Achte Etappe – Ziel in Latsch (I) erreicht!

Es ist geschafft, vollbracht und beendet, nach 270 km und 31.000 Höhenmeter (auf,ab) sind wir nun in Latsch (Laces, Italien) angekommen. Wir haben die Alpen per Laufschritt überquert, jeden Tag die Belastung mindestens eines Marathons, manchmal auch Ultra’s gehabt und dabei viele schöne, sowie auch schmerzvolle Momente erlebt.

Trotz Daniel’s zusätzlicher Erkältung haben wir uns heute Morgen auf die letzten 42 Kilometer begeben, die es „wie immer“ in Sich hatten. 2100 Hm gesamter Aufstieg, über das 3119m hohe Madritschjoch und insgesamt einen Abstieg von 3100Hm, der „auch wie immer“ steil, alpin und schwierig war. Nach 6:12 Stunden erreichten wir heute das Ziel.

Insgesamt platzierten wir uns damit in den 8 Tagen auf Rang 33 und benötigten für die Strecke 38:23:25 Stunden.

Der vier Kilometer lange Zieleinlauf führte inmitten durch riesige Apfelplantagen; rechts die grünen, links die roten Äpfel, alle Erntereif, ein herrlicher Anblick.

Einen Laufwettkampf dieser Länge im Team zu zweit bestreiten, war neu für mich und es ist nicht immer einfach, Rücksicht zu nehmen, wenn es an die eigenen körperlichen Grenzen geht. Eine Erfahrung war es Wert, zumal ich ursprünglich als der schwächere Teampartner an den Start ging, jedoch dann gezwungen war, die andere Rolle zu übernehmen. Das war zwar körperlich der angenehmere Part, mental allerdings nicht immer einfach.

Die Teams schenkten sich keine Minute und jede Schwäche wurde gnadenlos genutzt, um die Platzierung zu beeinflussen. In den vorderen Reihen hatten wir allerdings kein Mitspracherecht. Das sind Berglaufprofis, die sich in einer anderen Welt befinden. Dahinter wurde jedoch ordentlich gekämpft.

Heute Abend wird es im feierlichen Rahmen das verdiente Finishershirt und die Medaille geben und danach eine ordentliche Party.

Die Shirts sind anscheinend so begehrt, dass die übrigen in den Schredder kommen, damit wirklich nur diejenigen es erhalten, die dieses Rennen komplett beendet haben.

Danke an dieser Stelle nochmal an Gore-Tex für den Startplatz und Laufsport Bunert in Köln für die Ausrüstung sowie der kompletten Betreuung 2013 – und allen Blog-Verfolgern fürs Daumen drücken!

Der Espresso schmeckt unter der Sonne Italien’s und diesem Bergpanorama am Besten.

Presse: General-Anzeiger, 20.09.2013: http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/rhein-sieg-kreis/koenigswinter/Auf-allen-vieren-ueber-den-Pass-article1151540.html?&i=0

Transalpine Run 2013 - im Ziel nach 270 km
Transalpine Run 2013 – im Ziel nach 270 km

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Etappe 8
Etappe 8

Siebte Etappe – 45 km mit vielen Steigungen

Die heutige Etappe hatte einige Hindernisse aufzuweisen, erst einmal verliefen die ersten 20 km jedoch relativ flach. Danach ging es sehr steil in den Berg bevor es dann den hochalpinen Klettersteig zu Scharte hoch führte. Dieser Weg hatte es wirklich in sich, denn auf dem 7 km langen Steilstück mussten 1600 Hm überwunden werden. Meinem Teampartner Daniel hat nun leider auch noch eine Erkältung erwischt, die über Nacht schlimmer geworden ist.

Dementsprechend war es für Ihn eine sehr schwere Tour und wir mussten viele andere Teams an uns vorbei ziehen lassen. Es ging beim besten Willen nicht aber Er hat sich trotzdem tapfer geschlagen und wir haben den heutigen 45 km langen Berglauf mit 2400hm(+) nach 6:34 Stunden in Sulden (Italien) als 44. Team beenden können.
Weit hinter unserem heutigen Ziel, aber unter den gesundheitlichen Umständen war es nicht anders möglich. Daniel ist ein Kämpfer.
Eigentlich bin ich schon darauf eingestellt, Daniel für morgen aus dem Rennen zu nehmen, denn eins ist sicher, Gesundheit geht vor und ich bin für meinen Teampartner verantwortlich.
Sich im Wettkampf zu quälen und zu beißen ist normal, jedoch die Gesundheit zu riskieren gehört bestraft. Wir warten nun ab, wie es Ihm morgen geht und entscheiden dann. Die morgige Schlussetappe wird nämlich nochmals richtig hart, wieder über 40 km und diesmal überqueren wir einen 3100m hohen Pass. Bei diesen schmalen Klettersteigen ist es absolut wichtig, dass alle Sinne funktionieren, vor allem wenn an diesen Stellen noch gelaufen wird.

