Australien Triathlon Championships – Hitze ohne Schatten

Mein Körper ist nach dem gestrigen Rennen immer noch weit über Normaltemperatur, jedenfalls gefühlt.

Gestern war mein letztes Rennen auf dieser Reise und für diese Saison. Dafür hatte ich mir die Ironman 70.3 Australian Championship ausgesucht. Auf der Regatta Strecke der olympischen Spiele von Sydney 2000 fand der Schwimmauftakt statt. Die 90 Kilometer Radkurs mit Blick auf die Blue Mountains und abschließend der Halbmarathon auf dem Olympiagelände.

Zwischen den Rennen in Thailand und Singapur Duathlon (die Beide richtig gut liefen) und gestern lagen einige Wochen und es war auch geplant, auf dieser Reise nur das notwendigste zu trainieren. Die Form verlor sich also stetig und das war auch gaplant ok so. Trotzdem ist es ernüchternd festzustellen, wenn die Tempohärte nach nur ein bis zwei Wochen gefühlt weg ist, lediglich die Ausdauer bleibt erhalten. Das muss einem mal bewusst sein, Form lässt sich eben nicht konservieren, sondern muss ständig genährt werden. Das konnte ich gestern auf den ersten dreißig Rad Kilometer mit fast 39 er Schnitt musterhaft erleben, bis mir klar wurde, die Form ist weg Junge!

Der gesamte Kurs inklusive Halbmarathonstrecke waren ohne einen Strich Schatten. Das Starterfeld war mit jeder Menge Olympia und WM Erfahrung besezt, zudem waren die Australier heiß darauf, bei dieser kontinentalen Meisterschaft vorne zu sein.

Natürlich habe ich alles gegeben und mit den viert schnellsten Halbmarathonzeit in der AK hat es trotzdem nicht fürs AK Podium gereicht. In 4:39:38 stunden kam ich ins Ziel. Das Erlebnis in Australien am Start zu sein und das letzte Rennen hier zu gestalten, war ganz gross für mich. Eine vordere Platzierung möchte ich aber auch nicht geschenkt haben, sonst verliert es an Wert.

Das Resümee der Rennen hier in Asien und Australien ist für mich mit zwei AK Siegen und einem zweiten Gesamtplatz mega gut und ich hab wieder jede Menge Erfahrungen gesammelt.

Glücklicherweise wohnen wir über Airbnb privat und haben richtig netten Anschluss gefunden, so dass ich mein Rad sogar für die nächsten Reisewochen hier lassen kann, das vereinfacht das Reisen enorm. Die Three Sisters hier in den Blue Mountains haben wir heute direkt in Angriff genommen und sind den Giant Stairway, ein Pass mit jeder Menge Stufen runter und wieder hoch gelaufen, auch mit müden Beinen möglich, aber nicht schnell.

In ein paar Tagen geht es mit dem Mietwagen Richtung Melbourne, mal sehen wie weit wir kommen wollen.

Die Aussie’s schneinen ziemlich entspannt zu sein. Etwas amerikanisch sieht es hier allerdings schon aus, big block cars, slang und jezt schon an jeder Ecke nen Weihnachtsmann im Fenster (bei 32 Grad!), die Geschäfte schliessen ab 17 Uhr und auch sonst hat hier keiner einen Vertrag mit hektischem Treiben. Das Essen ist wirklich gut und damit meine ich nicht die french bakerys hier. Ok die Preise sind wirklich viel höher als bei uns, für nen Kaffee, Bier oder Sonstiges Essen wird etwas das doppelte fällig. Wir hingegen haben eh mehr Spass am Kochen und schlendern gerne mal im Supermarkt oder auf dem Markt herum. Kakadus sind hier übrigens die Vögel der Region, an jeder Ecke weisse, laut schreiende Kakadus, aber fotoscheu.

Südostasien mit spontanem Abstecher

Der Veranstalter vom Singapur Duathlon hatte letzten Sonntag aufgrund des Unwetters die Siegerehrung ausfallen lassen. Sehr schade. Meinen 2. Gesamtplatz hätte ich gerne mit Siegerehrung abgeschlossen, passiert ja nicht so oft. Umso schöner, dass der Veranstalter extra zu uns an die Fährstation nach Singapur kam, um mir den Preis zu überreichen – Siegerehrung an der Fähre – warum nicht.

Den größten Teil der bisherigen Reise verbrachten wir in Malaysia. Die Menschen waren durchweg freundlich und hilfsbereit und die Natur bietet viel grün und eine Menge bunter Vögel und Insekten. Das Klima ist eher mit einer Waschküche zu vergleichen, über 95 Prozent Luftfeuchtigkeit und Temperaturen immer über 30 Grad.

Deshalb darf man sich in Malaysia auch nicht wundern, dass die Autos keine Heizung haben, das wird für den malayischen Markt nicht angeboten. Man kann lediglich die Klimaanlage abstellen.

Mietwagen gebucht, pünktlich angekommen, keiner da! Da harmonierte die Abholzeit halt nicht mit den Öffnungszeiten der Mietwagenstation. Das nimmt man nicht so genau und so müssen wir für unsere Transfers, Mietwagen und Co immer viel mehr Zeit kalkulieren. Aber das Klima rechtfertigt auch eine gemäßigte Arbeitsweise.

