Titel Deutscher Marathon-Mannschaftsmeister 2018

Was für ein Tag bei der DM in Düsseldorf – den Marathonmeisterschaften am 29.04.2018.

Mit unserer Mannschaft konnten wir zu dritt den Titel „Deutscher Marathon-Meister AK40/45“ für den LAZ Puma Rhein-Sieg souverän einfahren.

Zusammen mit Torsten Schneider und Dirk Breunung ging es am Morgen um 9 Uhr bei frischen und optimalen 10°C jedoch leider mit etwas Regen auf die Marathonstrecke. Mein Rennen lief bis KM 25 optimal, wobei ich keine Tempo-stabile Gruppe fand und somit ständig zu anderen Gruppen nach vorne aufschließen musste, das hat leider etwas mehr Körner gekostet. Das habe ich auf  den letzten 17 Kilometern ordentlich zu spüren bekommen und mich zäh an mein B-Ziel gehalten (A-Ziel war eine Zeit von 2:39, B-Ziel eine neue Bestzeit, C-Ziel vernünftig ankommen).

Mein Vorhaben, die zweite Hälfte schneller zu rennen, funktionierte somit schon mal nicht, aber es lief noch recht vernünftig, wenn auch schmerzvoll. Damit habe ich meine Bestzeit von 2007 um exakt zwei Minuten auf 2:42:13 Stunden verbessern können. Wobei ich die letzten sieben Jahre sämtliche Marathons ausschließlich im Triathlon Ironman gelaufen bin. Mit Platz 5 der AK kam ich nach Torsten Schneider ins Ziel und dicht hinter mir folgte Dirk Breunung, der unser Team somit komplettierte.

Mit der Summe unserer drei Marathons (8:06:58 Stunden) war uns der Deutsche Marathon Meister Titel in der Mannschaft AK40/45 sicher.

Damit ging mein Trainingskonzept zur Vorbereitung auf die DM Marathon bestehend aus: Triathlonspezifischen Radeinheiten gepaart mit Laufeinheiten (duchschnittlicher Wochenumfang von lediglich 67 km bei 11 Wochen Vorbereitung) auf, bei der reine Läufer meist deutlich über 100 km pro Woche laufen.

Mettmann Duathlon Platz 5

Mettmann Duathlon ist Pflicht und als Bonn’er musste ich mich dieses Jahr leider  gegen den zeitgleich stattfindenden Bonn Marathon vor der Haustür entscheiden.

Auf dem Weg zur Deutschen Marathon Meisterschaft in Düsseldorf, Ende April ist der Duathlon zwei Wochen vorher genau richtig platziert. Zwar regnete es bis kurz vor Start, was die selektive Radstrecke durch das Neandertal aber nicht wirklich beeinträchtigte. Denn auf dem Rad gibt es nur Vollgas und die Reifen kleben auch auf nasser Fahrbahn.

Angereist war ich nach meinem Zweiten Platz vom letzten Jahr mit Podiumsabsicht. Jedoch war das Teilnehmerfeld extrem stark und so ging ich nach den zehn Kilometern auf hügeliger Strecke nach 36:03 als siebter aufs Rad. Mit der schnellsten Lauf-Rad Wechselzeit konnte ich hier noch ein paar Sekunden gut machen. Das ist mir damals schon beim Ironman Schweiz gelungen (Overall). Wie viel Zeit sich mit schnellem Wechsel gewinnen lässt, ist vielen gar nicht bewusst.  Gleiches ist in der jeweiligen Disziplin nur mit langwierigem Training zu erreichen „wenn überhaupt möglich“ – eine reine Aufwand/Ertrag Kalkulation.

Auf dem Radkurs zeigte der spätere Sieger und Radprofi Ruben Zepuntke, dass man auf diesem Kurs einen knapp 41-er Schnitt in den Asphalt brennen kann und fuhr Streckenrekord. Die Strecke hat mit ca. 500 Hm auf 44 Km zwei kurze, aber knackige Anstiege. Leider gab es auch einen schweren Sturz in einer Abfahrt, zum Glück nicht schlimmeres passiert.

Auf den anschließenden fünf Kilometern ging es noch mal hart zur Sache und mit Platz 5 und AK Sieg kam ich dreißig Sekunden hinter meiner Zeit von 2017 ins Ziel (die letztes Jahr noch Platz 2 bedeutete).

Insgesamt eine runde Sache und der Laufschwerpunkt der letzten Monate hat sich nicht negativ auf die Radleistung ausgewirkt.