Landschaftlich gehörte die heutige Etappe zu den schönsten der Alpenüberquerung, massive Felswände, teils im Nebel eingehüllt hatten schon etwas mystisches.

Auf einem schmalen Steig hatte ich eine Begegnung mit einem weißen und schwarzen Schaf, mit dem ich ein kurzes Fotoshooting gemacht habe, Ihm schien es in meinem Arm zu gefallen :-), wir hatten danach schon arg Probleme, aneinander
Vorbei zu kommen, denn links ging es hoch und rechts steil runter.

Tolle Ausblicke und nette Italiener, die wieder in jedem Dorf für riesen Stimmung sorgten.
Soweit für heute – Daumen drücken für Daniel, damit wir keinen Plan B brauchen!

Anbei ein paar Impressionen von der heutigen Tour.

Etappe 7
Etappe 7

Sechste Etappe – Italien erreicht

Nach sechs Tagen, haben wir nun St.Valentin in Italien erreicht. Die heutige Etappe hatte 38 km und tatsächlich gab es die ersten fünf Kilometer eine schnelle Waldstrecke, auf der wir endlich mal wieder schnell laufen konnten.
Nach 20 Minuten führten wir den Startblock B an und schlugen uns auf dem Weg durch die Uina Schlucht nach oben, in dessen kahle Felswand ein Weg nach oben eingeschlagen wurde. Sehr spektakulär und absolut schön!
Diese Strecke kannte ich bereits vom letzten Jahr.

Über den Schlingpass ging es dann noch auf der Gebirgskette über den Schafberg, bevor es dann fast 1000 Hm ins Ziel führte.
Nach 4:05 Stunden platzierten wir uns wieder weiter vorne und liegen nun nach den ersten Meldungen auf Gesamtrang 29.

Nach meiner Nachbereitung ließ ich mir dann einen leckeren italienischen Espresso in der Nachmittagssonne schmecken. Schließlich sollte es auch mal Urlaubscharakter haben.
Zum Abendessen werden wir mit der Bergbahn auf den Berg fahren und bei schonstem Bergpanorama die leeren Speicher auffüllen.

Nun liegen noch zwei Tage mit zwei Bergmarathons, insgesamt 82 km und 4200 Hm Aufstieg sowie 5000 Hm Abstieg vor uns, bevor wir auf dem Marktplatz von Latsch das italienische Eis genießen werden.

Es ist immer wieder unglaublich, was der Körper für Belastungen verträgt und tatsächlich fühlen wir uns noch sehr fit.

5 km Sprint bis zum Berg
5 km Sprint bis zum Berg

Felsenweg "Val d’Uina" im Unterengadin

 

Etappe 6
Etappe 6

Fünfte Etappe – Platz 12 beim Bergsprint

Heute war unglaublich, der Start zum Bergsprint erfolgte in umgekehrter Gesamtplatzierung, d.h. die schnellsten starteten zum Schluss als Jagdrennen. Von anfänglich 366 Teams traten heute noch 288 Teams an den Start.
Daniel und ich einigten uns darauf, dass jeder sein Tempo läuft. Die Strecke führte von Scuol nach Motta Naluns – von 1194m auf 2130m und einer Länge von 6,3km mit 947 Hm.

Von Beginn an war Überholen angesagt, wobei einige Passagen absolut nicht laufbar waren, weil zu steil. Immer wieder ein Mix aus Rennen und die steilen Hänge irgendwie schnellstmöglich hoch kommen, das ganze im traumhaften Bergpanorama, für das mir allerdings heute der Blick fehlte.
Die Etappe heute war meine Disziplin und so kam ich nach 48:27 Minuten im Ziel an und habe tatsächlich nur wenige schwarze Flecken in meinem Blickfeld gehabt (das war beim letzten Berglauf anders, da sah ich zum Schluss nur noch Sterne). Daniel erreichte nach sehr guten 51:03 Minuten die Bergstation, so dass wir in der Tageswertung auf Platz 12 einliefen. Für die Tageswertung heute zählte unsere Gesamtzeit, für die Gesamtwertung zählt die langsamere Zielzeit.