Zwar hatten wir bisher in Thailand und Malaysia jeweils immer mal wieder einen Mietwagen, aber manchesmal auch nicht. Die günstige Taxi Alternative nennt sich „Uber-Taxi“. Ähnlich einer Mitfahrgesellschaft, bei der man allerdings per App seinen Standort eingibt und dann ein Uber registrierter Fahrer den Auftrag annehmen kann. Jeder kann sich anmelden, als Fahrer und als Nutzer. Wir haben die Nutzer App und es funktioniert wirklich sehr gut und schnell findet sich irgendwer in der Nähe – auch wenn wir mit dem Radkoffer immer ein XL Uber Taxi brauchten.

Positiv für den Nutzer, der nicht mal mehr Bar bezahlen muss, denn die zuvor verbindliche Fahrt wird automatisch vin der Kreditkarte abgebucht. Der Car Sharing Gedanke deckt sich auch immer mehr mit der Generation von heute. Warum ein eigenes Auto, dass die meiste Zeit steht und wen es im Stau ist. Da fällt mir mein Auto ein, dass nur wenige Tausend Kilometer pro Jahr bewegt wird, trotzdem Vollkasko versichert ist und bei Abwesenheit extra mit einem passenden dreilagigen Baumwollüberzug bedeckt wird. Trotzdem würde ich mich nicht davon trennen. Im Alltag bewege ich lieber das Fahrad und nutze Alternativen. Schnell fahren lässt sich allenfalls noch nachts um drei auf der Autobahn. Daher verstehe ich die Generation Y, die sich solche Klötze nicht mehr ans Bein binden und flexibel sein wollen. Nach einigen Gesprächen mit den Fahrern denken wir darüber nach, dass die lokalen Taxifahrer durch Plattformen wie Uber viel weniger Aufträge haben. Weiterhin liegt anscheinend das Risiko bei Unfall etc. immer beim Fahrer. Uber stellt hier lediglich die Plattform und bekommt ein Viertel des Fahrpreises. Trotz der guten Erfahrungen stehen wir nicht wirklich hinter dem Uber Konzept. Verlassen kann man sich auch nicht auf Pünktlichkeit oder Laderaum, bei uns hat es dennoch meistens funktioniert.

Ähnlich verhält es sich mit der Unterkunftsbörse Airbnb, bei der sowohl Wohnungen, Appartements als auch homestays angeboten werden. Die Erfahrungen sind gemischt, es ist nicht unbedingt günstiger und die Unterkunft kann die Buchung jederzeit willkürlich stornieren, was uns leider auch passiert ist. Tolle Erfahrungen gab es aber auch mit privaten Unterkünften. In Penang (Malaysia) hatten wir ein ganzes Haus und die Eigentümerin hat uns sehr herzlich betreut. Die Einheimische Irene lebt sogar parallel im deutschen Wetzlar!

Für mich ist die Platform Booking.com immer noch meine häufigst genutzte. Durch die vielen Buchungen über die Jahre habe ich dort einen Status bekommen und erhalte bei vielen Hotels sehr gute Konditionen. Es ist schnell und unkompliziert und verlässlich! Selbst 2015 in der Atacama Wüste in einem Supermarkt habe ich spontan gesucht und gebucht.

Malaien haben wir als überaus freundlich kennengelernt, da wird an der Streetfood Bude auch mal auf Nachfrage die Konkurrenz ein paar Meter weiter empfohlen- bei uns eher nicht vorstellbar. Und wenn ich bei meinen Radausfahrten irgendwo nicht weiter wusste, irgendein Mopped oder Autofahrer kam immer und wollte helfen.

Kurios empfanden wir im malayischen Kampar, als wir als einzige Gäste im Kaffee draußen saßen und uns die freundlichen Angestellten sofort eine Klimaanlage raus brachten! Unser Fehler, wer sitzt denn auch bei dem Klima freiwillig draußen ohne Aircondition?!

Wer in Kuala Lumpur am Flughafen ist und sehr günstig in Asien produzierte Ware kaufen möchte: es gibt eine grosse Shoppingmall „Mitsui Outlet Park“ mit kostenlosem Shuttle Bus vom Flughafen in wenigen Minuten zu erreichen. Sportschuhe von allen bekannten Anbietern für ein Bruchteil des Preises und was man sonst so alles kaufen kann.

Da Singapur grandios und superlativ aber auf Dauer zu teuer war und wir keine Lust hatten, wie ursprünglich geplant, zurück nach Malaysia zu reisen, kamen die Tipps von Vera und Jan, die in Singapur leben, genau richtig. So setzten wir also mit dem Highspeed Boat von Singapur in einer Stunde auf die Indonesische Insel Bintan über. Im Nordwesten der Insel fanden wir ein sehr schönes Resort mit Traumstrand und 32 Grad Wassertemperatur, zum planschen gut, zum schwimmen wirklich anstrengend. Erwähnenswert ist, dass ich für meinen Radkoffer erstmalig nicht zusätzlich bezahlen musste, hierfür Daumen hoch!

Verlässt man allerdings das Resort, wird man leider wieder an das kaum vorhandene Umweltbewusstsein der Menschen dort durch Plastikmüll am Traumstrand erinnert.

Die Preise für Food and drinks sind allerdings innerhalb des Nirwana Ressorts in etwa 10-15 Mal höher als außerhalb oder auf Bali. Das Resort zu verlassen ist jedoch kaum möglich, aufgrund der Größe und etwa eine Stunde Fährt zur nächst größeren Stadt. Für ein NasiGoreng werden anstatt 20.000 IDR mind. 180.000 IDR fällig. Letztendlich zählt die Unterstrichrechnung und die war mit der Unterkunft ok.

