Das war Hawaii Ironman 2014

Heute am Tag nach der Ironman Weltmeisterschaft sieht man keinen Athleten mehr trainieren, alles ist ruhig geworden. Der große Tag gestern dauerte für die Athleten zwischen 8:14 und 17 Stunden. Hier wo sich gestern die besten Triathleten der Welt gemessen haben.
Um hier auf Hawaii starten zu dürfen, galt es, sich bei einem der insgesamt 35 Ironman Rennen weltweit in seiner Altersklasse einen Qualifikationsplatz zu erkämpfen. Diese Auswahl spiegelt sich vor allem in der hohen Leistungsdichte wieder, was wir gestern live erleben konnten. Bereits auf der 3,8km langen Schwimmstrecke zog sich das Teilnehmerfeld kaum auseinander und im Wasser geht es bei Triathleten bekanntlich sehr grob zu, Positionskämpfe sind hierbei Pflicht.

Am Wettkampftag klingelte der Wecker bereits um 3:45 Uhr, zwar wurde das Rad bereits am Vortag eingecheckt, jedoch erfordert der Triathlonstart sehr viel Vorbereitung (schließlich sind es drei Sportarten). Die Welt ist so klein und so habe ich viele bekannte Gesichter getroffen, sei es aus der Heimat oder von anderen Rennen, da muss ich erst 15.000km reisen um den Jemanden durch Zufall zu begegnen. Die gesamte Organisation ist hier einer WM entsprechend perfekt. Durch eine Art Schleuse durchlief jeder Teilnehmer morgens das Body Marking (hier wurde die Start-Nr auf den Arm aufgedruckt), Gewicht messen vor und nach dem Rennen, sowie verschiedene weitere Aufgaben. Die Profis starteten eine halbe Stunde vor dem Hauptfeld

natürlich mit Kanonenknall. Nachdem der Schwimmauftakt mit etwas mehr als den 3,8 km gemeistert war, ging es auf den 180 km komplett sonnen-exponierten Radkurs. Hier zeigten sich von Beginn an die harten Bedingungen, Hitze, feucht/schwüles Klima und die gefürchteten Winde waren präsent. Diese waren kaum berechenbar, wechselten ständig Ihre Richtung und hatten zur Folge, dass ich stellenweise die Hände nicht vom Lenker nehmen konnte, um Nahrung aufzunehmen. Selbst auf der windigen Insel Lanzarote habe ich dies nicht so extrem erlebt. Nach 5:30 Stunden und 180km wechselte ich auf die Marathonstrecke. Jetzt drückten die Temperaturen und gereichte Eiswürfel verteilte ich in das Cappy und Trikot, um wenigstens die Körpertemperatur etwas zu reduzieren. Immer wieder sah ich unsere Bonner Teamkollegen und wir versuchten uns etwas zu motivieren, das Rennen musste jedoch jeder mit sich selbst austragen. Ein Regenguss sorgte zwischendurch für noch feuchtere Luft. Einige Profis habe ich im Rennen gehen gesehen, völlig ausgelaugt, leider auch einige die später ausgestiegen sind. Ab Kilometer 38 hieß es nochmal Zähne zusammen beißen um sich beim abschließenden Zieleinlauf auf dem Ali i Drive von den Massen feiern zu lassen und die grandiose Stimmung zu genießen. Nach 10:38 Stunden blieb für mich die Uhr im Ziel stehen. Die Medaille aus Metall und Glas wiegt sicherlich 500 Gramm und wurde zusammen mit dem Aloha Kranz aus gesteckten Blüten nach dem Zieleinlauf überreicht.
Wenngleich der Weg dorthin Jahre des Trainings und einige Qualifikationsveruche gebraucht hat, Ironman sind wir schon lange, jetzt aber durften wir uns auch die Krönung mit der Teilnahme bei der WM am wohl berühmtesten Ort für Triathleten erfüllen – der Ort, wo ‎dieser Sport seinen Ursprung fand.
Alle Bonner haben das Ziel gesund erreicht, auch wenn in Anbetracht der Bedingungen die Zeiten anders ausfielen als gedacht. Aber im Triathlon entscheidet nicht nur die Form, sondern vor allem die Natur und Ihre Auswirkungen auf uns. Dieses Jahr habe bei meinen beiden Langdistanzrennen jeweils harte Windbedingungen erlebt, das macht hart im Kopf, denn letztendlich sind die Triathlonrennen und deren Zeiten selten vergleichbar. Strecken, Bedingungen und oftmals sogar die Streckenlänge weichen zu sehr voneinander ab – schön wäre trotzdem mal wieder ein schneller Kurs.

Aloha aus Kailua-Kona, Hawaii – für mich geht es nun sehr zufrieden in die Saisonpause, bevor neue Pläne geschmiedet werden.

 

Aloha Hawaii IM – await the start

The Aloha feeling has taken us! After seven days of slow acclimatisation, I feel prepared for the Longdistance race. Adapting to the climate was not easy, cause of the very hot and humid, region which completely differs from South Africa event.
There is a real crazy hype around the world championships‎, but we are also here to enjoy and explore the absolute diversified and fantastic island. Yesterday we were invited to the Erdinger „Alkohol frei“ Party which was very relaxed and calm with delicious food and we met some of the super hero’s. Today I did the stand up paddling (this was a long time ago wish) and it was real fun and smooth – and not as difficult as it seems.

