Silvesterlauf 2014 – and about the last 12 month

2014 is almost over and as usual, I finished it with the New Year’s run in Bonn – today with my age group win (result 10km: 35:32 – place 1 / 12). Because so many good things are happened, that it definitely makes sense to write a summary about the past twelve month. Two long distance Triathlon events in total!

„The race in South Africa led me to Hawaii“ is the core message for the past year. October 2013 I decided to start for a second time the Ironman in South Africa. Why so far away from home? Because this country and especial that race is absolut fantastic. People are so happy having this competition in Port Elizabeth, and we used again the chance, travelling the 700 km with several stopover to Cape Town.

I started training for South Africa Ironman in December 2013 with my first stay on the Lanzarote island, in my favorite hotel, where I stayed since 2009 up to two times a year. After three weeks back at home I had the chance to get back to Lanzarote in January 2014. These two stays were the foundation for only 18 weeks preparation time. I found out, that a short preparation time for a longdistance race is for me the best way, this hasn’t only to do with getting motivated rather than the physical strain.

I flew not only to Africa with focus on getting the ticket to Hawaii Ironman, but to reach a new personal besttime. And funnily it was the other way around. With the extrem wind conditions at the end I could not reach a new best time, but I finally reached my long awaited qualification for the world chamipionchips on Hawaii. From that point in April on a long time without holidays started, I wanted to save every single vacation day I could for Hawaii.

Then in October it was really going to Hawaii – and I enjoyed every single day on Big Island. The Ironman competition on 11.October was my sporting highlight ever ever. Racing with the best Triathletes of the world – I will never forget. It also doesn’t matter, that the wind conditions that day were even more extreme than in South Africa. I reached the finish line and was happy. One of my big dreams in my live came true.

Even though I will never be world champion, there are still some goals and times to achieve.

Many trainings and races over the year, I was able to spend with friends. Day by day I also could learn from them. Sport is more than just exercise – sport is a way of life.

This year I finish very satisfied from the sporty perspective and especially also in my job. 2015 is already waiting for new acts – Keep on rockin!

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That’s my motto in 2015

Der Rost löst sich – Sieg beim Crosslauf in Frechen

Nach einer ordentlichen Pause von drei Wochen habe ich das Training wieder aufgenommen und befinde mich in meiner dritten Woche. Der Start nach einer Pause ist immer grausig, Körper müde, Leistung praktisch weg, nur der Wille ist da. Nach zwei Triathlon Langdistanzen dieses Jahr heißt es nun wieder etwas für die Schnelligkeit zu tun, bevor ich einroste. So entschlossen Marco Mühlnikel und ich uns, beim heutigen 35. Crosslauf in Frechen über die 10 km an den Start zu gehen. Das Wetter war perfekt und die Cross Strecke über 4 Runden hatte ein wirklich schönes welliges Profil mit gesamt 200 Höhenmetern. Etwas mehr Beteiligung hätten wir uns trotzdem gewünscht (an dieser Stelle mal etwas Werbung für den Lauf: tolle Strecke, sehr gute Organisation -> es lohnt sich).

Bei der Startaufstellung lief es ab, wie bei den Leichtathleten, jeder Starter wurde einzeln angesagt 🙂 Die Runden konnten wir sehr konstant laufen (was mich schon zwischendurch wunderte, da ich zumindest einen kleinen Einbruch erwartet habe) und am Ende hat es für Marco zu Platz 3 und für mich zum Gesamtsieg gereicht. Die Siegerehrung bei Kaffee & Kuchen war dann richtig familiär.

Fazit: Hat Spaß gemacht!

Das war Hawaii Ironman 2014

Heute am Tag nach der Ironman Weltmeisterschaft sieht man keinen Athleten mehr trainieren, alles ist ruhig geworden. Der große Tag gestern dauerte für die Athleten zwischen 8:14 und 17 Stunden. Hier wo sich gestern die besten Triathleten der Welt gemessen haben.
Um hier auf Hawaii starten zu dürfen, galt es, sich bei einem der insgesamt 35 Ironman Rennen weltweit in seiner Altersklasse einen Qualifikationsplatz zu erkämpfen. Diese Auswahl spiegelt sich vor allem in der hohen Leistungsdichte wieder, was wir gestern live erleben konnten. Bereits auf der 3,8km langen Schwimmstrecke zog sich das Teilnehmerfeld kaum auseinander und im Wasser geht es bei Triathleten bekanntlich sehr grob zu, Positionskämpfe sind hierbei Pflicht.