Allerdings scheint es in den asiatischen Ländern, dass Eigeninitiative nicht sonderlich gefordert wird. Jede noch so kleine Abweichung in der Routine vieler Menschen die wir getroffen haben, scheint zum Stillstand zu führen und es bewegt sich nichts mehr. Sowohl beim Personal im Hotel, im Restaurant, in Geschäften und sogar in Management Positionen konnten wir dieses ausgeprägte Verhalten erleben. Das hat demzufolge auch Auswirkungen auf die Flexibilität- die wir als oftmals nicht vorhanden empfunden haben. Malaysia bildete da die positive Ausnahme.

Aber auch das totale Gegenteil habe ich während der Reparatur meiner Carbonfelge auf Bintan erlebt. Ich brauchte einen besonders flachen 17er Maulschlüssel, um mal wieder das Lagerspiel einzustellen (ich hatte schon viele Ersatzteile und Werkzeug dabei, war aber irgendwann im Gewicht beschränkt). Als ich einer Bootswerkstatt am Strand den Vorschlag machte, kurzerhand einen vorhandenen Maulschlüssel mit der Flex zu bearbeiten, hat Harry (ein Einheimischer) sofort zugestimmt! Ebenfalls brauchte ich einen scharfen Seitenschneider, um Bremszüge zu wechseln. So etwas lässt sich eigentlich an jeder Ecke finden, nicht so auf Pulau Bintan. Bei einer langen Ausfahrt entdeckte ich dann eine Mopped Werkstatt und gemeinsam mit vier weiteren Leuten wurde fachmännisch beäugt, was ich mit dem Seitenschneider tat.

Unser Fazit zu den Ländern Malaysia, Thailand und Indonesien: Die asiatische Küche ist frisch und lecker und Streetfood unterscheidet sich in der Qualität nicht vom Essen in Restaurants, lediglich das Ambiente ist einfacher, authentisch und günstiger. Der Urwald wächst und lässt sich kaum bremsen, sicherlich auch durch das feuchte Klima begünstigt. Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit, leider bei weitem nicht so eigeninitiativ und flexibel, wie in unserer Kultur. Ein Smartphone hat Jeder und die gebeugte Smartphone-Kopfhaltung gibt es in Asien ebenso wie bei uns.

Während bei uns altbewährtes immer mehr durch modernes ersetzt wird, erlebten wir in diesen Ländern, dass oftmals die moderne Technik das vorhandene ergänzt und nicht ersetzt. In Asien kann man also auch mal den Ochsenkarren beim Transport von iPhones zusehen nicht selten auf der Autobahn neben einem aktuellen BMW. Bei uns undenkbar. Überhaupt spielt die Kultur der Menschen hier eine sehr wichtige Rolle, die täglich viel Zeit einnimmt. Das Verständnis für Umweltschutz ist jedoch leider noch nicht so ausgeprägt, wie bei uns. Immer noch verbrennen Familien in Dörfern abendlich Ihren Plastikmüll ohne sich deren gesundheitlichen Folgen bewusst zu sein. Und als Radfahrer von Bussen überholt zu werden füllt die Lunge mit sehr viel Russ.

Für mich ist mittlerweile eine erste Frage, in einem fremden Land oder auf einer Insel, was passiert mit dem Müll (gibt es Verbrennungsanlagen), wo fließt das Abwasser hin und kann man Leitungswasser trinken. Letzteres war tatsächlich in Malaysia, Singapur und Indonesien möglich, zur Sicherheit haben wir es dennoch abgekocht.

Von Starkregen und der beginnenden Monsunzeit habe ich jetzt mittlerweile auch die Socken nass. Kaum eine Radeinheit ohne Gewitter und Rückfahrt auf überfluteten Strassen, weil das Thema Kanalisation und Wasserablauf nicht wirklich gelöst ist.

Mit dem Weiterflug nach Australien wird es nun erneut spannend und schon die erste Begegnung mit diesem Land stellt einen riesen Kontrast dar. Dieser Kontinent ist gänzlich neu für uns und etwa 16.592 Kilometer von Bonn entfernt.

Am Sonntag ist dann schon Start beim Ironman 70.3 Asia-Pacific Championship in Sydney. Die Temperaturen sind mit 32 Grad ähnlich zu den letzten Wochen, jedoch durch die nierdriger Luftfeuchtigkeit fühle ich mich deutlich besser.

Dank Airbnb wohnen wir privat bei einer Dame und können das ganze Haus mit nutzen, eine willkommene Abwechslung zum Hotel und der Austausch hat etwas von früheren Sprachreisen.

Singapur Duathlon – 2. Gesamtplatz

Nachdem wir die malaysische Insel Penang mit einem Mietwagen verlassen und zwei Tage Zwischenstopp im ebenfalls Malaysischen Kampar eingelegt haben, ging es mit dem Flieger von Kuala Lunpur nach Singapur.