 

Platz 3 beim Königsforst Halbmarathon

Mit dem 3. Gesamtplatz bin ich absolut zufrieden. Nach den letzten Wochen Training mit vielen Wettkämpfen und langen Radeinheiten war es am Sonntag, 18.03.18 beim Königsforst HM ein anstrengender Akt. Die äußeren Bedingungen bei Schnee und teils glatten Stellen auf dem profilierten Rundkurs im Wald mit 259 Höhenmeter zogen auch die knapp 700 Teilnehmer des Halbmarathon an diesem ungemütlichen Tag an.

Von Beginn an war es für mich zäh in der Gruppe Anschluss zu halten und so lief ich mein eigenes Ding. Die letzten knapp sechs Kilometer latent bergan waren dann nochmal etwas zäh.

Mein etwas untypischer Trainings Mix aus Rad- und Laufkilometern für die deutschen Marathon Meisterschaften in Düsseldorf tragen langsam Früchte.

Siegerehrung Königsforst HM 2018

Sieg beim 16. Fliegerhorstlauf der Bw Köln

Nachdem die Saison 2017 durch die abschließenden Rennen in Asien und Australien bis November diesmal besonders lange andauerte, war die Pause danach wirklich notwendig, nicht nur für den Körper. Der Wiedereinstieg ins Training fiel dann aufgrund der Kälte besonders schwer, vor allem, da ich mich zu dem Zeitpunkt wunderbar auf Temperaturen um die Dreißig Grad mit 90% Luftfeuchtigkeit gewöhnt hatte.

Gelungen war unser Auftakt mit dem LAZ Puma Rhein-Sieg Team beim Crosslauf in Straberg und einem 15 Kilometer Lauf. Drei Tage nach einem der bedeutendsten 10 km Rennen „Rund um das Bayerkreuz“ in Deutschland stand ich zum zweiten Mal beim Fliegerhorst Lauf in Köln am Start. Die Belastung von zwei Rennen mit zwei Tagen Abstand war schon letztes Jahr ein sinnvoller Trainingsreiz.

Die Organisation von der Luftwaffe in Köln-Wahn mit der anschließenden Siegerehrung bei Kaffee&Kuchen ist vorbildlich und schön. Gelaufen wird außerhalb der Kaserne auf dem Truppenübungsplatz, dieses Jahr glücklicherweise ohne Regen und Kälte.

Diesmal konnte ich den Lauf gewinnen. Die zusätzliche Motivation wurde am Abend direkt für eine mehrstündige Rad ausfahrt mit den Jungs durch die dunkle Eifel eingesetzt, bei Regen. Neben der Vernunft darf der Spaß nicht zu kurz kommen.

Jetzt sind auch die Ziele für dieses Jahr gesetzt und erfordern straffes Training und Motivation. Auftakt ist erneut der Mettmann Duathlon. Zwei Wochen später dann die Deutschen Marathon Meisterschaften in Düsseldorf, für die wir ein sehr gutes Team am Start haben – das Podest ist unser Ziel.

 

 

 

 

 

Das waren drei Monate Weltreise

Insgesamt drei Monate Reise liegen jetzt hinter uns und das letzte Tasmanische Bier gab es in Sydney auf dem Flughafen.

Mit Indonesien, Thailand, China, Malaysia, Singapur und Australien sind es doch etwas mehr Länder geworden als ursprünglich geplant. Wie nach jeder Reise wissen wir unsere Heimat zu schätzen auch wenn es anderswo auf der Welt viel schönere Ecken gibt.

Auch sportlich gesehen lief es sehr gut und nachdem mein Rad nach insgesamt zwölf Flügen wieder heil angekommen ist, war es somit nun bis auf Südamerika auf allen Kontinenten unterwegs.

Mit jeder Menge positiven Erfahrungen, die wir gerne aus den fremden Kulturen und Ländern nach Deutschland mitnehmen, sind wir nach fast zwei Tagen Reise und einem Tag Stopover in Singapur wieder zu Hause angekommen.

Besonders meine Füße haben sich darüber gefreut, die gesamte Zeit barfuß  zu laufen. Noch nie hatte ich gefühlt eine eine so trainierte Fußmuskulatur. Das wird sich hoffentlich beim nächsten Trailrun auszahlen.

Einige Gebräuche in diesen Länder sind so sinnvoll, dass diese hoffentlich auch bald bei uns kommen werden.

