Allgäu Triathlon – Platz 2 AK

Bereits 2013 stand ich beim Allgäu Triathlon über die Mitteldistanz in meiner ehemaligen kurzzeitigen Heimat am Start und seitdem hat sich die Strecke nochmal verändert und ist nicht weniger hart.

Mein erklärtes Ziel war, eine der legendären Allgäuer Kuhglocken (Schelle) für den Sieg der Altersklasse mit nach Hause zu nehmen. Dass es hinterher um Sekunden geht, hätte ich nicht gedacht.

Auf dem Radkurs musste das Zeitfahrrad 1.250 Höhenmeter auf 86 Kilometern und Anstiegen von bis zu 18% wegdrücken. Während damals noch die Übersetzung von 39/23 für mich ausreichend war, hatte ich diesmal 39/28 montiert und meine Beine dankten es mir beim anschließenden Laufsplit!

Mit dreißig Grad war es ideales, heißes Triathlon Wetter und auf den Abfahren ging es ziemlich steil und mit hoher Geschwindigkeit zur Sache, so dass der Veranstalter ein besonders steiles Gefälle als Überholverbot gekennzeichnet und sogar mit Zeitmesschleifen versehen hat, welches bei Verstoß zur Disqualifikation führen sollte.

Nach zwei Kilometern im Sattel ging es direkt mit 18% Steigung den Kalvarienberg hoch, bevor es dann lang und steil wurde, insgesamt zwei Runden und damit auch zweimal Kalvarienberg. Aber genau diese Strecke machte das Rennen so spannend. Beim Wechsel auf die Laufstrecke waren meine Beine schon ordentlich vorbelastet.

Auf der zwanzig Kilometer langen Laufstrecke kamen dann nochmal ein paar Höhenmeter dazu und die Krönung stand nach 15 Kilometern auf der Laufstrecke an. Fünf Kilometer vor dem Ziel führte es noch den Kuhsteig hoch, ein 300 Meter knackiger Anstieg, über den das ganze Jahr lang die Kühe hochgetrieben werden, war mit Zuschauern (á la Tour de France) umsäumt, die gerade noch Platz ließen, sich den Anstieg hoch zu beißen.

Ähnlich wie die Woche zuvor beim Malberglauf (einer der Bergläufe in unserer Region, der einem wirklich die Lichter ausknipst und mir letzte Woche den AK Sieg bescherte). Ähnlich durchgeklopft fühlte ich mich oben nach dem Kuhsteig.

Leider war es auf der Laufstrecke etwas unübersichtlich, auch durch zwei weitere kürzere Rennen, die zeitgleich ausgetragen wurden, so dass ich meinen potentiellen Kontrahenten nicht sehen konnte. Nach 4:44:49 Stunden erreichte ich das Ziel mit Platz 2 in meiner Altersklasse und erfuhr dann, dass ich den AK-Sieg um ganze 8 Sekunden verpasst habe.     Uaaaaaa… Siegerehrung und Preis haben sich dennoch gelohnt, aber die Kuhglocke ging an den AK Sieger aus Tschechien.

…Wer würde sich im Nachgang nicht die Frage stellen, wo man alles noch 8 Sekunden hätte rausholen können! Bringt aber nichts, also werde ich nochmal im Allgäu am Start stehen müssen – bei einer der schönsten Triathlon Mitteldistanzen, die ich kenne.

 

 

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