Unsere Freude war unglaublich, jeden Tag massiv verbessert sind wir wieder ein Stück weiter nach vorne gekommen und haben unseren Kumpels vom Team Salomon (Moritz und Stefan, die vor uns liegen) den heutigen Sieg abgenommen.

Nun heißt es langsam, taktieren und auf die Endplatzierungen schielen, denn in unmittelbarer Nähe vor uns befindet sich ein spanisches Team, dass wir auf der morgigen Etappe, bzw. Spätestens am Tag Sieben einholen wollen.

Für heute sind wir durch und genießen das Schweizer Bergwetter.
Bergsprint nach vier Tagen Vorbelastung war ein richtiger Spass, mit Durschschnittspuls von 190 bpm.

Etappe 5
Etappe 5

Vierte Etappe – Platz 25, die Aufholjagd geht weiter!

Die gestrige Etappe hatte leider bereits Opfer zur Folge, so sind die letzten gestern nach knapp 11 Stunden ins Ziel gekommen. Nach der sehr harten Tour sind heute noch 299 Teams von 366 Teams an den Start getreten, der Rest ist ausgestiegen.

Die Erfahrungswerte dieses Rennens liegen bei einer Ausfallquote von einem Drittel.
Erschöpfung oder Verletzung eines Teampartners sind die Hauptursachen dafür, bei Ausfall, ist das Team aus der Wertung.

Umso wichtiger ist es, dass beide Partner sehr sensibel den Zustand des anderen beobachten, den anderen zwar antreiben, aber nicht überfordern. Bei uns funktioniert das sehr gut, ich achte darauf, dass Daniel genug und regelmäßig Nahrung zu sich nimmt, so dass Er sich voll auf die Strecke konzentrieren kann. Offene Ansagen über den eigenen Zustand sind gerade bei sehr steilen Passagen (die teils bis zu 45% Steigung aufweisen) wichtig, falsche Scheu oder Stolz, sich bei einen Abschnitt zu verausgaben, sind hier nicht angebracht. Es kommt nicht auf den schnellen, kurzen Erfolg an, sondern darauf, acht Tage lang eine mindestens gleichmäßige Leistung (besser, ansteigende) zu bringen.

Die heutige Strecke war von der Belastung ähnlich, wie gestern, jedoch von deutlich mehr Bergabpassagen geprägt. Und genau hier liegt unsere Schwäche, Bergauf überholen wir ständig, wie auch auf auf ebenen Schleppwegen, Bergab müssen wir leider oft passieren lassen.

Die Strecken sind so herrlich schön und atemberaubend, dass wir sehr oft einfach kurz stehenbleiben, um zu genießen, was neben dem Wettkampfgedanken absolut dazu gehört!
Auf den vielen Almen, Bergstationen und in den Dörfern herrscht eine super Stimmung und das Wetter bescherte uns heuer viel Sonnenschein und wolkenlosen Bergblick.

Im Zielbereich warteten bereits die vielen Liegestühle und reichlich gutes Essen auf uns. Vorab beschlagnahmten wir den Brunnen, um die heissgerannten Beine wieder auf Normaltemperatur zu bringen.
Das Material wir schon wahnsinns beansprucht, meine Schuhe sind nach den knapp 140 km scharfkantigen Felsstücken schon fast hinüber.

Heute lief es für uns sensationell gut und an jeder möglichen Stelle konnten wir Teams einholen, so dass wir im Tagesergebnis auf Rang 25 gelandet sind. Jeden Tag haben wir uns also deutlich verbessert und fühlen uns immer stärker. Das wird auch weiterhin unsere Taktik sein.

Wir bleiben nun zwei Tage in Scuol, in der Schweiz, denn morgen wird es hier einen Bergsprint geben, der auf 6 km 1000 Höhenmeter hoch führt. „Zum Vergleich“, der Malberglauf von vor ein paar Wochen hatte etwas mehr als ein Drittel an Höhenmetern.

Jetzt heißt es für heute, Wetter genießen und die müden Beine wieder herstellen.
Tag 6 ist vom Streckenverlauf genau auf uns zugeschnitten, so dass wir dann einen ordentlichen Angriff nach vorne vornehmen werden!
Keep on running!

Etappe 4
Etappe 4

Dritte Etappe – über schneebedeckte Klettersteige

Tag 3 ist geschafft! Die heutige Tour war ein Meilenstein dieser Alpenüberquerung. 39 km mit 3000 Hm im Aufstieg und fast genau so viel im Abstieg zeigen jedem Team, wo es steht und wie weit die Kräfte nach drei Tagen schon angekratzt sind.

