Vierte Etappe – Platz 25, die Aufholjagd geht weiter!

Die gestrige Etappe hatte leider bereits Opfer zur Folge, so sind die letzten gestern nach knapp 11 Stunden ins Ziel gekommen. Nach der sehr harten Tour sind heute noch 299 Teams von 366 Teams an den Start getreten, der Rest ist ausgestiegen.

Die Erfahrungswerte dieses Rennens liegen bei einer Ausfallquote von einem Drittel.
Erschöpfung oder Verletzung eines Teampartners sind die Hauptursachen dafür, bei Ausfall, ist das Team aus der Wertung.

Umso wichtiger ist es, dass beide Partner sehr sensibel den Zustand des anderen beobachten, den anderen zwar antreiben, aber nicht überfordern. Bei uns funktioniert das sehr gut, ich achte darauf, dass Daniel genug und regelmäßig Nahrung zu sich nimmt, so dass Er sich voll auf die Strecke konzentrieren kann. Offene Ansagen über den eigenen Zustand sind gerade bei sehr steilen Passagen (die teils bis zu 45% Steigung aufweisen) wichtig, falsche Scheu oder Stolz, sich bei einen Abschnitt zu verausgaben, sind hier nicht angebracht. Es kommt nicht auf den schnellen, kurzen Erfolg an, sondern darauf, acht Tage lang eine mindestens gleichmäßige Leistung (besser, ansteigende) zu bringen.

Die heutige Strecke war von der Belastung ähnlich, wie gestern, jedoch von deutlich mehr Bergabpassagen geprägt. Und genau hier liegt unsere Schwäche, Bergauf überholen wir ständig, wie auch auf auf ebenen Schleppwegen, Bergab müssen wir leider oft passieren lassen.

Die Strecken sind so herrlich schön und atemberaubend, dass wir sehr oft einfach kurz stehenbleiben, um zu genießen, was neben dem Wettkampfgedanken absolut dazu gehört!
Auf den vielen Almen, Bergstationen und in den Dörfern herrscht eine super Stimmung und das Wetter bescherte uns heuer viel Sonnenschein und wolkenlosen Bergblick.

Im Zielbereich warteten bereits die vielen Liegestühle und reichlich gutes Essen auf uns. Vorab beschlagnahmten wir den Brunnen, um die heissgerannten Beine wieder auf Normaltemperatur zu bringen.
Das Material wir schon wahnsinns beansprucht, meine Schuhe sind nach den knapp 140 km scharfkantigen Felsstücken schon fast hinüber.

Heute lief es für uns sensationell gut und an jeder möglichen Stelle konnten wir Teams einholen, so dass wir im Tagesergebnis auf Rang 25 gelandet sind. Jeden Tag haben wir uns also deutlich verbessert und fühlen uns immer stärker. Das wird auch weiterhin unsere Taktik sein.

Wir bleiben nun zwei Tage in Scuol, in der Schweiz, denn morgen wird es hier einen Bergsprint geben, der auf 6 km 1000 Höhenmeter hoch führt. „Zum Vergleich“, der Malberglauf von vor ein paar Wochen hatte etwas mehr als ein Drittel an Höhenmetern.

Jetzt heißt es für heute, Wetter genießen und die müden Beine wieder herstellen.
Tag 6 ist vom Streckenverlauf genau auf uns zugeschnitten, so dass wir dann einen ordentlichen Angriff nach vorne vornehmen werden!
Keep on running!

Etappe 4
Etappe 4

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