Athlete registration is done and all the mandatory things we had to do are already over. Last preparation are now from the workers in process for preparing the finish line to welcome all participants who need from 8 hours winning to 17 hours last one.
Weather forecasted a very windy race day. Tomorrow is our bike and gear equipment check-in and then the countdown will start. Saturday morning 4:45 a.m. Immediately after we get our bib numbers marked on our bodies and at 6:50 a.m. the cannon will shoot for the age group athletes.

Enclosed some impressions from today, look at the picture were I stay in front of the IM banner – it’s all made out of the participant names!

 

SSF-Longdistance Team vollzählig auf Hawaii angereist

‎Alle Starter vom SSF-Bonn Triathlon sind gut auf Big Island (Hawaii) angekommen. Die Anpassung an die klimatischen Bedingungen, nach 32 Stunden Gesamtreisezeit und 12037 km Luftlinie, laufen bei uns seit Freitag früh auf Hochtouren. Die hohe Luftfeuchtigkeit hat mir heute schon bei einer längeren Radeinheit ordentlich zugesetzt.

Ein erstes gemeinsames Foto Shooting am Strand von Kailua-Kona mit unserem SSF-Bonn Triathlon „Longdistance Team“ zeigt schon Flagge.

Unser neu gegründetes Team besteht aus weiteren Mitgliedern und wird in der nächsten Saison sicherlich ‎durch spannende Wettkämpfe auf sich aufmerksam machen.

Natürlich dreht sich hier nicht alles nur um den Wettkampf, sondern Land, Tiere, Vegetation und der mit über 4200m hohe Vulkan „Mauna Kea“ und vieles mehr, warten hier auf unsere Erkundungen.

Fortsetzung folgt!

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und Radio-Bonn/Rhein-Sieg war dabei

BONN, meine Stadt – mein Radiosender       

Zu den beiden Ironman Rennen in Süd Afrika 2010 und 2014 hat Radio Bonn/Rhein-Sieg mich berichtend begleitet. Vor ein paar Tagen sparte ich mir den Weg ins Radiostudio und traf nach meinem letzten 30 km Lauf am Rhein den Reporter Max, der mich ein Stück begleitete und mir einige Fragen stellte, nachdem Er wieder bei Atem war 🙂  Wer den Bericht im Radio verpasst hat – im Bereich „Presse/Radio“ ist dieser HIER zu hören! Leider hat der Reporter meinen Nachnamen etwas verunstaltet…

Für Triathleten gibt es keinen größeren Tag –  als die Teilnahme beim Ironman World Championship auf Hawaii. Es ist das Rennen, das den Triathlon Sport auf der Langdistanz definiert und bei dem jedes Jahr, seit 1978, die Besten um den Ironman WM Titel kämpfen.

Um auf der Startlinie in Kona zu stehen muss man sich den Startplatz erkämpfen. Dazu muss der Athlet in dem Jahr an einem der weltweiten Quantifikations-Wettkämpfe der Ironman Serie teilnehmen und sich für einen der sogenannten „Hawaii-Slots“ qualifizieren, erst seit 1988 gibt es diese Qualifikationsregel. Auf Big Island, Hawaii gehen dann insgesamt 1.800 Athleten an den Start. Aus Deutschland sind es dieses Jahr 53 Teilnehmer.

Das bedeutet, dass 1.800 „glückliche“ Menschen, sich auf einer der größten Herausforderungen die die Sport-Welt zu bieten hat stellen darf … 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 km Rad und der 42,2 km Marathon sind die Distanzen, die es hintereinander in schnellstmöglicher Zeit zu bewältigen gilt. Der Ironman Hawaii steht wie wohl kein anderer Triathlon für körperliche Extrembelastungen unter Hitzebedingungen. Glücklicherweise hatte ich bisher mehr Langdistanzen im Meer- als im Süßwasser absolviert, so dass diese Bedingungen mir bekannt sind. Die Rad- und Laufstrecke führen anschließend durch Lava bedecktes Terrain, jedoch die 90% Luftfeuchtigkeit zollen Respekt vor dem bevorstehenden „Waschküchen“ Klima.

Rennwetterbedingungen
Die Wassertemperatur in der ‘Kailua Bay’ beträgt etwa 26 °C.
Neben der Hitze von zum Teil über 40 Grad Celsius und der 90% Luftfeuchtigkeit können die aufkommenden Mumuku-Winde auf Teilen der Radstrecke eine Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h erreichen und sorgen zusätzlich für schwere Bedingungen.

Mit dieser Zusammenfassung von den letzten WM Rennen kann man sich schon mal etwas in Stimmung bringen, es wird mit Sicherheit großartig werden: Kona Ironman

Wer das Rennen am 11.10.14 live verfolgen will, hat einige Möglichkeiten:

-> Start der Männer im Hauptfeld ist um 06:50 Uhr (also 18:50 Uhr Deutsche Zeit „12 Stunden Zeitverschiebung“)

-> per live stream im Internet auf: www.hr-online.de (ab 18:30 Uhr 17 Stunden lang)

-> TV Übertragung  im „hr-Fernsehen“ (23:55 bis 03:30 Uhr)

-> Live Tracking unter: http://eu.ironman.com/

Meine Start Nummer ist: 1190

Meinen Traum habe ich mir „bereits“ mit der Qualifikation und der dortigen Teilnahme erfüllt, egal, welche Bedingungen mich dort erwarten.