Der Lauf begann direkt heute Morgen um 7 Uhr mit dem Aufstieg zur 2768m hohen Doppelseescharte, die wir nach knapp 3,5 Stunden erreicht haben. Der Weg dorthin allerdings führte über schneebedeckte Felshänge, die so glatt und kalt waren, dass der Veranstalter morgens extra auf die alpinen Schwierigkeiten hingewiesen hatte.
Über die Scharte hinweg ging es dann direkt 1400 Höhenmeter runter nach Ischgl, damit es danach sofort wieder auf 2730m (Viderjoch) aufi ging. Dieser Anstieg war wiederum hochalpin und nur im Gewaltmarsch zu schaffen, laufen war nur Stellenweise möglich. Daniel war fit und so konnten wir bergauf ordentlich Plätze aufholen, wobei wir immer mal wieder bergab Platzierungen verloren haben. Die Bergheimischen können halt bergab wie die Gemsen laufen.
Das Höhenprofil habe ich heute mal extra eingestellt. Wobei nicht die Höhenmeter die Schwierigkeit, sondern die Klettersteige als hart zu bewerten sind.

Auf den letzten fünf Kilometern waren wir richtig motiviert und konnten bergab noch einige Teams überholen und liefen dann Vollgas nach 6:12 Stunden ins Ziel in Samnaun in der Schweiz ein.

Wir haben uns weiter vorgearbeitet und sind heute mit Platz 32 eingelaufen, so dass wir uns nun jeden Tag ordentlich gesteigert haben. Momentan befinden wir uns auf Gesamtplatz 33.
Sollte unser Plan aufgehen, werden wir jeden Tag weiter nach Vorne kommen. Von den 366 Teams sind schon über 30 Teams ausgestiegen, heute noch nicht eingerechnet.
Heute Abend findet die Pasta Party auf der Bergstation statt, die wir dann nachher mit der Seilbahn erreichen werden!

Die Stimmung ist sehr gut und im Ziel gibt es immer reichlich zu essen, das gepaart mit Liegestühlen und guter Musik lässt direkt eine loungige Atmosphäre aufkommen.

Morgen stehen 37 km mit 2000Hm Aufstieg und 2700Hm Abstieg an!

Etappe 3
Etappe 3

Zweite Etappe – aufgeholt

Tag 2! Motiviert ging es heute um 6h zum Frühstück, Daniel fühlte sich zwar nicht wirklich besser, obwohl ich Ihn gestern massiert und dabei versucht habe, meinen gesamten physiotherapeutischen Erfahrungsschatz der letzten 9 Jahre als Dauergast bei Massage Soyka in Bonn (Danke Sibylle) umzusetzen, jedoch ist unser Wille stark, diese Tour zusammen zu beenden!

Pünktlich um 8 Uhr erfolgte der Start, leider bei kühlen Temperaturen und Nieselregen, jedoch mit einer grandiosen Stimmung und „highway to hell“ unserem Motto der Tour, aus allen Lautsprechern. Durch unsere gestrige Platzierung 42 mussten wir aus dem Block „B“ heraus starten, platzierten uns jedoch nicht in der ersten Reihe. Das stellte sich wenige Meter später als Fehler heraus. Vom Start weg führte es direkt auf 4,8km Strecke 900 Höhenmeter steil auf den Rüfikopf herauf. Bei Regen war diese Passage kaum zu gehen, so dass sich ein Rückstau bildete, der uns erstmal blockierte. Oben angekommen ging es dann über den 2430m hohen Erlijoch, der jedoch komplett im Nieselnebel versunken war. Daniel fühlte sich heute wesentlich besser und ständig versorgte ich Ihn mit Riegeln und Essen, denn auf der gestrigen Etappe hatten wir auch zu wenig Energie aufgenommen.
Die heutige Tour fällt in die Kategorie Hochalpin, mehrmals ging es auf allen vieren die rutschigen, steilen Felsabschnitte hoch, die teils mit Seilen gesichert waren. Wir kamen sehr gut voran und an den insgesamt drei Verpflegungsstationen gab es bergtypisch nicht nur Sportlernahrung, sondern auch herzhafte Kost, die bei den Temperaturen für uns sehr willkommen war.

Meinen gebrochenen Carbonstock, den ich gestern notdürftig geflickt hatte, leistete mir aber trotzdem gute Dienste auf den letzten 1300 Höhenmetern Abstieg (auf 9km).

Auch unsere von Gore-Text gesponserte Komplettausrüstung von Laufsport Bunert in Köln erweist sich als absolutes Topmaterial. Wenige Kleidungsstücke decken dabei sämtliche Wetterzustände ab. Das ist für uns absolut wichtig und daher auch erwähnenswert!

