hart, härter, Drachenlauf 2015

Eine Woche mit zwei Laufwettkämpfen, einer Verletzung dazwischen und jeder Menge Motivation!

Letzten Sonntag beim 15 Kilometer Drei-Brücken-Lauf in Bonn den 3. Platz eingelaufen, schon erwischte es mich am Montag Abend mit einer Schleimbeutelentzündung am Knie.

Dabei hatte ich vor ein paar Wochen in den chilenischen Anden nach einigen Kilometern Höhenluft über 4.600 Metern Höhe euphorisch beschlossen, mal wieder den Drachenlauf mit seinen 26 Kilometer und 1.000 Höhenmeter zu rennen. Vor Jahren durfte ich den 3. Gesamtplatz einlaufen und vergaß anscheinend, wie hart dieser Lauf ist. Jetzt kam noch eine Verletzung dazu, die ich mit täglichem Kühlen im Büro schnellstens in den Griff kriegen wollte.

Wille ist Alles und der war die ganze Woche vorhanden und Wille hieß in dem Fall, Dinge zielführend zu beeinflussen, es hat funktioniert. Die finale Entscheidung habe ich mir bis zum Wettkampftag aufgehoben und so stand ich morgens motiviert am Start. Der Drachenlauf im Siebengebirge ist einfach ein knallharter Berglauf, technisch zwar nicht so schwer, jedoch zermürbend mit seinen fünf Gipfeln und dem nach 20 Kilometern abschließend letzten Aufstieg auf den Petersberg über den Bittweg.

Nach 2:03:18 Stunden und ziemlich zeitgleich mit meinem Freund und Transalpine Partner Daniel kam ich ins Ziel. Einer der schönsten Trail Läufe – und mein siebter Start.

Einige Plätze im Rennen zurückgefallen, konnte ich den Sieg meiner Altersklasse bis zum Schluss verteidigen und das bedeutete einen legendären handgearbeiteten Ton-Drachenbecher zu bekommen, der mit Drachenblut gefüllt wird, nachdem der Drache erlegt wurde. Der Drache im Siebengebirge ist für dieses Jahr erlegt und so steht nun die Füllung an.

Aber ich musste mir eingestehen dass man den Drachenlauf NICHT mal eben aus der kalten Hüfte laufen sollte 🙂 Etwas mehr Training kann hilfreich sein!

Zeitung: Artikel GA Bonn

Ergebnisse unter: DRACHENLAUF