Nachts angekommen haben wir sogleich unsere vorab gebuchte Unterkunft „Lemon Grass“ wieder verlassen – die hygienischen Zustände waren in diesem Fall ähnlich nicht zu ertragen, wie damals in La Paz (Bolivien). Das nächste Hotel weit nach Mitternacht überzeugte total, wenngleich es unseren gesetzten finanziellen Rahmen sprengte. Nach der kurzen Nacht und dem dritten Mal Radaufbau ging es zum Startunterlagen holen auf die Strecke des Duathlon. In Singapur mit dem Zeitfahrrad ist auch tricky- im Stau durch die Mitte und auf dem Highway ganz links kommt man aber schneller voran als die Autos.

Es regnete mal wieder – aber bei 30 Grad ist das nie wirklich schlimm. Der Start zum Duathlon am nächsten Tag war allerdings wieder viel zu früh – vier Uhr aufstehen und um fünf im Dunkeln mit dem Rad durch Singapur auf dem Weg in die Wechselzone.

Start war um 6:30 an der East Coast in Singapur mit einem gigantischen Blick auf das Meer und die darin vor Anker liegenden Containerschiffe. Leider gab es bei diesem Rennen kein Elitefeld, so dass nach Altersklassen gruppiert wurde. Nachteil hierbei, keiner weiß, wer das Rennen anführt. Gisa rief mir aber nach dem 10 km Lauf die Zeit des ersten zu, so dass ich in etwa wusste, wen ich jagen muss und tatsächlich hab ich den auf der Radstrecke dann auch überholen können. Der Duathlon ging über die Distanz 10/36/5 km. Hatte ich vorab noch die vermeintlich langsamen Laufzeiten gesehen, war mir vor dem Start schon klar warum.

30 Grad Lufttemperatur morgens um 6:30 und ein Waschküchenklima haben eben auch andere Laufzeiten zur Folge. Mit etwa 40 Minuten !!! hatte ich die dritt schnellste Laufzeit und es fühlte sich an wie eine 34er Zeit. Der Radkurs auf dem sechs Kilometer langen Kurs, der sechs Mal zu fahren war, wurde zunehmend voller und am Ende dessen hatte ich die zweit schnellste Radzeit und keine Stimme mehr, so oft musste ich „keep left“ brüllen. Genug Stürze gab es wohl auch und ich wollte in keinen verwickelt werden. Jan, ein Bekannter der hier lebt und auch zum zuschauen gekommen war, hatte sich hier vor vier Jahren einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen, ich war also gewarnt. Auch wenn ich Linksverkehr jetzt schon bei vielen Rennen hatte, ist es immer wieder tricky mit Puls 180 auf der richtigen Seite zu überholen.

Auf den abschließenden Laufkurs fing das Unwetter dann mit heftigem Regen und Sturm an. Das war dann auch der Grund, dass die Siegerehrung wörtlich ins Wasser fiel.

Ziemlich happy über meinen Zweiten Gesamtplatz beim Singapur Duathlon in 2:02:24 Stunden war die Verschiebung der Siegerehrung durch das Unwetter aber der Wermutstropfen.

Man versicherte uns jedoch, die Preise nach Hause zu senden.

Singapur-Bonn ist ja auch nicht so weit entfernt :-).

Zeiten im Triathlon oder Duathlon sind ja eh nicht wirklich vergleichbar, trotzdem ist es immer wieder erstaunlich, welche Auswirkungen das Klima und die Umgebung auf die körperliche Leistung haben. Für mich ist das heiße und trockene Klima in Südafrika deutlich besser, als feucht und heiss hier in Asien.

Abschied von Singapur. Mit der Fähre haben wir gestern Kurs auf die vorgelagerte Insel Pulau Bintan genommen. Schöne Strände und gute Radstrecken versprechen eine gute Zeit und etwas Vorbereitung für das Rennen in zwei Wochen in Sydney. Heute Morgen begrüßte uns direkt ein circa 80 Centimeter langer Biawak, aus der Gattung der Warane. Mit seiner sehr langen Zunge war dieser auf Fischfang und eher nicht an uns interessiert.

Sixteen kilometers over the ocean

Wow, one of my fascinating  bike rides is over. I already had this dream crossing one of the longest bridges over the ocean with my bike but still unsure if this will happen. Before starting our journey I was looking for someone who did this ride over the second Penang Bridge „Sultan Abdul Halim Muadzam Shah Bridge“ which is 16 Kilometer long and connected Malaysia mainland with the Island of Penang over the ocean „street of Selatan“. I even was able to find one gps track of someone who did this with his bike. From that point it was setted in my head. But the last days Penang was hit by bad weather even with storm which causes big destruction and loss of human life. Today on our last day here I went out for a long ride and soon after two hours of riding I reached the bridge and went through and did it.

I am still flashed about this sensation, riding over the bridge, surrounded by the ocean. Ok, I wasn’t sure whether the police would stop me or not, and they actual did. After explaining… that this is really what I wanted to do, they even asking for some pictures with me, and stayed relaxed and advised me to drive back safely. That’s it.

In total it took a bit longer as expected and after 113 Kilometer I was back, with so many impressions. I mean that was a crazy ride – and would be a perfect course for hard training rides!

