einen Meter zurückstecken – tolle Dynamik war das. Beim Wechsel vom Rad zum Laufen dauerte es dann eine gefühlte Ewigkeit, in meine Laufschuhe zu schlüpfen, denn wie in Buschhütten zwei Wochen zuvor, war absolut kein Gefühl mehr an der Oberfläche meines Körpers, alles war taub von der Kälte. Wie wir hinterher erfahren haben, sind mindestens drei Athleten direkt von der Radstrecke in den Krankenwagen gestiegen (Unterkühlung, 33°C Körpertemperatur).

Meine tauben Beine haben dann diesmal ungewöhnlich lange gebraucht, bis ich sie endlich nach zwei gelaufenen Kilometern wieder spürte und erst dann konnte ich richtig Tempo aufnehmen. Leider zu spät, um den Zweitplatzierten Frank Emde noch gefährlich zu werden. Die insgesamt drei knackigen Anstiege auf der Laufstrecke quer durch die Siegburger Stadt kamen mir übrigens zu Gute und 🙂

Mit meinem 3. Gesamtplatz über die Sprintdistanz bin ich bei den heutigen Bedingungen sehr zufrieden und etwas verwundert habe ich mit meiner Zeit von 59:26 Minuten auch die Stadtmeisterschaft gewonnen (hier zählt anscheinend Bonn/Rhein-Sieg zusammen).

Das war nun der Siebte Wettkampf innerhalb Sieben Wochen – mit der Bilanz von 2 Siegen und 2 Podiumsplätzen bin ich richtig zufrieden.

Es geht weiter und bleibt spannend!

Schwimmstart
Schwimmstart
Strecke
Strecke
Unscharf oder Regen
Unscharf oder Regen
Nass, kalt, schnell
Nass, kalt, schnell

 

Platz 1 und Platz 3
Platz 1 und Platz 3

Sieg beim 10km Lauf in Bonn mit Kreismeistertitel

Jetzt sitze ich hier am PC und freue mich riesig über den heutigen Lauf – die Saison läuft sozusagen und zwar sehr gut.

Den Bonner Melpomene Lauf, 10 km DLV vermessen und gleichzeitig Kreismeisterschaft laufe ich nun schon seit 2005 mit. Für mich ist dieser Lauf neben dem 10km Lauf „Rund um das Bayerkreuz“, eine der schnellen und schönen Veranstaltungen. Weiterhin so schön, weil es direkt vor der Haustür liegt und ich es schon ein paar Mal geschafft habe, zu Laufen, Kuchen zu essen und dann um 12 Uhr wieder im Bett zu liegen 🙂

Mit dem Wetter hatten wir im Vergleich zu letzter Woche (Triathlon Buschhütten, 5°C) wirklich Glück. Nachdem ich in den letzten 6 Wochen auch 6 Wettkämpfe unterschiedlichster Art bestritten habe und nun erstmalig wieder eine Woche mit hohem Trainingsumfang dabei war, hatte ich mir nicht wirklich viel vorgenommen für den heutigen Lauf. Aber dem Gefühl in meinen Beinen kann ich zum Glück nicht immer trauen!

Die üblichen Verdächtigen fanden sich zum Start ein und in einer kleinen Dreiergruppe (hinterher Plätze 1-3) liefen wir mit erhöhtem Schnitt los. Den gleichen Fehler, wie vor zwei Jahren, als ich bei Kilometer fünf in Führung lag und anschließend von den Jungs ordentlich „abgefrühstückt“, so dass ich letztendlich auf Platz vier verwiesen wurde, wollte ich heute nicht begehen. Also lief ich etwas verhalten und mit Respekt vor meinen Mitstreitern los und erst nach 4,5 Kilometern konnte ich mich etwas absetzen und meinen Vorsprung dann auf der zweiten Hälfte ausbauen, so dass meine zweite Hälfte sogar etwas schneller war.

Kleine Werbung nebenbei, für den New Balance RC130X, der Schuh ist super und nun bereits mein zweiter dieser Serie!

Heraus kam der Gesamtsieg in der Zeit von 34:33 Minuten sowie der Kreismeistertitel Bonn / Rhein-Sieg   (Sonderwertung vom LVN (Leichtathletik Verband Nordrhein) die für alle Vereine in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis ausgetragen wird).