Am Wettkampftag klingelte der Wecker bereits um 3:45 Uhr, zwar wurde das Rad bereits am Vortag eingecheckt, jedoch erfordert der Triathlonstart sehr viel Vorbereitung (schließlich sind es drei Sportarten). Die Welt ist so klein und so habe ich viele bekannte Gesichter getroffen, sei es aus der Heimat oder von anderen Rennen, da muss ich erst 15.000km reisen um den Jemanden durch Zufall zu begegnen. Die gesamte Organisation ist hier einer WM entsprechend perfekt. Durch eine Art Schleuse durchlief jeder Teilnehmer morgens das Body Marking (hier wurde die Start-Nr auf den Arm aufgedruckt), Gewicht messen vor und nach dem Rennen, sowie verschiedene weitere Aufgaben. Die Profis starteten eine halbe Stunde vor dem Hauptfeld

natürlich mit Kanonenknall. Nachdem der Schwimmauftakt mit etwas mehr als den 3,8 km gemeistert war, ging es auf den 180 km komplett sonnen-exponierten Radkurs. Hier zeigten sich von Beginn an die harten Bedingungen, Hitze, feucht/schwüles Klima und die gefürchteten Winde waren präsent. Diese waren kaum berechenbar, wechselten ständig Ihre Richtung und hatten zur Folge, dass ich stellenweise die Hände nicht vom Lenker nehmen konnte, um Nahrung aufzunehmen. Selbst auf der windigen Insel Lanzarote habe ich dies nicht so extrem erlebt. Nach 5:30 Stunden und 180km wechselte ich auf die Marathonstrecke. Jetzt drückten die Temperaturen und gereichte Eiswürfel verteilte ich in das Cappy und Trikot, um wenigstens die Körpertemperatur etwas zu reduzieren. Immer wieder sah ich unsere Bonner Teamkollegen und wir versuchten uns etwas zu motivieren, das Rennen musste jedoch jeder mit sich selbst austragen. Ein Regenguss sorgte zwischendurch für noch feuchtere Luft. Einige Profis habe ich im Rennen gehen gesehen, völlig ausgelaugt, leider auch einige die später ausgestiegen sind. Ab Kilometer 38 hieß es nochmal Zähne zusammen beißen um sich beim abschließenden Zieleinlauf auf dem Ali i Drive von den Massen feiern zu lassen und die grandiose Stimmung zu genießen. Nach 10:38 Stunden blieb für mich die Uhr im Ziel stehen. Die Medaille aus Metall und Glas wiegt sicherlich 500 Gramm und wurde zusammen mit dem Aloha Kranz aus gesteckten Blüten nach dem Zieleinlauf überreicht.
Wenngleich der Weg dorthin Jahre des Trainings und einige Qualifikationsveruche gebraucht hat, Ironman sind wir schon lange, jetzt aber durften wir uns auch die Krönung mit der Teilnahme bei der WM am wohl berühmtesten Ort für Triathleten erfüllen – der Ort, wo ‎dieser Sport seinen Ursprung fand.
Alle Bonner haben das Ziel gesund erreicht, auch wenn in Anbetracht der Bedingungen die Zeiten anders ausfielen als gedacht. Aber im Triathlon entscheidet nicht nur die Form, sondern vor allem die Natur und Ihre Auswirkungen auf uns. Dieses Jahr habe bei meinen beiden Langdistanzrennen jeweils harte Windbedingungen erlebt, das macht hart im Kopf, denn letztendlich sind die Triathlonrennen und deren Zeiten selten vergleichbar. Strecken, Bedingungen und oftmals sogar die Streckenlänge weichen zu sehr voneinander ab – schön wäre trotzdem mal wieder ein schneller Kurs.

Aloha aus Kailua-Kona, Hawaii – für mich geht es nun sehr zufrieden in die Saisonpause, bevor neue Pläne geschmiedet werden.