Beijing eine Stadt mit vielen Gesichtern

Wieder verschlug es mich nach Beijing diesmal mit Gisa und natürlich wieder zu unseren Freunden Susanna und Stephan. Die Hürden um dieses Land zu besuchen sind hoch, ein Visum zu bekommen ist mit enormen Aufwand verbunden und dazu auch noch sehr teuer. Es hat sich definitiv wieder gelohnt. Nach Thailand erwartete uns ein Temperaturabfall von zwanzig Grad. Mein Highlight war wieder, sich mit dem Fahrrad durch diese überfüllte Stadt zu bewegen. Zwar ist auf Pekings Straßen alles unterwegs, was mobil sein kann, jedoch bleibt das Chaos aus, auch Aggressionen sind nicht zu spüren. Im Gegensatz zu Deutschland fühlten wir uns hier auf der Straße sicherer, denn der Chinese ansich scheint nicht sonderlich auf sein Recht zu pochen, sondern ist lediglich an seinem Fortkommen interessiert.

Die chinesische Mauer stand natürlich auf dem Plan und auch wenn das Wetter wieder etwas trübe war, so ist dieses Bauwerk einfach grandios. Auch die chinesische Küche war spannend und die Suppen haben es uns besonders angetan, ebenso die Dumplin (gedünstete Teigtaschen). Neben verschiedenen Künstlervierteln haben wir uns auch den olympischen Tower angeschaut und waren auf 246 Meter Höhe, mit fantastischem Blick über die Stadt und die Smogwerte waren so niedrig, dass wir einen Fernblick auf die Berge hatten. Auch wenn die olympischen Spiele 2008 statt fanden, so ist der Tower erst vor zwei Jahren fertig geworden. Etwas spät, aber im Vergleich zu unserem Berliner Flughafen sind wir nicht schneller. Im Normalfall allerdings sind die Chinesen bei Ihren Projekten sehr schnell, einmal entschieden wird direkt umgesetzt, Strassen und unglaubliche Gebäude werden binnen kurzer fertiggestellt.

Mal eben vor die Tür und eine Runde laufen ist in Beijing nicht möglich, so waren wir froh, dass direkt in der Nähe der Chaoyang Park lag, ein riesen Park der durch eine Art roter Tartanstreifen durchzogen ist und wo sich jede Menge Läufer begegneten. Ich traf einen chinesischen Läufer der sich auf einen Marathon in der Nähe von Shanghai vorbereitete und zwar nach einem Trainingsplan von einem sehr schnellen Deutschen Läufer, Herbert Steffney.

Als wir China verliessen, war es mit 10 Grad schon recht kalt und wieder erwartete uns eine Temperaturdifferenz von zwanzig Grad.

Nun sind wir seit zwei Tagen auf der malaysischen Insel Penang. Das Meer hier heißt „Straße von Malakka“ und ist eine Meerenge in Südostasien zwischen der Malaiischen Halbinsel und der Nordostküste von Sumatra. Das Wasser hat mit über dreißig Grad Badewannentemperatur und beim ersten Schwimmen hatte ich direkt Kontakt mit einer Qualle, es brannte etwas eine Stunde am Arm, das war es glücklicherweise.

 Kanchanaburi Triathlon and more

First destination of our Offtime travel tour 2017 was Kanchanaburi in Thailand, which is around three hours drive to the west from Bangkok. Because of our large luggage including my triathlon bike case, it was better and cheaper to hire a car. Nissan Almera was perfekt for that amount of baggage.

Our Accomondation was straight beside the River Kwai, which became famous during the second world war in Asia and sadly  their building of its rail way costed hundred thousands of people’s live. Now it’s is called death rail way.

What’s nice in Thailand is the vegetation and for sure the street kitchen with its simple and yummy food! What’s impressive was the national mourning about the king‘s dead which happened one year ago. Everywhere we saw mourning symbols and huge pictures of the king. Also during the race briefing of the triathlon, we were invited to stand up and show respect for the king’s dead.

The clima in this region was tropical around 33 degree and humidity like on Big Island on Hawaii. It means, waking up in the morning and sweating without doing  anything.

The race, the Challenge Thailand Kanchanaburi half distance race with 1,9 k swim, 90 k bike with 1.400 metres in height and a hilly Halfmarathon with 400 meters took place at the Srinakarin Dam a big hydroelectric power generation.

Originally I wanted to race again the triathlon in China, as last year. Everything was organized but four weeks prior, Hefei had been canceled for political reasons. Spontanouesly I decided for a start in Thailand. To be honest, without checking every course detail before. While in Hefei in 2016 I finished in 4:20 hours, this time would be good to win that race in Kanchanaburi, that’s what I found out later.

I have never raced a harder middle distance before. Everything was hilly but the swimming :-). But even those conditions were similar to a good temperatured whirlpool. With around 30 degree the wetsuit was not allowed but this was clear before. Start was at six o’clock.

Once done with the swim, we climbed the longest staircase I have ever seen in a triathlon to T1, a very steep stairway with 72 steps to the top of the dam where the transition was located.

The bike course startet with a short downhill and a four kilometer long climb with the average of ten percent, which was the gear limit of my 11-23 cassette. Hills along the complete course and roads with elephant dung and warning signs for elephant crossing! But luckily they didn’t appear during the race.

Because of its turning point course we came back the same way with the same hills – and I finished my bike split in eighteenth position overall – but don’t ask for my legs…

By this time we had temperatures around 34 degree with humidity over 90 percent, which needs all the time to take care about hydration.

For all those are knowing me, I love hilly running, even it wasn’t so fast – but soon I found my rhythm and chased for positions. At kilometer 14 I caught the leader of my age group and tried to extend the distance.

The last lap of three was also the hottest and everyone’s job during running was to cool down his body. With sponges and lots of water it worked, even when plenty of water flooded my shoes, better getting a blister than loosing places.