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Sieger und Kreismeister mit Marlene Günther
Sieger und Kreismeister mit Marlene Günther
Bonner Rundschau vom 21.05.13
Bonner Rundschau vom 21.05.13
General Anzeiger vom 25.05.13
General Anzeiger vom 25.05.13

 

Triathlon Saisonstart in Buschhütten

Am vergangenen Wochenende stand zusammen mit unserem SSF Bonn Team Artegic die Triathlon Saisoneröffnung beim traditionellen Wettkampf im Siegerland (Buschhütten) auf dem Programm. Wie letztes Jahr hatten wir erneut mit Regen und kalten 5°C zu kämpfen. Bei derart niedriger Temperatur nach dem Schwimmauftakt  aus dem Freibad zu klettern, um danach bei Regen mit dem Rad auf der gesperrten Autobahn zu fahren, erforderte die ersten Minuten wirkliche Schmerzen. Erst langsam spürte ich dann auf dem Rad kein Körperteil mehr und das hieß auch im positiven Sinne, kein Gefühl = kein Schmerz.

Die Radstrecke in Buschhütten auf der Autobahn ist wirklich jedes Mal ein Erlebnis. Beim anschließenden Lauf tauten die Füße dann erst wieder nach gefühlten zwei Kilometern auf und die Sonne zeigte sich endlich.

Insgesamt war es ein gelungener Saisonauftakt, auch wenn für mich die Sprintdistanz (500 swim, 26 Km bike, 5,3 Km run) einfach zu kurz ist. Ich brauche einfach etwas längere Strecken, trotzdem werde ich in zwei Wochen die nächste Sprintdistanz machen, denn ich erhoffe mir dadurch etwas mehr Spritzigkeit für die dann anstehenden längeren Distanzen.

Mit der gesamten Mannschaft war es ein rundum gelungener Tag. Unsere Damen Erst-Bundesliga Mannschaft ist mit einen tollen vierten Gesamtplatz gestartet.

Schwimmauftakt bei 5°C Außentemperatur
Schwimmauftakt bei 5°C Außentemperatur
Radsplit auf der Autobahn
Radsplit auf der Autobahn
SSF dominiert
SSF dominiert
schöner Team-Run
schöner Team-Run
nach getaner Arbeit
nach getaner Arbeit warteten Bratwurst und Radler

…auf die Bilder klicken , dann wird’s größer!

Sieg mit Streckenrekord beim Halbmarathon in Windhagen

Bei bestem, sonnigen Wetter und perfekter Organisation startete heute der hügelige Halbmarathon in Windhagen. Die Strecke führte größtenteils über Feld-Waldwege mit 275 Höhenmetern Aufstieg und ebenso viel Abstieg. Vom Start Weg lief es direkt sehr gut für mich, so dass ich Km 10 mit einer hohen 35 Minuten passieren konnte. Doch erst danach kam der Großteil an Höhenmetern und der Spass fing an.

Höhenprofil HM
Höhenprofil HM

Das Höhenprofil spricht für sich, die längste Steigung fing bei Km 13 an und zog sich bis ins Ziel. Die Uhr blieb dann für mich bei 1:18:54 Stunden stehen und ich konnte mit meinem Sieg sogar den Streckenrekord knacken – der Hammer!

Auf der Strecke

Der Lauf in Windhagen war eine absolut professionell organisierte Laufveranstaltung. Windhagen ist auch für das nächste Jahr gesetzt.

Übrigens, der Preis wurde mir vom erfolgreichsten Rennrodler aller Zeiten, Bobweltmeister und Olympiasieger Georg Hackl überreicht, der Schirmherr diese Veranstaltung ist.

Die anschließende Grillwurst mit Weizen habe ich mir dann auch verdient 🙂

Preisüberreichung durch Georg Hackl (erfolgreichster Rennrodler)
Preisüberreichung durch Georg Hackl (erfolgreichster Rennrodler)
Komplett
Komplett

Da Gisa nun am liebsten Bergläufe macht, war Sie natürlich auch dabei, die 10,6 Km hat Sie ordentlich gerockt!

Im Ziel!
Im Ziel!