 

Aloha Hawaii IM – await the start

The Aloha feeling has taken us! After seven days of slow acclimatisation, I feel prepared for the Longdistance race. Adapting to the climate was not easy, cause of the very hot and humid, region which completely differs from South Africa event.
There is a real crazy hype around the world championships‎, but we are also here to enjoy and explore the absolute diversified and fantastic island. Yesterday we were invited to the Erdinger „Alkohol frei“ Party which was very relaxed and calm with delicious food and we met some of the super hero’s. Today I did the stand up paddling (this was a long time ago wish) and it was real fun and smooth – and not as difficult as it seems.

Athlete registration is done and all the mandatory things we had to do are already over. Last preparation are now from the workers in process for preparing the finish line to welcome all participants who need from 8 hours winning to 17 hours last one.
Weather forecasted a very windy race day. Tomorrow is our bike and gear equipment check-in and then the countdown will start. Saturday morning 4:45 a.m. Immediately after we get our bib numbers marked on our bodies and at 6:50 a.m. the cannon will shoot for the age group athletes.

Enclosed some impressions from today, look at the picture were I stay in front of the IM banner – it’s all made out of the participant names!

 

SSF-Longdistance Team vollzählig auf Hawaii angereist

‎Alle Starter vom SSF-Bonn Triathlon sind gut auf Big Island (Hawaii) angekommen. Die Anpassung an die klimatischen Bedingungen, nach 32 Stunden Gesamtreisezeit und 12037 km Luftlinie, laufen bei uns seit Freitag früh auf Hochtouren. Die hohe Luftfeuchtigkeit hat mir heute schon bei einer längeren Radeinheit ordentlich zugesetzt.

Ein erstes gemeinsames Foto Shooting am Strand von Kailua-Kona mit unserem SSF-Bonn Triathlon „Longdistance Team“ zeigt schon Flagge.

Unser neu gegründetes Team besteht aus weiteren Mitgliedern und wird in der nächsten Saison sicherlich ‎durch spannende Wettkämpfe auf sich aufmerksam machen.

Natürlich dreht sich hier nicht alles nur um den Wettkampf, sondern Land, Tiere, Vegetation und der mit über 4200m hohe Vulkan „Mauna Kea“ und vieles mehr, warten hier auf unsere Erkundungen.

Fortsetzung folgt!

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und Radio-Bonn/Rhein-Sieg war dabei

BONN, meine Stadt – mein Radiosender       

Zu den beiden Ironman Rennen in Süd Afrika 2010 und 2014 hat Radio Bonn/Rhein-Sieg mich berichtend begleitet. Vor ein paar Tagen sparte ich mir den Weg ins Radiostudio und traf nach meinem letzten 30 km Lauf am Rhein den Reporter Max, der mich ein Stück begleitete und mir einige Fragen stellte, nachdem Er wieder bei Atem war 🙂  Wer den Bericht im Radio verpasst hat – im Bereich „Presse/Radio“ ist dieser HIER zu hören! Leider hat der Reporter meinen Nachnamen etwas verunstaltet…

Für Triathleten gibt es keinen größeren Tag –  als die Teilnahme beim Ironman World Championship auf Hawaii. Es ist das Rennen, das den Triathlon Sport auf der Langdistanz definiert und bei dem jedes Jahr, seit 1978, die Besten um den Ironman WM Titel kämpfen.

Um auf der Startlinie in Kona zu stehen muss man sich den Startplatz erkämpfen. Dazu muss der Athlet in dem Jahr an einem der weltweiten Quantifikations-Wettkämpfe der Ironman Serie teilnehmen und sich für einen der sogenannten „Hawaii-Slots“ qualifizieren, erst seit 1988 gibt es diese Qualifikationsregel. Auf Big Island, Hawaii gehen dann insgesamt 1.800 Athleten an den Start. Aus Deutschland sind es dieses Jahr 53 Teilnehmer.

