Amsterdam Marathon 2018

Köln – Erkältung – Amsterdam

Nachdem wir beim diesjährigen Düsseldorf Marathon den Titel „Deutscher Meister“ der AK 40/45  für unseren LAZ-Puma Rhein-Sieg Verein einfahren konnten, wollte ich dieses Jahr nochmal einen zweiten schnellen laufen.

Zum X-ten Mal hab ich das Training nach Peter Greif auf den Köln Marathon vorbereitet. Wer die Pläne von Peter Greif kennt, weiß um die vielen Umfänge mit 2-3 mal Tempo pro Woche. Mein Körper macht da eigentlich immer alles gut mit und die Resultate im Training waren durchaus gut. Leider kam mir dann doch zwei Wochen vorher eine Bronchitis sehr ungelegen. Also musste ich das Training aussetzen und den Start kurzfristig absagen. Auf der Suche nach Plan B fiel mir dann der zwei Wochen später stattfindende Marathon in Amsterdam ein, der bereits schon mal auf meiner Liste stand. Mit etwas Glück bekam ich noch einen Startplatz und konnte mich noch im schnellen Startfeld „white field < 2:40 Zielzeit“ rein bringen.

Der Start im Olympiastadion in Amsterdam vor einer tobenden Zuschauerkulisse mit 16.000 Startern war wirklich außergewöhnlich. Nach den ersten typischen Platzrangelleien hatte ich nach fünf Kilometern eine vielversprechende Gruppe gefunden, in der ich bis Kilometer 17 mitlaufen konnte. Ab da fingen dann die Probleme an und ich konnte das Tempo aus unerklärlichen Gründen nicht mehr halten. Also war ich auf mich allein gestellt, das Rennen irgendwie zu gestallten. Gefühlt bin ich nur noch ge-joggt und wurde von allen überholt, trotzdem war es natürlich keine Option aus-zusteigen. Die zweite Hälfte des Marathon war wirklich zäh und ich schaffte es nicht mehr, einen schnellen Schritt zu laufen. Ich hatte auch keine muskulären Probleme, „nur“ das Tempo konnte ich nicht mehr hoch halten.

So kam ich dann ins Olympiastadion nach 2:52:18 Stunden ins Ziel, leider 13 Minuten später als geplant und zehn Minuten später als im April, aber dennoch ins Ziel. Trotzdem war die Stimmung großartig und ich hab mich über meine Medaille und die Tatsache, ein schlechtes Rennen zu Ende gebracht zu haben, wirklich gefreut.

Dabei hatte ich mir im Vorfeld einen ordentlichen Muskelkater mit neuer Bestzeit gewünscht, Beides blieb aus, so dass ich nach dem Marathon normal auslaufen konnte. Auch einen Tag später spürte ich keinen Schmerz und bin ganz normal mit dem Fahrrad ins Büro gefahren.

Fazit: Nicht jedes Rennen kann optimal laufen und ein Marathon bleibt ein Marathon, eben nicht kalkulierbar. Das ist Sport, gehört dazu und wertet die guten Rennen deutlich auf.

 

 

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