I rarely was so happy to have reached the finish line, as overall place 13 and age group winner. That was secretly my goal and I am so happy always (ok, almost) set on my running performance. Gisa uses my bike split time for her run unit and before I went to the running course, she knew what me expected.

Next day started also very early with driving back to Bangkok with our rental car in 3,5 hours drive including the chaos traffic on the way to the airport. We reached the gate less than one hour before departure. Less sleep, less food, but in the aircraft. That was Thailand!

Now we arrived at our friends in Beijing, they are living there for eight years, and I had so much fun with them going around with the bicycles through Beijing last year, that this visit was definitely a must on our list. Temperatures are twenty degrees lower, no aircondition is needed and internet allowance is always a challenge.

Training läuft – Köln HM 2017

Ziemlich spontan war es mir wieder eine Ehre, für meinen Laufverein LAZ Puma Rhein-Sieg am Start zu stehen, diesmal beim Köln Halbmarathon.

Auch wenn der Start komplett aus einer 14 Stunden Triathlon Trainingswoche kam, bei dem ich in drei Wochen in Thailand starte. Mit 1:18:36 hatte ich keinen Anspruch eine Bombenzeit zu laufen, aber es war solide und passte zur Vorbereitung, da der Fokus zur Zeit klar auf dem Rad liegt. Platz 5 der AK etwas undankbar, da zu Platz 3 nur 30 Sekunden fehlte.

Sollte ich allerdings diese Zeit in Thailand bei der Mitteldistanz nach 90 Kilometern Rad laufen können, wäre ich ziemlich happy.

Laufen in Köln, Erlebnis garantiert. Hier bin ich vor fünfzehn Jahren meinen ersten Marathon gelaufen – und die Stimmung war und ist absolut Mega gut.

Jetzt sind es noch drei Wochen bis zur Challenge Kanchanaburi im 33°C mit 90% Luftfeuchtigkeit warmen Thailand.

Köln HM 2017

AusZeit 2017 – Ein großes Abenteuer

Viel Arbeiten, intensiv Leben und zwischendurch  Erfahrungen in fremden Kulturen sammeln, das ist unser Motto. Wir erwarten viel vom Leben und wollen uns täglich weiter entwickeln – menschlich und beruflich. Dafür ist das Mittel Reisen ist eine gute Gelegenheit, auch mal die eigene Komfortzone zu verlassen.

11 Wochen AusZeit-Reise ist ein großer Traum, den wir uns nun erfüllen und dafür sind wir sehr dankbar. Zurück nach Hause kommen wir dann hoffentlich mit vielen Ideen, neuen Freunden und noch mehr globalem Verständnis.

Die letzten Wochen vor diesem großen Abenteuer laufen nun auf Hochtouren. Es muss neben der Arbeit noch vieles organisiert werden.

Wir mussten nicht lange überlegen, um zu entscheiden, dass wir lieber wenige Länder bereisen, diese dafür intensiver erleben wollen. In den vergangenen Jahren haben wir schon vieles probiert – immer und alles selbst geplant und manches mal hatten wir so viele Länder in so kurzer Zeit durch, dass wir zum Schluss nicht mehr zuordnen konnten, was wir wo erlebt hatten.

Leben werden wir auf dieser Reise  überwiegend in privaten Unterkünften und Hostels, so sind wir noch näher an Menschen dran und können Kontakte knüpfen, zudem ist das einfach auch die günstigste Art und somit ein gutes Argument. Zwar ist die Privatsphäre in einem Hotel deutlich höher, aber auch die Abschottung zu den Menschen dort. Genau das Gegenteil erwarten wir auf dieser Reise, tolle Menschen, fremde Kulturen und andere Ansichten kennen und verstehen lernen.

Die Versuchung im Vorfeld dieser AusZeit-Reise möglichst alles im Vorfeld zu planen und zu organisieren liegt mir berufsbedingt natürlich nahe. Oft sind es aber gerade die Anzahl der Freiheitsgrade und die Spontanität, die für eine tolle Zeit sorgen. Also beschränken wir die Planungen rund um die Wettkämpfe in den verschiedenen Ländern und lassen den Rest frei.

Geplant sind insgesamt drei Rennen, zwei Mitteldistanz Triathlon Challenge Kanchanaburi, Thailand und  Australien Ironman 70.3 und der Singapur Duathlon . Noch vor wenigen Tagen war anstatt Thailand alles für China ausgerichtet, bis die chinesische Regierung aufgrund der Präsidentschaftsbestätigung das Rennen und viele weitere Veranstaltungen in China abgesagt hat. Diese Änderung hat natürlich grad viel Wirbel erzeugt und so haben wir kurzerhand einige Flüge verschoben, damit ich am eigentlich geplanten Renntag statt in China an der Startlinie in Thailand stehen kann. Danach geht es dann wie geplant nach China zu unseren Freunden um dann Malaysia und Australien zu erkunden.

Nach einer dreiwöchigen Saisonpause bin ich nun wieder seit knapp vier Wochen motiviert im Training. Als mein eigener Trainer, kann ich hier optimal auf die Saison aufbauen und sehr flexibel planen – es läuft gut an und sofern Radkoffer und der Rest an Ausrüstung überall heil ankommen, werde ich gut vorbereitet am Start stehen. Vor allem in Singapur beim Duathlon rechne ich mir gute Chancen im vorderen Feld aus.