Getränke und Speisen an diversen Flughäfen zu normalen Preisen bekommt man in all diesen Ländern. Im Gegensatz zu Europa, wo man gerne mal den doppelten Preis für einen Cappuccino zahlt und die Flasche Wasser vier Euro fünfzig kostet. Auch kostenloses Wasser am Flughafen in Form von Trinkstationen wahlweise heiß findet man an jeder Ecke.

In Australiens New South Wales und Sydney sind überall Wasserstationen aufgestellt, in jedem Restaurant und sogar an den Laufstrecken in den Parkanlagen gibt es Trinkstationen, über die man sich mit dem Mund beugt und so hygienisch und ohne Plastikbecher seinen Durst stillen kann.

Sogar bei der Aufführung im Sydney Opera House gab es diesen Service! Wir Bonner haben ja bereits unseren Wasserwagen und ein paar fest installierte Wasserspender für die Öffentlichkeit. Das darf sich bei unserer hervorragenden Trinkwasserqualität gerne noch ausweiten bis zum Bonn/Kölner Flughafen.

Auch die Hilfsbereit der Menschen in diesen Ländern ist grandios, ob in öffentlichen Einrichtungen oder auf dem Dorf, es wird oft Hilfe angeboten immer mit einem Lächeln. Das dürfen wir uns hier gerne als Vorbild nehmen.

Wobei uns Deutschen ein wirklich guter Ruf vor eilt. Sobald wir als Deutsche erkannt wurden, sind wir direkt mit Eigenschaften wie Perfektion, Pünktlich- und Verlässlichkeit konfrontiert worden. Sowie … die Tupperdose anscheinend zum Deutschen Kulturgut gehört.

Herausragend war auch hier wieder Australien, denn hier scheinen wir extrem beliebt zu sein. Vergleicht man die Größe unserer beiden Länder und die Entfernung von gut 16.000 Kilometer, ist es ein Wunder dass die Aussies uns überhaupt kennen und umso schöner, dass Sie uns mögen.

Vergleiche ich die Qualität von Food&Drinks zwischen unserem Land und Australien, legt der Aussie deutlich mehr Wert auf Herkunft der Produkte, seiner Kennzeichnung und deren Qualität. Eier werden grundsätzlich als Cage (Käfig) oder FreeRange (Freiland) gekennzeichnet und dem darf man im Gegensatz zu uns auch Glauben.

Nach fünf Wochen Australien mit überwiegend Selbstkochen haben wir die Straßenküchen in Asien doch schon sehr vermisst. Australien ist hier im Gegensatz schon sehr viel teurer. Mit Selbstversorgung kommt man aber in die Nähe unseres Preisgefüges. Natürlich durfte auch Känguru Fleisch nicht fehlen und das ist wirklich sehr zu empfehlen, ebenso wie die zahlreichen Meerestiere. Und beides ist preislich sogar günstiger.

Von dieser Reise haben wir sehr viel Erkenntnisse und positives mitgenommen und es wird sicher noch etwas dauern, alles zu verarbeiten. Im Vorfeld haben wir mit unglaublich vielen Leuten gesprochen und jeder der so eine Reise gemacht hat (die meisten sogar länger) hat und dazu geraten. Wir tun das hiermit auch. Den perfekten Moment gibt es dafür nicht, man muss es einfach machen, wenn und wann man es will.

East Coast Australia

After the triathlon race in november, we left our lovely Anne who kindly hosted us for the race. She was absolutely nice and I could even park my bike there for the next weeks. We headed south to St. George Basin witch is close to the beautiful Hyams Beach area. This accommodation was also a private one and offered as well a great BBQ grill. Of course we did a dolphin watching boat trip to Jervis bay and this was absolutely amazing, even when it was hard for the captain to find the dolphins which are living in that area. At the end he found some of them and they even swam with our boot. The boat trip company jervisbaywild.com.au we can fully recommend to everybody.

We did some nice hikes through different national parks and were able to watch wild animals like a black tiger snake crossing our path (one of the venomous snakes in Australia, an Echina (looks like a hedgehog with a really long nose, he was looking for that kind of big ants). And everything was looking really nature, wild and it seems to us that the environment here is intact.

Ok aside from the fact that everybody drives his big truck this is needfully more as in many other countries.

The food on the east coast is fresh and especially fish and beef is yummy – kangaroo meet is very tasty as well. Anyway sometimes we miss the street kitchen from Asia.

It’s all about food, isn’t it?