Das bedeutet, dass 1.800 „glückliche“ Menschen, sich auf einer der größten Herausforderungen die die Sport-Welt zu bieten hat stellen darf … 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 km Rad und der 42,2 km Marathon sind die Distanzen, die es hintereinander in schnellstmöglicher Zeit zu bewältigen gilt. Der Ironman Hawaii steht wie wohl kein anderer Triathlon für körperliche Extrembelastungen unter Hitzebedingungen. Glücklicherweise hatte ich bisher mehr Langdistanzen im Meer- als im Süßwasser absolviert, so dass diese Bedingungen mir bekannt sind. Die Rad- und Laufstrecke führen anschließend durch Lava bedecktes Terrain, jedoch die 90% Luftfeuchtigkeit zollen Respekt vor dem bevorstehenden „Waschküchen“ Klima.

Rennwetterbedingungen
Die Wassertemperatur in der ‘Kailua Bay’ beträgt etwa 26 °C.
Neben der Hitze von zum Teil über 40 Grad Celsius und der 90% Luftfeuchtigkeit können die aufkommenden Mumuku-Winde auf Teilen der Radstrecke eine Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h erreichen und sorgen zusätzlich für schwere Bedingungen.

Mit dieser Zusammenfassung von den letzten WM Rennen kann man sich schon mal etwas in Stimmung bringen, es wird mit Sicherheit großartig werden: Kona Ironman

Wer das Rennen am 11.10.14 live verfolgen will, hat einige Möglichkeiten:

-> Start der Männer im Hauptfeld ist um 06:50 Uhr (also 18:50 Uhr Deutsche Zeit „12 Stunden Zeitverschiebung“)

-> per live stream im Internet auf: www.hr-online.de (ab 18:30 Uhr 17 Stunden lang)

-> TV Übertragung  im „hr-Fernsehen“ (23:55 bis 03:30 Uhr)

-> Live Tracking unter: http://eu.ironman.com/

Meine Start Nummer ist: 1190

Meinen Traum habe ich mir „bereits“ mit der Qualifikation und der dortigen Teilnahme erfüllt, egal, welche Bedingungen mich dort erwarten.

Sieg beim Beueler Teamlauf

Teamlauf heißt: Zusammen starten UND zusammen ankommen! Mit den Jungs vom LAZ Puma Rhein/Sieg, mit denen wir wöchentlich das Siebengebirge durchpflügen, wollten wir natürlich auch beim 3. Beueler Teamlauf nicht fehlen. Die Regel des Teamlaufs sind einfach erklärt, 5 Starter, 4 davon müssen durchkommen und zusammen die 9,4 km laufen. Während des Rennens darf keine Lücke innerhalb des Teams entstehen, der 4. Starter vom Team wird dann im Ziel gewertet. Da unser 5. Mann grad an seinem Haus baut, sind wir zu viert an den Start und durften hier also auch keinen verlieren. Die Herausforderung besteht darin, dass innerhalb des Teams der Schwächste unterstützt und mitgenommen wird. Insgesamt sind wir sehr homogen gelaufen.

Mit gut 3 Minuten Vorsprung haben wir in der Zeit von 33:49 Minuten ungefährdet gewonnen – Sauber Jungs! … Zweiter Platz ging an unser Triathlon Team vom SSF Bonn!

Die regelmäßigen Bergläufe im Siebengebirge in der Gruppe zahlen sich aus und haben sogar in der Einzelkämpfer-Sportart „Laufen“ ein super Team geformt, mit dem wir u.a. bereits 2012 Platz 6 bei den Westdt. 10km Straßenlauf-Meisterschaften und 2013 die Nordrhein Cross Meisterschaften gewinnen konnten. Weitere Aktivitäten sind für das nächste Jahr angedacht.

Im Anschluss wurde dann der Junggesellenabschied von René Spanier gefeiert (ganz links im Bericht) – dabei durfte Er die Strecke noch einmal ablaufen, allerdings mit einem mindestens 10 kg schweren Kettenhemd als Ritter.

Bericht auf Laufen-im-Rheinland.de
Bericht auf Laufen-im-Rheinland.de

Hückeswagen Triathlon Mitteldistanz – eine Regenschlacht

Die Triathlon Mitteldistanz in Hückeswagen ist seit Samstag Geschichte. Damit sind die zweite Mitteldistanz und insgesamt der vierte Wettkampf innerhalb von drei Wochen abgeschlossen.

Nun kehrt für einige Wochen wieder etwas Trainingsalltag ein, bevor es in vier Wochen nochmal über die olympische Distanz geht, um danach in die unmittelbare Wettkampfvorbereitung zu kommen – alles Vorbereitung für Hawaii (in acht Wochen).