Alle künftigen Reiseberichte werden von unterwegs auf Englisch geschrieben – um auch unseren ausländischen Freunde und Bekannten die Möglichkeit des Lesens zu geben.

Reiseplanung AUSZeit 2017
Mark Twain (1835-1910)

 

 

Vulkan Aufstieg in der Nacht

Mit Naturgewalten hatten wir auf unseren Reisen in den letzten Jahren schon oft in Kontakt. Wenn ich an den K42 Marathon in den Anden denke, bei dem wenige Tage zuvor in Argentinien ein Vulkan seine Asche ausgespuckt hatte, so dass wir durch Meterhohe Asche liefen oder das Erdbeben mit Stärke 8,6 auf der Richterskala, welches wir einsam im Zelt in Chile auf einem Berg erlebt haben und zwei Tage von der Zivilisation abgeschottet waren.
Dass es hier auf Bali aktive Vulkane gibt, hatte ich bereits gelesen – dass sich der höchste Vulkan Gunung Agung mit 3.142 Meter auch besteigen lässt, stand in meiner Saisonpause nicht auf dem Plan.

Nachdem ich vor Ort etwas intensiver darüber gelesen hatte, kam der Wunsch auf, dort oben zu stehen. Gesagt getan, hatte mir ein Einheimischer Freund von Gisa’s Tante, dessen Hotel „Sawah Indah Villa“ nur 40 Autominuten vom Einstieg auf den Berg liegt, einen Führer besorgt, der mit mir zum Sonnenaufgang oben sein wollte.

Das allerdings bedeutete für uns Beide, nachts um 1:30 Uhr aufzubrechen um die kalkulierten vier Stunden Aufstieg mit Stirnlampe durch die Nacht auf uns zu nehmen. Als wir losfuhren, regnete es in Strömen und da ich eh die empfohlene Ausrüstung nicht hatte, sondern nur meine Adidas Boost Strassenlaufschuhe (mit extra wenig Profil) wurde ich etwas unsicher, mich damit auf nassem Fels zu bewegen. Nachts kurz vor Start ändert man dann allerdings seine Entscheidung nicht mehr und so zogen wir los.

Glücklicherweise hörte es pünktlich am Fuße des Berges auf und nachdem Kadek, mein Guide, seine Opfergaben und ein Gebet für uns am Tempel zum Berg gesprochen hatte, liefen wir die ersten neunzig Minuten teilweise sehr steil durch den Dschungel. Kadek sprach sehr gut Englisch, was ein Glück, denn wir redeten die ganze Zeit und ich erfuhr sehr viel über das Leben und die balinesische Kultur.

Irgendwann endete die Baumgrenze und wir bewegten uns etwa eine Stunde überwiegend auf allen vieren auf dem Fels entlang Richtung oben. Währenddessen überholten wir drei kleine Gruppen, die eine Pause einlegten, die wir (natürlich) nicht brauchten.

Dadurch (allerdings) erreichten wir viel zu früh, bereits nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden den Gipfel und mussten nun noch mehr als eine Stunde auf den Sonnenaufgang warten. Zum Glück befolgte ich fast alle Tips und hatte ziemlich alles, was ich an Kleidung hatte, mitgenommen. Denn man kann sich schon vorher ausrechnen, dass bei einer normalen Temperaturabnahme von 0,8 Grad Celsius pro Hundert Meter, es auf 3.000 Meter mindestens 24 Grad kälter ist.

Oben standen wir direkt am Vulkankraterrand, von dem es dreihundert Meter aus in die Tiefe führte. Sehen konnte ich nur ein schwarzes Loch.

Kurz vor Sonnenaufgang erreichten auch die anderen drei Gruppen den Punkt und es bot sich uns ein grandioser Ausblick über den Wollen. Nur ein paar weitere Bergspitzen von über Dreitausendern waren zu sehen und ein brennender klarer Himmel.

Für diese fünfzehn Minuten hat sich der Schlafentzug definitiv gelohnt. Beim Abstieg sah ich dann, wo wir nachts herkamen und war echt erstaunt, mit meinen Lightweight Laufschuhen hier hoch gekommen zu sein. Der Weg nach unten führte dann noch durch die Wolken mit Regen und einigen Affen hindurch und mein Guide sagte mir, dass Er diese Tour noch nie so schnell gegangen wäre.

Beim Abstieg betete Kadek noch einmal und dankte Gott und der Natur für den sicheren Aufstieg und den Gaben der Natur.

Mein Fazit zum Gunung Agung:

– Nur für trittsichere und Geübte. Fehlende Kondition lässt sich durch Pausen kompensieren. Mindestens zwei Liter Wasser und ein paar Riegel/Bananen mitnehmen. Für das Warten auf dem Gipfel braucht man unbedingt ein paar normal warme Kleidung und eine Mütze, denn der Wind oben kann schnell auskühlen.

Stirnlampe vom Guide ist das wichtigste Hilfsmittel – ohne geht es nicht.

Die Tour mit Auf-/Abstieg komplett wird mit etwa neun Stunden angegeben, wir waren sechs unterwegs.
Für eine Viertel Stunde grandiosen Ausblick lohnt es sich – den Tag danach allerdings sollte man zum schlafen und ausruhen planen.

