Singapur Duathlon – 2. Gesamtplatz

Nachdem wir die malaysische Insel Penang mit einem Mietwagen verlassen und zwei Tage Zwischenstopp im ebenfalls Malaysischen Kampar eingelegt haben, ging es mit dem Flieger von Kuala Lunpur nach Singapur.

Nachts angekommen haben wir sogleich unsere vorab gebuchte Unterkunft „Lemon Grass“ wieder verlassen – die hygienischen Zustände waren in diesem Fall ähnlich nicht zu ertragen, wie damals in La Paz (Bolivien). Das nächste Hotel weit nach Mitternacht überzeugte total, wenngleich es unseren gesetzten finanziellen Rahmen sprengte. Nach der kurzen Nacht und dem dritten Mal Radaufbau ging es zum Startunterlagen holen auf die Strecke des Duathlon. In Singapur mit dem Zeitfahrrad ist auch tricky- im Stau durch die Mitte und auf dem Highway ganz links kommt man aber schneller voran als die Autos.

Es regnete mal wieder – aber bei 30 Grad ist das nie wirklich schlimm. Der Start zum Duathlon am nächsten Tag war allerdings wieder viel zu früh – vier Uhr aufstehen und um fünf im Dunkeln mit dem Rad durch Singapur auf dem Weg in die Wechselzone.

Start war um 6:30 an der East Coast in Singapur mit einem gigantischen Blick auf das Meer und die darin vor Anker liegenden Containerschiffe. Leider gab es bei diesem Rennen kein Elitefeld, so dass nach Altersklassen gruppiert wurde. Nachteil hierbei, keiner weiß, wer das Rennen anführt. Gisa rief mir aber nach dem 10 km Lauf die Zeit des ersten zu, so dass ich in etwa wusste, wen ich jagen muss und tatsächlich hab ich den auf der Radstrecke dann auch überholen können. Der Duathlon ging über die Distanz 10/36/5 km. Hatte ich vorab noch die vermeintlich langsamen Laufzeiten gesehen, war mir vor dem Start schon klar warum.

30 Grad Lufttemperatur morgens um 6:30 und ein Waschküchenklima haben eben auch andere Laufzeiten zur Folge. Mit etwa 40 Minuten !!! hatte ich die dritt schnellste Laufzeit und es fühlte sich an wie eine 34er Zeit. Der Radkurs auf dem sechs Kilometer langen Kurs, der sechs Mal zu fahren war, wurde zunehmend voller und am Ende dessen hatte ich die zweit schnellste Radzeit und keine Stimme mehr, so oft musste ich „keep left“ brüllen. Genug Stürze gab es wohl auch und ich wollte in keinen verwickelt werden. Jan, ein Bekannter der hier lebt und auch zum zuschauen gekommen war, hatte sich hier vor vier Jahren einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen, ich war also gewarnt. Auch wenn ich Linksverkehr jetzt schon bei vielen Rennen hatte, ist es immer wieder tricky mit Puls 180 auf der richtigen Seite zu überholen.

Auf den abschließenden Laufkurs fing das Unwetter dann mit heftigem Regen und Sturm an. Das war dann auch der Grund, dass die Siegerehrung wörtlich ins Wasser fiel.

Ziemlich happy über meinen Zweiten Gesamtplatz beim Singapur Duathlon in 2:02:24 Stunden war die Verschiebung der Siegerehrung durch das Unwetter aber der Wermutstropfen.

Man versicherte uns jedoch, die Preise nach Hause zu senden.

Singapur-Bonn ist ja auch nicht so weit entfernt :-).

Zeiten im Triathlon oder Duathlon sind ja eh nicht wirklich vergleichbar, trotzdem ist es immer wieder erstaunlich, welche Auswirkungen das Klima und die Umgebung auf die körperliche Leistung haben. Für mich ist das heiße und trockene Klima in Südafrika deutlich besser, als feucht und heiss hier in Asien.

Abschied von Singapur. Mit der Fähre haben wir gestern Kurs auf die vorgelagerte Insel Pulau Bintan genommen. Schöne Strände und gute Radstrecken versprechen eine gute Zeit und etwas Vorbereitung für das Rennen in zwei Wochen in Sydney. Heute Morgen begrüßte uns direkt ein circa 80 Centimeter langer Biawak, aus der Gattung der Warane. Mit seiner sehr langen Zunge war dieser auf Fischfang und eher nicht an uns interessiert.

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