Schnell machen diese Wettkämpfe nun nicht mehr, jedoch erhoffe ich mir die nötige Tempohärte zu schulen und natürlich die mentale Stärke.

Aber nun zu Hückeswagen, diese wirklich schöne Veranstaltung mit Schwimmauftakt in der Bevertalsperre (an der zornigen Ameise) hatte ich das letzte Mal vor neun Jahren absolviert. Allerdings erinnerte das Wetter dieses Jahr eher an Herbst, als an Sommer. Bei kalten und regenreichen 14°C ging es auf die 2 km Schwimmstrecke, bei der das Wetter tatsächlich Nebensache war (denn nass ist man eh), bevor es auf die hügelige mit 1.080 Höhenmetern und äußerst unruhige 74 km Radstrecke führte, bei dem wir von einem Schauer zum nächsten begleitet wurden. Irgendwann ist es aber auch total egal, was da alles vom Himmel kommt, denn die Zehen merkst Du eh nicht mehr, nasser als durchnässt geht nicht und die restlichen Körperteile sind eh nur noch damit beschäftigt, jegliche Art der Energie auf das Pedal zu bekommen.

Bei der Gelegenheit profitiere ich immer von meinem Ernährungskonzept für die langen Strecken, auf das ich mich absolut verlassen kann, egal bei welchem Wetter.

Unsere Ligatruppe war ebenfalls am Start und kurz vor Ende des Radkurses irgendwo im Hinterland sah ich Andreas mit seinem zerlegten Rad in beiden Händen, einsam im Regen auf der Wettkampfstrecke gehen. Eine gebrochene Speiche schien für Ihn das Aus zu sein.

Beim anschließenden Halbmarathon ging es anfangs bergab, bevor es auf die drei Runden am Fluss führte. Als ich den fiesen Anstieg hoch rannte, erinnerte ich mich schlagartig an das letzte Mal 2005 und es kam mir vor wie gestern. Was Du Dir in solchen Situationen alles merkst, ist unglaublich. Jedenfalls lief es solide und mit dem anschließenden Halbmarathon in 1:26 Std. hätte ich das Tempo durchaus noch länger halten können. Genau das ist es, was ich für die Langdistanz im Oktober brauche – Stehvermögen / Tempo halten. Leider hat das dieses Jahr zur Folge, dass sich meine Geschwindigkeit etwas verabschiedete – aber alles geht halt nicht. Entweder Kurz – oder Langdistanzwettkämpfe.

Als ich nach 4:23:10 Stunden ins Ziel lief (Platz 10 AK, Platz 55 Gesamt), glaubte ich meinen Augen nicht und sah Andreas auf der Laufstrecke – irgendwie hatte Er es doch geschafft, unterwegs mit einem Streckenposten und Polizisten zusammen, die defekte Speiche abzureißen, so dass Er wenigstens weiterfahren konnte. Aufgrund der wenigen Speichen eierte zwar das Rad und das auf regennassen Bergab Passagen, aber Er kam damit in die Wechselzone. Wäre Andreas ausgestiegen, hätte der dritte Mannschaftsplatz einem siebten weichen müssen!

Im Ziel zeigte sich tatsächlich mal die Sonne – beim späteren Auschecken der Räder allerdings hatte der kalte Regen wieder alles fest im Griff. Jetzt ist alles wieder sauber und einsatzbereit, das Training geht weiter nach Plan.

Hückeswagen_Schwimmauftakt

Dritte Glocke beim Malberglauf 2014

Der Malberglauf mit seinen 6 km / +370 Hm -100 Hm ist ein Klassiker und passt sehr gut zur Berglaufserie im Siebengebirge. Malberglauf heißt von Anfang bis Ende Vollgas Berghoch und runter, bis Lunge oder Beine nicht mehr wollen. Auf diesem Kurs wurden bereits 2003 und 2008 die westdeutschen Berglaufmeisterschaften ausgetragen und der Veranstalter ist das ganze Jahr aktiv, dieses Event perfekt zu organisieren, was Ihm sichtlich gut gelingt.