Bali – grünes Paradies 2017

Auszeit Teil 1

Lange bevor wir unsere knapp drei Monate Auszeit beschlossen haben, war bereits das indonesische Bali mit unseren Freunden geplant.
Da Gisa’s Familie ein großes, traumhaftes Anwesen mit Gästehaus auf Bali errichtet hat (was sich übrigens über VillaVastu mieten lässt) kamen wir in den Genuss hier her zu fliegen und endlich nach etwa 24 Stunden Anreise, von Tür zu Tür, standen wir am Eingang zum Paradies.

Ein wirkliches Paradies!  Einerseits die Tropische Insel im Indischen Ozean und dann die VillaVastu, die nach vedischer Bauweise von Gisa’s Tante selbst entworfen wurde (bedeutet u.a. die Ausrichtung der Gebäude und Räume nach kosmischen Prinzipien, zB das Bett und Gebäude in Nord/Süd Achse). Und der Clou war dieser tolle Pool der sich auch für ein paar Schwimmeinheiten eignet.

Die abwechslungsreiche Anbauphilosophie ist uns sehr fremd, hier wachsen auf einem Landstück Bananenbäume, Mandarinenbäume und direkt darunter die Chillipflanzen und gegenüber befinden sich die Reisterrassen.

Wir bewundern Bali und dessen religiöse Kultur. Bali wird nicht umsonst Insel der tausend Tempel genannt. Jeder Haushalt verfügt über seinen eigenen Tempel, so dass hier schätzungsweise 20.000 davon zu finden sind.

Bali hat zudem vier aktive Vulkane, dessen letzter Ausbruch erst 2009 war. Der höchste Berg ist der Gunung Agung mit 3.142m Höhe, brach zuletzt 1963 aus. Diesen Vulkan werde ich in den nächsten Tagen besteigen und zwar nachts und mit einem Führer, so dass ich morgens den Sonnenaufgang über die Insel erleben werde, sofern ich den wohl recht anspruchsvollen Aufstieg mit meinen Strassenlaufschuhen schaffen werde.

Bali gehört geologisch gesehen zu den aktivsten Gebieten auf der Erde. Die Insel befindet sich am großen Feuerring des Pazifiks und ist Teil einer Vulkaninselkette, die rund 3.500 Kilometer lang ist. Hier schiebt sich die Kontinentalplatte Australiens jährlich um sechs Zentimeter unter die Platte Eurasiens. Dank des Vulkanismus ist die Erde auf Bali sehr fruchtbar und etwa siebzig Prozent wird landwirtschaftlich genutzt. Daneben werden die Vulkane von den Balinesen verehrt.
So symbolisiert der Gunung Agung das Weltzentrum. Hunderte von Tempeln wurden zu Ehren der Vulkane errichtet. Den Dämonen der Vulkane auf Bali werden Opfergaben dargebracht.

An jeder Ecke und an den für uns unvorstellbarsten Orten werden die Opfergaben erbracht, zB lag morgens eine Opferschale auf unserem Gasherd und mitten auf der Straße oder auf einem Motorroller sieht man ebenfalls immer wieder welche.
Nachdem wir die ersten Tage von unserem Fahrer noch herumgefahren sind, entschieden wir uns für einen Mietwagen.

Die Schrottkarre würde zwar beim deutschen Tüv lange nicht mehr für den Straßenverkehr zugelassen werden, hier scheint es jedoch schon großes Glück überhaupt ein Auto zu haben.

Linksverkehr ist für uns auch nicht fremd, so dass wir lediglich mit den vielen Tausend Motorrädern zurecht kommen müssen, von denen viele auch bei Dunkelheit ohne Licht fahren. Also eine echte Herausforderung, denn auch Kleinkinder sieht man hier mit dem Moped herumfahren – nicht selten auch mal eines mit kompletter Küchenausstattung, zwei Meter breit auf dem Roller montiert. Auf den schmalen Straßen heißt es Hupen und ständiges Ausweichen, was hier nicht wie im „good old“ Germany zu Aggressionen führt. Die Verkehrsregeln, sofern es welche gibt, haben wir allerdings noch nicht verstanden und passen uns dementsprechend an und machen es den Einheimischen einfach nach.

Das Auto gibt uns aber die Flexibilität, spontan an einer Garküche zu halten und das reale Leben weit ab der Städte zu erkunden. Tempelbesuche gehören dazu und der obligatorische Sarong (ein Wickelrock) wird uns gegen Indonesische Rupiah geliehen und umgebunden.
Das Essen der Balinesen liegt uns sehr, Reis, frisches Obst, Gemüse und Sate Spieße stehen täglich auf der Karte und das Personal unsere Unterkunft bereitet uns die schmackhaftesten Gerichte zu.
Unglaublich lecker sind Die „young coconut“ die täglich aus dem eigenen Garten geerntet werden und etwa einen Liter leckeres und gesundes Kokoswasser enthalten. Zu Hause trinken wir das auch gerne und regelmäßig- hier direkt aus der Frucht ist natürlich unschlagbar.
Täglich lernen wir zwei Wörter balinesisch dazu – dafür vergessen wir eins wieder. Trotzdem kommen die freundlichen Versuche bei den Einheimischen gut an.
Das Klima im August ist wirklich sehr angenehm, mit etwa 28 Grad Celsius und 80% Luftfeuchtigkeit. Da unser Haus auf 480 m Höhe liegt, sind die Temperaturen nachts sehr angenehm.
Bali – bisher ein wirkliches Paradies!