We spend a couple of days in Bermagui (The locales calls it Bermi) where our cabin was a stones throw from the beach away. And we were lucky to see the dolphins nearly every day. that was really amazing.

We did an amazing sea Kajak tour along the coastline with a really good guide and absolutely perfect material. This coast where we went along is at the highest level of preserve area, crystal clear water and beaches which have only excess from the water on.

Of course even in my sporty offseason it doesn’t work to pass a mountain trail without that feeling of going run. And so at Tilba Tilba we run that Jungle path through the pure rainforest to reach the summit of the Gulaga Mountain (elevation gain of 870 meter on 6 Kilometer) that was really fun and the day after we both felt full of muscle pain.

Having a coffee somewhere in Australia is very expensive with around 4-5 AUD – good that we already having our Mocha pot with us, this pot accompanies me since I am nineteen.

We also stayed in beach cabins, which is something between a tent and a house, very popular. Of course without WiFi connection. To check this out people daily run into the reception area to collect their emails. Funny thing how people becoming creative in case of „not being online“. We followed them…

Now we are staying at a nice lady over Airbnb right close to Bateman Haven and almost four weeks in Australia and still having two weeks left. Our last days are planned to stay in Sydney itself and we will celebrate Xmas with a friend together in Sydney, probably on the beach.

Australien Triathlon Championships – Hitze ohne Schatten

Mein Körper ist nach dem gestrigen Rennen immer noch weit über Normaltemperatur, jedenfalls gefühlt.

Gestern war mein letztes Rennen auf dieser Reise und für diese Saison. Dafür hatte ich mir die Ironman 70.3 Australian Championship ausgesucht. Auf der Regatta Strecke der olympischen Spiele von Sydney 2000 fand der Schwimmauftakt statt. Die 90 Kilometer Radkurs mit Blick auf die Blue Mountains und abschließend der Halbmarathon auf dem Olympiagelände.

Zwischen den Rennen in Thailand und Singapur Duathlon (die Beide richtig gut liefen) und gestern lagen einige Wochen und es war auch geplant, auf dieser Reise nur das notwendigste zu trainieren. Die Form verlor sich also stetig und das war auch gaplant ok so. Trotzdem ist es ernüchternd festzustellen, wenn die Tempohärte nach nur ein bis zwei Wochen gefühlt weg ist, lediglich die Ausdauer bleibt erhalten. Das muss einem mal bewusst sein, Form lässt sich eben nicht konservieren, sondern muss ständig genährt werden. Das konnte ich gestern auf den ersten dreißig Rad Kilometer mit fast 39 er Schnitt musterhaft erleben, bis mir klar wurde, die Form ist weg Junge!

Der gesamte Kurs inklusive Halbmarathonstrecke waren ohne einen Strich Schatten. Das Starterfeld war mit jeder Menge Olympia und WM Erfahrung besezt, zudem waren die Australier heiß darauf, bei dieser kontinentalen Meisterschaft vorne zu sein.

Natürlich habe ich alles gegeben und mit den viert schnellsten Halbmarathonzeit in der AK hat es trotzdem nicht fürs AK Podium gereicht. In 4:39:38 stunden kam ich ins Ziel. Das Erlebnis in Australien am Start zu sein und das letzte Rennen hier zu gestalten, war ganz gross für mich. Eine vordere Platzierung möchte ich aber auch nicht geschenkt haben, sonst verliert es an Wert.

Das Resümee der Rennen hier in Asien und Australien ist für mich mit zwei AK Siegen und einem zweiten Gesamtplatz mega gut und ich hab wieder jede Menge Erfahrungen gesammelt.

Glücklicherweise wohnen wir über Airbnb privat und haben richtig netten Anschluss gefunden, so dass ich mein Rad sogar für die nächsten Reisewochen hier lassen kann, das vereinfacht das Reisen enorm. Die Three Sisters hier in den Blue Mountains haben wir heute direkt in Angriff genommen und sind den Giant Stairway, ein Pass mit jeder Menge Stufen runter und wieder hoch gelaufen, auch mit müden Beinen möglich, aber nicht schnell.

In ein paar Tagen geht es mit dem Mietwagen Richtung Melbourne, mal sehen wie weit wir kommen wollen.