Gestern wurde die Strecke durch den sintflutartigen Regenguss im Vorfeld ordentlich aufgeschwemmt. Daniel Weiser konnte ordentlich rocken und dem Vorjahressieger die Sporen zeigen und Torsten Schneider hat sie mir gezeigt, John Achtendung hatte kam ebenfalls gut ins Ziel. So gelang es uns, wieder ordentlich Präsenz an der Podestfront zu zeigen, wie auch schon in gewohnter Truppe wöchentlich im Siebengebirge. Dass ich mit der Langdistanzform nicht an meine Zeit vom letzten Jahr kommen würde, war mir klar. Das Ziel war jedoch klar, die dritte Kuhglocke für ein Treppchenplatz mit nach Hause zu nehmen.

Ziel erreicht, die goldfarbene metallene Glocke für den 2.Platz der AK (Gesamtplatz 6) steht nun im Regal neben den beiden anderen und wartet auf die vierte im nächsten Jahr.

Ergebnisse unter: http://malberglauf.de/Ergebnisse/ergebnisse.html

Belgian Triathlon Championship 2014 | Eupen

Zur erweiterten Vorbereitung auf mein zweites Saisonziel, Ironman Hawaii, hatte ich 3 Wochen mit 4 Wettkämpfen geplant. Das 24h Radrennen letzte Woche ist erledigt und am Wochenende stand dann die Triathlon Mitteldistanz in Eupen auf dem Plan. 1,9 km schwimmen, 84 km Rad und 21,1 km laufen und das auf einem sonst untypischem Streckenformat, wie sich erst später herausstellte.

Denn in Belgien war nur die Schwimmstrecke in der schönen Wesertalsperre eben. Die Radstrecke mit seinen 1000 Hm führte quer durch den Wald über Forststraßen, die für ein Triathlon Zeitfahrrad nicht wirklich geeignet war. Schon am Wettkampfmorgen hatte ich mit gelöster Hinterradbremse zu kämpfen, denn durch die Aerodynamische Rahmengeometrie passte kein normales Werkzeug. So konnte auch der Bikeservice nicht helfen und die Schraube blieb locker. Die Folge war, dass ich die ersten 15 km mit einseitig geschlossener Bremse fuhr (wodurch zwar meine Leistung auf dem Wattmesser stimmte, aber die Widerstand ungewollt war) und mir während der ersten Kilometer schnell einen Plan machen musste, wie ich das reparieren kann. Die Idee kam in einer Waldkurve, als ich das schwarz/gelbe Absperrband sah. Angehalten, schnell das Band abgerissen, die Bremse ausgehängt und diese dann notdürftig am Rahmen fixiert, konnte ich die restlichen 70 Kilometer nur noch mit dem Vorderrad bremsen. Bei den Bergab Passagen war das schon eine Herausforderung. <Improvisation beim Triathlon gehört dazu>.

Die verlorene Zeit konnte ich zwar nicht mehr einholen, jedoch weiterfahren und durch den fehlenden Widerstand stellte sich auch wieder ein gewohntes Fahrgefühl ein. Als es nach dem Radpart auf die Laufstrecke ging, festigte sich mein Eindruck des „untypischen“ Triathlon, denn hier führte der Halbmarathon auf einer Trailstrecke mit 330 Hm querfeldein durch Wald und kleineren Wegen auf und ab. Der Monsum-artige Regen des Vortages verwandelte Streckenabschnitte in Matsch und so war ich froh, nicht die ultra leichten Schuhe mitgenommen zu haben.

Nach 4:37 Stunden erreichte ich dann das Ziel, der abschließende Halbmarathon in 1:32 Stunden (bei dem ich noch knapp 80 Plätze gut machen konnte) hat die Platzierung zwar noch verbessert, aber nicht mehr gerettet.

Trainings- und erfahrungsreich waren die belgischen Meisterschaften für mich. Mein Tipp für’s nächste Mal, ein Rennrad tut es auch, denn es gibt kaum Gelegenheiten, sich auf den Aerolenker zu legen. Für die Laufstrecke nicht die leichten Laufschläppchen einpacken! Ein wirkliches Übernachtungshighlight direkt in Eupen kann gerne angefragt werden, als absoluten Restaurant Tipp kann ich das Dolce Vita in der Stadt empfehlen.