Peking total

Ein großer Gewinn in diesem Sport sind die vielen verschiedene Menschen aus aller Welt. Es kann durchaus passieren, dass man sich in Deutschland kennen lernt und das nächste Mal plötzlich in China trifft.

Ich habe auch wieder tolle Leute getroffen, Santiago aus Barcelona, der ist Profi und ein witziger Typ, eine Woche später startete er auf Ibiza. Oder Parys, Profitriathletin, Britin und lebt je zur Hälfte in London und Johannesburg. Sie pendelt nun noch sieben Wochen durch Asien mit diversen Wettkämpfen,  Thailand war Ihr nächster sportliche Höhepunkt.

Neben Isabella, einer Französin, die zur Hälfte des Jahres in Paris und die andere in Phuket ‎lebt, da Ihr dort das Wetter einfach besser gefällt, lernte ich noch Craig aus Kalifornien kennen, Er nutzt seine berufliche Auszeit, um diverse Wettkämpfe mit Erkundung von Ländern zu verbinden.

Alle haben Ihre unterschiedlichen Geschichten, aber eines gemeinsam, den Sport als Leidenschaft. Und umso weiter man von seiner Heimat entfernt ist, desto schneller entsteht ein Kontakt, erstaunlich!

Erstaunlich ist auch die Kreativität der Chinesen, in dem Hotelpark konnte man das Ziepen der Grillen sehr deutlich hören, das hörte aber so spontan auf, dass ich nach einigem Testen die Lichtschranke zum Auslösen der Grill-Ziep-Geräusche‎ fand.

Immer wieder abenteuerlich, ist der Transport der CO2 Patronen für die Pumpe im Wettkampf, die nur komprimierte Luft enthält. Eigentlich funktioniert das in sämtlichen Ländern sehr gut. Beim Inland Flug standen dann vier Security um mich herum, denen ich mit Fotos und Handzeichen erklärte, wozu ich die benötige und dass die Patronen nicht gefährlich sind. Sie haben geduldig zugehört und ich kam damit in den Flieger. Beim Thema Trinkwasser am Flughafen sind uns die Chinesen etwas voraus. Hinter der Security gibt es überall kostenfreie Wasserstationen, sogar heißes Wasser für Tee gibt es umsonst. Ampeln, es scheint mir, dass fast alle Länder dieser Welt den Zähler an der Ampel haben, der wie ein Countdown bis zur nächsten Ampelphase zählt. Dabei ist es wirklich praktisch zu wissen, ob man noch etwas rollen, länger steht oder direkt anfahren kann. Ökonomisch ist es auch.

Ankunft bei Susanna und Stephan, den beiden Lehrern, die hier seit sechs Jahren in einer deutschen Botschaftsschule arbeiten. Im sechsundzwanzig-sten Stockwerk im angesagtesten Viertel Sanlitun mit direktem Blick in das Fußballstadion wohnte ich bei den Beiden. Mit den Rädern erkundeten wir die beeindruckende und gigantische Stadt, ich hatte die besten Stadtguides, die mir eine Menge über Peking erzählen.

Der chaotische Verkehr, bei dem sich jeder hier der Nächste ist, funktioniert erstaunlich gut. Hier pocht keiner auf sein Recht, alle wollen schnellstens weiterkommen wobei kein Mensch seine Richtungswechsel anzeigt. Aggressivität ist absolut nicht erkennbar, im Gegensatz zu manch Situation bei uns. Es herrscht zwar ein Mega Verkehrsaufkommen, aber mit Fahrrad, Tucktuck, Dreirad oder den Kübelwagen schlängelt man sich hier optimal durch. Elektroroller und Fahrzeuge sind hier übrigens viel stärker verbreitet, als bei uns. An jeder Ecke habe ich Ladestation gesehen.

Mein absolutes Highlight war die chinesische Mauer. Der Fahrer brachte mich zum etwa zwei Stunden entfernten Mauer Abschnitt und‎ anstatt die Seilbahn zur Mauer, lief ich die 1056 Stufen mit 190 Hm selbst hoch und dann oben immer weiter Richtung Süden. Gigantisch auch die Daten, mit einer Länge von 8.800 Kilometern, ist die Mauer das größte Bauwerk der Welt. Ich verbrachte den ganzen Tag dort, es ist richtig anstrengend dort herumzulaufen, uneben und ständig hoch und runter. ‎

Neben den vielen historischen Bauten und Plätzen, fällt der gigantische Kitsch und die totale Technologisierung hier auf. An jeder Ecke piept und blinkt es. ‎ Aber neben all dieser Moderne lässt sich viel Tradition erkennen, sei es die Begeisterung der Chinesen an Ihrer Geschichte oder das Essen. Ich hatte oft den Eindruck, als wenn diese Stadt aus allen Nähten platzt, das merkt man auch an dem Dauerthema Smog, eine App mit Infos zu AQI (Air quality information) ist hier obligatorisch, auch die Kenntnis woher der Wind aktuell kommt, ist hier zur Wetterbestimmung wichtig. Sehr viele Chinesen tragen Atemschutz Staubmaske gegen den Feinstaub, d gibt es hier in sämtlichen Ausführungen Ausführungen, von der OP bis hin zur edlen Maske. Sieht schon etwas merkwürdig aus.

Nun geht es wieder heim, China war eine spannende und schöne Erfahrung und der Triathlon absolut grandios.

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