Das heutige Ziel in St.Anton haben wir dann nach 4:26 Stunden und Platz 36 erreicht und konnten uns zu gestern um 6 Plätze verbessern. Daniel ist sehr gut gelaufen und fühlt sich deutlich besser, so dass wir uns hoffentlich täglich steigern und nach vorne vorarbeiten können. Muskulär ist alles in Ordnung, aber wir haben auch erst Tag 2 von 8!
Morgen wird es härter, 39 km mit knapp 3000 Hm Aufstieg und 2400Hm Abstieg stehen an, bei hoffentlich besserem Wetter.

Jetzt heißt es gleich ausruhen, Essen, Vorbereitung auf Morgen. Um 7 Uhr fällt der Startschuss.

2. Etappe
2. Etappe

Erste Etappe geschafft – trotz Verletzung

Das Rennen hat begonnen, die Erste Etappe ist geschafft, Start erfolgte pünktlich um 10 Uhr mit 366 Teams in Oberstdorf. Über die Fidererscharte, ging es direkt ordentlich Hochalpin zur Sache, heute waren nicht nur die Abstiege eine Herausforderung, sondern leider auch die langwierige Verletzung von Daniel hat uns eingeholt und ordentlich an uns gezerrt.

Über Klettersteige mit Sicherung und diversen Aluleitern gab es für die Strapazen dann aber wahnsinns schöne Aussichten. Daniel, der normalerweise der stärkere Läufer von uns ist und mit seiner Marathonbestzeit von 2:31 und als Berglaufspezialist weit vorne steht, darüberhinaus schon mehrmals die Alpen via Laufen oder MTB überquert hat, plagen leider noch seine Verletzungserscheinungen vom Frühjahr, die in den letzten Wochen kaum noch spürbar waren.

Nach 35 km und 2280 Hm Aufstieg, 1500 Hm Abstieg haben wir dann das Ziel nach 5:05 Stunden und Platz 42 erreicht und unsere Flagge „highway To Hell“ ins Ziel getragen. Das war ‚a moarts Gaudi‘! Im Ziel begrüßte uns dann schon unser Kumpel Moritz auf der Heide, der mit Platz 11 sichtlich zufrieden war.

Allerdings ist das ein Teamwettkampf und das bedeutet, dass nur das Team zusammen gewertet wird. Wir hoffen fest, dass es während den folgenden Tagen besser wird.
Daniel hat unglaublich stark gekämpft heute, ich nehme an, dass viele hier schon aufgegeben hätten!

Jetzt genießen wir den Feierabend und den Bergblick und freuen uns auf die zweite Etappe.

1. Etappe
1. Etappe

Die letzten Tage vor dem Transalpine-Run

die letzten Tage vor dem 261,3 km langen und mit 15.879 Höhenmeter im Aufstieg vor uns liegendem Transalpine-Run haben begonnen. Das Training ist abgeschlossen und seit meinem Triathlon-Saisonabschluss vor 5 Wochen bin ich ca. 530 km gelaufen, etwas Rad gefahren und habe viele Krafteinheiten hinter mich gebracht. Ich fühle mich sehr gut vorbereitet.

Mein Teampartner, Daniel Weiser und ich können es nun nicht mehr erwarten, gehen aber auch mit großem Respekt in das Rennen.

Startschuss zur 8-tägigen Alpen-Überquerung wird am Samstag, 31.08.2013 in Oberstdorf um 10:00 Uhr sein.

Wer die Ergebnisse unseres Gore Tex / Bunert Team auf der Tour verfolgen möchte, kann unter:  http://www.transalpine-run.com/RENNEN/ERGEBNISSE.aspx

die Etappenergebnisse -täglich- einsehen. Wir gehen mit Start-Nr: 27 ins Rennen. Insgesamt starten 366 Team’s.

Wir werden versuchen (sofern die Kraft und das Mobilfunknetz es hergeben), Euch täglich mit Infos und Fotos über das Rennen zu versorgen.

DIE ETAPPEN

  • Oberstdorf (GER) – Lech a. Arlberg (AUT)
  • Lech am Arlberg (AUT) – St. Anton a. Arlberg (AUT)
  • St. Anton a. Arlberg (AUT) – Samnaun (CH)  
  • Samnaun (CH) – Scuol (CH)
  • Scuol (CH) – Bergsprint
  • Scuol (CH) – St. Valentin a. Reschenpass (ITA)
  • St. Valentin a. Reschenpass (ITA) – Sulden (ITA)
  • Sulden (ITA) – Latsch (ITA)