Die Aussie’s schneinen ziemlich entspannt zu sein. Etwas amerikanisch sieht es hier allerdings schon aus, big block cars, slang und jezt schon an jeder Ecke nen Weihnachtsmann im Fenster (bei 32 Grad!), die Geschäfte schliessen ab 17 Uhr und auch sonst hat hier keiner einen Vertrag mit hektischem Treiben. Das Essen ist wirklich gut und damit meine ich nicht die french bakerys hier. Ok die Preise sind wirklich viel höher als bei uns, für nen Kaffee, Bier oder Sonstiges Essen wird etwas das doppelte fällig. Wir hingegen haben eh mehr Spass am Kochen und schlendern gerne mal im Supermarkt oder auf dem Markt herum. Kakadus sind hier übrigens die Vögel der Region, an jeder Ecke weisse, laut schreiende Kakadus, aber fotoscheu.

Südostasien mit spontanem Abstecher

Der Veranstalter vom Singapur Duathlon hatte letzten Sonntag aufgrund des Unwetters die Siegerehrung ausfallen lassen. Sehr schade. Meinen 2. Gesamtplatz hätte ich gerne mit Siegerehrung abgeschlossen, passiert ja nicht so oft. Umso schöner, dass der Veranstalter extra zu uns an die Fährstation nach Singapur kam, um mir den Preis zu überreichen – Siegerehrung an der Fähre – warum nicht.

Den größten Teil der bisherigen Reise verbrachten wir in Malaysia. Die Menschen waren durchweg freundlich und hilfsbereit und die Natur bietet viel grün und eine Menge bunter Vögel und Insekten. Das Klima ist eher mit einer Waschküche zu vergleichen, über 95 Prozent Luftfeuchtigkeit und Temperaturen immer über 30 Grad.

Deshalb darf man sich in Malaysia auch nicht wundern, dass die Autos keine Heizung haben, das wird für den malayischen Markt nicht angeboten. Man kann lediglich die Klimaanlage abstellen.

Mietwagen gebucht, pünktlich angekommen, keiner da! Da harmonierte die Abholzeit halt nicht mit den Öffnungszeiten der Mietwagenstation. Das nimmt man nicht so genau und so müssen wir für unsere Transfers, Mietwagen und Co immer viel mehr Zeit kalkulieren. Aber das Klima rechtfertigt auch eine gemäßigte Arbeitsweise.

Zwar hatten wir bisher in Thailand und Malaysia jeweils immer mal wieder einen Mietwagen, aber manchesmal auch nicht. Die günstige Taxi Alternative nennt sich „Uber-Taxi“. Ähnlich einer Mitfahrgesellschaft, bei der man allerdings per App seinen Standort eingibt und dann ein Uber registrierter Fahrer den Auftrag annehmen kann. Jeder kann sich anmelden, als Fahrer und als Nutzer. Wir haben die Nutzer App und es funktioniert wirklich sehr gut und schnell findet sich irgendwer in der Nähe – auch wenn wir mit dem Radkoffer immer ein XL Uber Taxi brauchten.

Positiv für den Nutzer, der nicht mal mehr Bar bezahlen muss, denn die zuvor verbindliche Fahrt wird automatisch vin der Kreditkarte abgebucht. Der Car Sharing Gedanke deckt sich auch immer mehr mit der Generation von heute. Warum ein eigenes Auto, dass die meiste Zeit steht und wen es im Stau ist. Da fällt mir mein Auto ein, dass nur wenige Tausend Kilometer pro Jahr bewegt wird, trotzdem Vollkasko versichert ist und bei Abwesenheit extra mit einem passenden dreilagigen Baumwollüberzug bedeckt wird. Trotzdem würde ich mich nicht davon trennen. Im Alltag bewege ich lieber das Fahrad und nutze Alternativen. Schnell fahren lässt sich allenfalls noch nachts um drei auf der Autobahn. Daher verstehe ich die Generation Y, die sich solche Klötze nicht mehr ans Bein binden und flexibel sein wollen. Nach einigen Gesprächen mit den Fahrern denken wir darüber nach, dass die lokalen Taxifahrer durch Plattformen wie Uber viel weniger Aufträge haben. Weiterhin liegt anscheinend das Risiko bei Unfall etc. immer beim Fahrer. Uber stellt hier lediglich die Plattform und bekommt ein Viertel des Fahrpreises. Trotz der guten Erfahrungen stehen wir nicht wirklich hinter dem Uber Konzept. Verlassen kann man sich auch nicht auf Pünktlichkeit oder Laderaum, bei uns hat es dennoch meistens funktioniert.