Den Rheinsteig mit dem Mountainbike

Vor Bonn’s Haustür liegt einer der schönsten Naturstrecken Deutschlands, bestehend aus schmalen Pfaden, schroffen Felswegen und jede Menge Höhenmetern. Die Strecke führt von Wiesbaden nach Bonn und dessen Gesamtlänge von 320 Km ist in 23 Etappen aufgeteilt. Wir sind heute sechs Etappen davon abgefahren (Etappe: 23-18) und haben für die 2338 Höhenmeter im Aufstieg und 2308 Hm im Abstieg etwas mehr als sechs Stunden gebraucht. Ich behaupte an dieser Stelle, dass wir gute Radfahrer sind, aber einen Durchschnitt von 11 km/h hätten wir nicht vermutet. Wieder ein beweis dafür, dass Durchschnittsgeschwindigkeit wenig aussagekräftig ist.  Die überwiegenden Single Trails führen im ständigen (!) Wechsel hoch-runter-hoch-runter und bieten eine Wahnsinns Naturkulisse. Stellenweise hatten wir den Eindruck im Mittelgebirge oder im Alpenvorland zu fahren. Größtenteils sind die Trails befahrbar, aber gut 15-20% kann man nur schieben oder tragen.

Rheinsteig Höhenprofil: Bonn - Bad Hönningen (2338Hm auf 2308Hm ab, 66km Streckenlänge)
Rheinsteig Höhenprofil: Bonn – Bad Hönningen (2338Hm auf 2308Hm ab, 66km Streckenlänge)

Einen ersten Zwischenstopp legten wir in Linz ein. Nach dem deftigen Mittagstisch bei einem Metzger fuhren wir den für uns schönsten Streckenabschnitt bis nach Bad Hönningen. Dort angekommen und nach gesamt 6:06 Stunden ging es dann mit dem Zug zurück.

Erste Pläne, die 320 km Strecke komplett abzufahren kreisen bereits in unseren Köpfen. Auch werden wir sicherlich diese anspruchsvollen Trails als Vorbereitung für den Transalpine Run 2013 nutzen. Denn das Höhenprofil verlangt schon einiges ab und bietet eine ideale Kraftausdauereinheit 🙂

Nachfolgend noch ein paar Impressionen – das war nicht die letzte Tour auf dem Rheinsteig.

Erpeler ley
Erpeler ley
Erpeler ley
Erpeler ley
das sind die breiteren Wege
das sind die breiteren Wege
entweder hoch oder runter
entweder hoch oder runter

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Tagesende in Bad Hönningen - für heute!
Tagesende in Bad Hönningen – für heute!

Duathlon Mettmann – 2. Gesamtplatz über die Kurzdistanz

Beim dem Klassiker Duathlon in Mettmann zu starten, stand schon seit vielen Jahren auf meiner „To Do“ Liste. Jedoch kollidierte meist der Termin mit dem Bonn Marathon, da ich allerdings dieses Jahr den Halbmarathon (letzte Woche) gelaufen bin, stand schon seit Wochen die Meldung fest.

Da mir die Sprintdistanz , aufgrund meines Trainings zu kurz war passte die doppelt so lange Strecke, nämlich die Kurzdistanz mit 10km laufen, 40km Rad, 5km laufen perfekt zu mir.

Von meinem Trainingspartner, Max Eggen, der die Sprintdistanz in seiner Heimatsstadt Mettmann schon dreimal gewonnen hatte, habe ich dann auch wertvolle Streckentipps bekommen und gemeinsam haben wir ein paar Tage zuvor in Mettmann beide Strecken besichtigt. Sowohl die Laufstrecke, als auch die Radstrecke sind beides wahrlich keine Flachstrecken. Mit fiesen Hügeln, steilen Rampen und die Radstrecke mit 18% Steigung haben es in sich. Es sollte sich als wertvoll herausstellen, dass ich vor meinem Start über Streckenkenntnisse verfügte.

Noch einen Tag zuvor eine kurze und harte Koppeleinheit gemacht, ging es dann am heutigen Sonntag nach Mettmann. Ich wurde beim Start als Favorit aufgeführt, was den Druck nicht weniger machte 🙂 Auch der Triathlon Profi, Georg Protebitsch hatte sich für das Rennen gemeldet, aber kurzfristig abgesagt.

Kurz vor dem Start brach der Bügel meiner Brille. Nach kurzen hektischen Momenten lieh mir ein nettes Mädel (danke nochmal an Carmen) Ihre Brille – spontan, wichtige Rettung!

