2. Platz beim Mettmann Duathlon 2017

Ein funktionierendes System muss man nicht verändern, das war mein Motto für den diesjährigen Einstieg in die Saison und so habe ich meinen Saisonstart von 2013 einfach kopiert. Drei Wochen, drei Wettkämpfe und mit dem Halbmarathon in 1:16 Stunden letzte Woche auch noch körperlich gespürt, wollte ich zum Abschluss wieder den Duathlon in Mettmann über die Kurzdistanz (10/44/5) „versuchen“ zu rocken, nochmal Platz zwei wie 2013 war mein Wunsch, aber sowas kann man nicht wirklich planen.

Beim ersten zehn Kilometer Lauf durchs hügelige Gelände musste ich den späteren Sieger und Bonn Triathlon Gewinner von 2016 deutlich ziehen lassen und wechselte nach 36:13 Minuten als zweiter auf die Radstrecke. Diese führte durch das bergige und sehr schöne Neandertal – bei idealem Wetter. Die Radstrecke war anspruchsvoll und nicht komplett gesperrt, von schnellen Abfahrten bis zu steilen Rampen für die ich kaum eine Übersetzung hatte, war alles dabei. Auf dem Radkurs haben mich zwei Athleten überholt und ich beschloss, dass es keinen Sinn machen würde, an den beiden dran zu bleiben. Meine Taktik war eine andere, nämlich meinem Rhythmus zu halten und auf der abschließenden Laufstrecke anzugreifen. Sowas ist immer sau hart für den Kopf. Wenn Du die Jungs ziehen lassen musst, heißt es cool bleiben und auf die eigenen Stärken setzen. Als ich dann als Vierter vom Rad stieg, sah ich erstmal keinen von den beiden, lief trotzdem so schnell es ging los. Erst bei Kilometer eins kam der Dritte in mein Sichtfeld – endlich!

Mein Ziel war klar formuliert und so hab ich mich langsam herangekämpft und seinen Platz eingenommen. An Platz zwei war zu diesem Zeitpunkt nicht zu denken. Meine Beine fühlen sich aber so gut an, dass ich noch zulegen konnte, auch wenn ich den zweiten trotz der unübersichtlichen Strecke noch nicht sah, so hoffte ich, Ihn noch einzuholen. Etwa zweihundert Meter vor dem Ziel konnte ich an Ihm vorbei sprinten und mit Platz zwei einlaufen.

Super Glücklich darüber bestätigte sich für mich erneut, dass ein Rennen nicht mittendrin, sonder erst hinter der Ziellinie entschieden wird. Bis dahin heißt es so oft … cool bleiben und auf die eigenen Stärken vertrauen – alle kochen nur mit Wasser.

Insgesamt war unser Verein wieder zahlreich vertreten, auch wenn Mettmann nicht direkt vor der Haustür liegt. Mit meinem Kumpel Andy Kuhr habe ich die letzten drei Wochen jedes Rennen zusammen gemacht und Er konnte hier unglaubliche Verbesserungen und Bestzeiten erzielen.

Genauso ist das im Job auch – wenn die Projekte mittendrin hakeln – muss man sich auf seine eigenen Stärken konzentrieren und dranbleiben – oder auch zum richtigen Zeitpunkt das Ruder herumreißen. Es ist enorm, wie viele Parallelen Leistungssport und Beruf aufweisen.

Nun geht es zum Training nach Mallorca mit meinem Trainingskollegen Marco Mühlnikel – ich weiß natürlich, dass ein Trainingscamp nach den Wettkämpfen nicht die optimale Vorbereitung, aber Spaß und Wettkämpfe gehören einfach dazu!

 

 

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