Ähnlich verhält es sich mit der Unterkunftsbörse Airbnb, bei der sowohl Wohnungen, Appartements als auch homestays angeboten werden. Die Erfahrungen sind gemischt, es ist nicht unbedingt günstiger und die Unterkunft kann die Buchung jederzeit willkürlich stornieren, was uns leider auch passiert ist. Tolle Erfahrungen gab es aber auch mit privaten Unterkünften. In Penang (Malaysia) hatten wir ein ganzes Haus und die Eigentümerin hat uns sehr herzlich betreut. Die Einheimische Irene lebt sogar parallel im deutschen Wetzlar!

Für mich ist die Platform Booking.com immer noch meine häufigst genutzte. Durch die vielen Buchungen über die Jahre habe ich dort einen Status bekommen und erhalte bei vielen Hotels sehr gute Konditionen. Es ist schnell und unkompliziert und verlässlich! Selbst 2015 in der Atacama Wüste in einem Supermarkt habe ich spontan gesucht und gebucht.

Malaien haben wir als überaus freundlich kennengelernt, da wird an der Streetfood Bude auch mal auf Nachfrage die Konkurrenz ein paar Meter weiter empfohlen- bei uns eher nicht vorstellbar. Und wenn ich bei meinen Radausfahrten irgendwo nicht weiter wusste, irgendein Mopped oder Autofahrer kam immer und wollte helfen.

Kurios empfanden wir im malayischen Kampar, als wir als einzige Gäste im Kaffee draußen saßen und uns die freundlichen Angestellten sofort eine Klimaanlage raus brachten! Unser Fehler, wer sitzt denn auch bei dem Klima freiwillig draußen ohne Aircondition?!

Wer in Kuala Lumpur am Flughafen ist und sehr günstig in Asien produzierte Ware kaufen möchte: es gibt eine grosse Shoppingmall „Mitsui Outlet Park“ mit kostenlosem Shuttle Bus vom Flughafen in wenigen Minuten zu erreichen. Sportschuhe von allen bekannten Anbietern für ein Bruchteil des Preises und was man sonst so alles kaufen kann.

Da Singapur grandios und superlativ aber auf Dauer zu teuer war und wir keine Lust hatten, wie ursprünglich geplant, zurück nach Malaysia zu reisen, kamen die Tipps von Vera und Jan, die in Singapur leben, genau richtig. So setzten wir also mit dem Highspeed Boat von Singapur in einer Stunde auf die Indonesische Insel Bintan über. Im Nordwesten der Insel fanden wir ein sehr schönes Resort mit Traumstrand und 32 Grad Wassertemperatur, zum planschen gut, zum schwimmen wirklich anstrengend. Erwähnenswert ist, dass ich für meinen Radkoffer erstmalig nicht zusätzlich bezahlen musste, hierfür Daumen hoch!

Verlässt man allerdings das Resort, wird man leider wieder an das kaum vorhandene Umweltbewusstsein der Menschen dort durch Plastikmüll am Traumstrand erinnert.

Die Preise für Food and drinks sind allerdings innerhalb des Nirwana Ressorts in etwa 10-15 Mal höher als außerhalb oder auf Bali. Das Resort zu verlassen ist jedoch kaum möglich, aufgrund der Größe und etwa eine Stunde Fährt zur nächst größeren Stadt. Für ein NasiGoreng werden anstatt 20.000 IDR mind. 180.000 IDR fällig. Letztendlich zählt die Unterstrichrechnung und die war mit der Unterkunft ok.

Allerdings scheint es in den asiatischen Ländern, dass Eigeninitiative nicht sonderlich gefordert wird. Jede noch so kleine Abweichung in der Routine vieler Menschen die wir getroffen haben, scheint zum Stillstand zu führen und es bewegt sich nichts mehr. Sowohl beim Personal im Hotel, im Restaurant, in Geschäften und sogar in Management Positionen konnten wir dieses ausgeprägte Verhalten erleben. Das hat demzufolge auch Auswirkungen auf die Flexibilität- die wir als oftmals nicht vorhanden empfunden haben. Malaysia bildete da die positive Ausnahme.

Aber auch das totale Gegenteil habe ich während der Reparatur meiner Carbonfelge auf Bintan erlebt. Ich brauchte einen besonders flachen 17er Maulschlüssel, um mal wieder das Lagerspiel einzustellen (ich hatte schon viele Ersatzteile und Werkzeug dabei, war aber irgendwann im Gewicht beschränkt). Als ich einer Bootswerkstatt am Strand den Vorschlag machte, kurzerhand einen vorhandenen Maulschlüssel mit der Flex zu bearbeiten, hat Harry (ein Einheimischer) sofort zugestimmt! Ebenfalls brauchte ich einen scharfen Seitenschneider, um Bremszüge zu wechseln. So etwas lässt sich eigentlich an jeder Ecke finden, nicht so auf Pulau Bintan. Bei einer langen Ausfahrt entdeckte ich dann eine Mopped Werkstatt und gemeinsam mit vier weiteren Leuten wurde fachmännisch beäugt, was ich mit dem Seitenschneider tat.