Vom Start weg war meine Taktik, es beim Laufen nicht zu hart angehen zu lassen, aber mit meiner Laufstärke einen kleinen Puffer auf dem Rad zu verschaffen. Da meine Radform so früh in der Saison noch nicht voll ausgeprägt war.

Der erst Platzierte war sehr schnell weg, so dass wir in einer kleinen Abstandgruppe dahinter liefen. Ständig Rampen, Waldboden, Asphalt forderten ganze Konzentration. Als vierter wechselte ich vom Laufen aufs Rad (Isaac, alias „Bumblebee“) und brachte mich kurz nach der Wechselzone auf Position drei. Ein paar Kilometer weiter konnte ich dann auf Platz 2 vorbeifahren und von nun machte ich mein Ding alleine. Ständig begleitet vom Motorrad (der den Weg frei machte) lief es sehr gut. Bis bei Kilometer 30 plötzlich Holger Hüpen an mir vorbei zog und mir auf den folgenden 10Km gut 45 sek. abnahm.

Nach einem schnellen Wechsel auf die letzte 5Km Laufstrecke habe ich dann nach der Hälfte Holger überholen können, dessen Taktik wäre fast aufgegangen, konnte aber noch verhindert werden 🙂 Holger hat mir den letzten Teil des Rennens echt schwer gemacht.

Nach der endlich letzten Rampe (die mir endlos vorkam) sah ich dann schon Gisa und meine Fans 🙂 und mein Gesichtsausdruck sah bei weitem nicht mehr frisch aus. Mit pefektem Tagesabschluss finishte ich dann als Zweiter und zudem Sieger in meiner Altersklasse.

Auf der Sprintdistanz, die dann schon vorbei war, wurden richtig harte Kämpfe ausgetragen und meine Vereinskollegen holten sich alle richtig gute Platzierungen – Glückwunsch!

Mettmann ist für mich 2014 gesetzt, das ist klar!

Ergebnisse: http://mettmann.r.mikatiming.de/2013/

Start Mettmann Duathlon 2013
Start Mettmann Duathlon 2013
Zieleinlauf
Zieleinlauf
Im Ziel
Im Ziel
Siegerehrung Mettmann Duathlon Kurzdistanz 2013, Platz 2
Siegerehrung Mettmann Duathlon Kurzdistanz 2013, Platz 2

AK Sieg beim Halbmarathon in Bonn, Platz 11 Gesamt

Der Marathon / Halbmarathon in Bonn findet direkt vor meiner Haustür statt, deshalb ist es seit 11 Jahren für mich Pflicht, entweder den Marathon oder aber den Halben zu laufen.

Dieses Jahr habe ich mich für den Halbmarathon am 14.04.2013 entschieden und im Rahmen meiner Triathlonvorbereitung für die Saison 2013 war ich mit den Leistungen sehr zufrieden. So war das Ziel für Bonn klar, meine Altersklasse zu gewinnen und eine neue persönliche Bestzeit aufzustellen.

Die Bedingungen am Start waren bis auf den Südwind gut. Mit Respekt auf den bevorstehenden Gegenwind lief ich dementsprechend an und hatte bei Kilometer 10 die Uhr auf 35:47 min. stehen. Das Rennen fühlte sich von vorne bis hinten sehr gut an. Auch auf den letzten 5 Kilometern, die mich mein Freunde Andy und Daniel begleiteten, konnte ich das Tempo nochmals etwas steigern. Trotzdem hat mich die lange Gegenwindpassage neben der Zeit auch einige Körner gekostet, so dass im Ziel eine 1:16:28 Stunden auf meiner Uhr stand. Zwar habe ich meine persönliche Bestzeit damit um ganze 4 Sekunden verbessert – geplant war jedoch mindestens eine Minute schneller zu sein. Und Platz 11 von über 7.000 Startern klingt doch auch gut!

Meine Altersklasse habe ich auch gewonnen. Somit sind praktisch meine Ziele erreicht 🙂 Die 1:15 sollte dieses Jahr trotzdem noch fallen.

Direkt eine Woche nach dem Halbmarathon steht der 11. Mettmanner  Grundfos Duathlon statt, bei dem ich über die Kurzdistanz die Strecke „10km laufen / 40k Rad / 5km laufen“ starten werde.