Unser Fazit zu den Ländern Malaysia, Thailand und Indonesien: Die asiatische Küche ist frisch und lecker und Streetfood unterscheidet sich in der Qualität nicht vom Essen in Restaurants, lediglich das Ambiente ist einfacher, authentisch und günstiger. Der Urwald wächst und lässt sich kaum bremsen, sicherlich auch durch das feuchte Klima begünstigt. Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit, leider bei weitem nicht so eigeninitiativ und flexibel, wie in unserer Kultur. Ein Smartphone hat Jeder und die gebeugte Smartphone-Kopfhaltung gibt es in Asien ebenso wie bei uns.

Während bei uns altbewährtes immer mehr durch modernes ersetzt wird, erlebten wir in diesen Ländern, dass oftmals die moderne Technik das vorhandene ergänzt und nicht ersetzt. In Asien kann man also auch mal den Ochsenkarren beim Transport von iPhones zusehen nicht selten auf der Autobahn neben einem aktuellen BMW. Bei uns undenkbar. Überhaupt spielt die Kultur der Menschen hier eine sehr wichtige Rolle, die täglich viel Zeit einnimmt. Das Verständnis für Umweltschutz ist jedoch leider noch nicht so ausgeprägt, wie bei uns. Immer noch verbrennen Familien in Dörfern abendlich Ihren Plastikmüll ohne sich deren gesundheitlichen Folgen bewusst zu sein. Und als Radfahrer von Bussen überholt zu werden füllt die Lunge mit sehr viel Russ.

Für mich ist mittlerweile eine erste Frage, in einem fremden Land oder auf einer Insel, was passiert mit dem Müll (gibt es Verbrennungsanlagen), wo fließt das Abwasser hin und kann man Leitungswasser trinken. Letzteres war tatsächlich in Malaysia, Singapur und Indonesien möglich, zur Sicherheit haben wir es dennoch abgekocht.

Von Starkregen und der beginnenden Monsunzeit habe ich jetzt mittlerweile auch die Socken nass. Kaum eine Radeinheit ohne Gewitter und Rückfahrt auf überfluteten Strassen, weil das Thema Kanalisation und Wasserablauf nicht wirklich gelöst ist.

Mit dem Weiterflug nach Australien wird es nun erneut spannend und schon die erste Begegnung mit diesem Land stellt einen riesen Kontrast dar. Dieser Kontinent ist gänzlich neu für uns und etwa 16.592 Kilometer von Bonn entfernt.

Am Sonntag ist dann schon Start beim Ironman 70.3 Asia-Pacific Championship in Sydney. Die Temperaturen sind mit 32 Grad ähnlich zu den letzten Wochen, jedoch durch die nierdriger Luftfeuchtigkeit fühle ich mich deutlich besser.

Dank Airbnb wohnen wir privat bei einer Dame und können das ganze Haus mit nutzen, eine willkommene Abwechslung zum Hotel und der Austausch hat etwas von früheren Sprachreisen.

Singapur Duathlon – 2. Gesamtplatz

Nachdem wir die malaysische Insel Penang mit einem Mietwagen verlassen und zwei Tage Zwischenstopp im ebenfalls Malaysischen Kampar eingelegt haben, ging es mit dem Flieger von Kuala Lunpur nach Singapur.

Nachts angekommen haben wir sogleich unsere vorab gebuchte Unterkunft „Lemon Grass“ wieder verlassen – die hygienischen Zustände waren in diesem Fall ähnlich nicht zu ertragen, wie damals in La Paz (Bolivien). Das nächste Hotel weit nach Mitternacht überzeugte total, wenngleich es unseren gesetzten finanziellen Rahmen sprengte. Nach der kurzen Nacht und dem dritten Mal Radaufbau ging es zum Startunterlagen holen auf die Strecke des Duathlon. In Singapur mit dem Zeitfahrrad ist auch tricky- im Stau durch die Mitte und auf dem Highway ganz links kommt man aber schneller voran als die Autos.

Es regnete mal wieder – aber bei 30 Grad ist das nie wirklich schlimm. Der Start zum Duathlon am nächsten Tag war allerdings wieder viel zu früh – vier Uhr aufstehen und um fünf im Dunkeln mit dem Rad durch Singapur auf dem Weg in die Wechselzone.

Start war um 6:30 an der East Coast in Singapur mit einem gigantischen Blick auf das Meer und die darin vor Anker liegenden Containerschiffe. Leider gab es bei diesem Rennen kein Elitefeld, so dass nach Altersklassen gruppiert wurde. Nachteil hierbei, keiner weiß, wer das Rennen anführt. Gisa rief mir aber nach dem 10 km Lauf die Zeit des ersten zu, so dass ich in etwa wusste, wen ich jagen muss und tatsächlich hab ich den auf der Radstrecke dann auch überholen können. Der Duathlon ging über die Distanz 10/36/5 km. Hatte ich vorab noch die vermeintlich langsamen Laufzeiten gesehen, war mir vor dem Start schon klar warum.

30 Grad Lufttemperatur morgens um 6:30 und ein Waschküchenklima haben eben auch andere Laufzeiten zur Folge. Mit etwa 40 Minuten !!! hatte ich die dritt schnellste Laufzeit und es fühlte sich an wie eine 34er Zeit. Der Radkurs auf dem sechs Kilometer langen Kurs, der sechs Mal zu fahren war, wurde zunehmend voller und am Ende dessen hatte ich die zweit schnellste Radzeit und keine Stimme mehr, so oft musste ich „keep left“ brüllen. Genug Stürze gab es wohl auch und ich wollte in keinen verwickelt werden. Jan, ein Bekannter der hier lebt und auch zum zuschauen gekommen war, hatte sich hier vor vier Jahren einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen, ich war also gewarnt. Auch wenn ich Linksverkehr jetzt schon bei vielen Rennen hatte, ist es immer wieder tricky mit Puls 180 auf der richtigen Seite zu überholen.

Auf den abschließenden Laufkurs fing das Unwetter dann mit heftigem Regen und Sturm an. Das war dann auch der Grund, dass die Siegerehrung wörtlich ins Wasser fiel.

Ziemlich happy über meinen Zweiten Gesamtplatz beim Singapur Duathlon in 2:02:24 Stunden war die Verschiebung der Siegerehrung durch das Unwetter aber der Wermutstropfen.

Man versicherte uns jedoch, die Preise nach Hause zu senden.

Singapur-Bonn ist ja auch nicht so weit entfernt :-).

Zeiten im Triathlon oder Duathlon sind ja eh nicht wirklich vergleichbar, trotzdem ist es immer wieder erstaunlich, welche Auswirkungen das Klima und die Umgebung auf die körperliche Leistung haben. Für mich ist das heiße und trockene Klima in Südafrika deutlich besser, als feucht und heiss hier in Asien.

Abschied von Singapur. Mit der Fähre haben wir gestern Kurs auf die vorgelagerte Insel Pulau Bintan genommen. Schöne Strände und gute Radstrecken versprechen eine gute Zeit und etwas Vorbereitung für das Rennen in zwei Wochen in Sydney. Heute Morgen begrüßte uns direkt ein circa 80 Centimeter langer Biawak, aus der Gattung der Warane. Mit seiner sehr langen Zunge war dieser auf Fischfang und eher nicht an uns interessiert.

Sixteen kilometers over the ocean

Wow, one of my fascinating  bike rides is over. I already had this dream crossing one of the longest bridges over the ocean with my bike but still unsure if this will happen. Before starting our journey I was looking for someone who did this ride over the second Penang Bridge „Sultan Abdul Halim Muadzam Shah Bridge“ which is 16 Kilometer long and connected Malaysia mainland with the Island of Penang over the ocean „street of Selatan“. I even was able to find one gps track of someone who did this with his bike. From that point it was setted in my head. But the last days Penang was hit by bad weather even with storm which causes big destruction and loss of human life. Today on our last day here I went out for a long ride and soon after two hours of riding I reached the bridge and went through and did it.

I am still flashed about this sensation, riding over the bridge, surrounded by the ocean. Ok, I wasn’t sure whether the police would stop me or not, and they actual did. After explaining… that this is really what I wanted to do, they even asking for some pictures with me, and stayed relaxed and advised me to drive back safely. That’s it.

In total it took a bit longer as expected and after 113 Kilometer I was back, with so many impressions. I mean that was a crazy ride – and would be a perfect course for hard training rides!