Die letzten vier Wochen vor Süd Afrika

14 Wochen Training sind mittlerweile vorüber und im Gegensatz zu meinen bisherigen Vorbereitungen, habe ich zu diesem Zeitpunkt sogar ein leichtes Gewichtsplus von ca. 3kg, was für die Langdistanz sicher von Vorteil ist und ich durch zusätzliches Eiweiß erreicht habe. 10% Körperfett, anstatt 5% fühlen sich auch im Alltag angenehmer an:-)

Mit Startnummer 1121 werde ich an den Start gehen und gegen 470 Konkurrenten in meiner Altersklasse um einen der voraussichtlich zwei Plätze für die Ironman World Championship antreten. Insgesamt werden 2.000 Athleten an der Nelson Mandela bay starten.

Nun steht für nächste Woche noch ein Halbmarathon auf dem Plan, bei dem ich erstmalig die Saltin-Diät ausprobieren werde, sollte das gut funktionieren, werde ich dies auch für den bevorstehenden Ironman anwenden. Die Saltin-Diät, oder auch Schweden-Diät genannt, ist eine extreme Art des Carbo-Loading (Kohlenhydraterhöhung). Ziel ist es, nach völliger Entleerung der Kohlenhydratspeicher in den Muskeln, diese auf deutlich über 100% wieder zu füllen. Dies ist vor allem für Sportler im Ausdauerbereich sehr interessant und schon lange bekannt. Hier arbeite ich nach den Erfahrungen von Julia Bohn (die im übrigen aktuell mit einem Ernährungs-Artikel in der TriTime steht und sicherlich in den ersten Tagen öfter meinen Anruf erhalten wird). Demnach werden die ersten drei Tage ausschließlich fetthaltige Lebensmittel und Gemüse gegessen und somit auf Kohlenhydrate völlig verzichtet (also Lachs, Mozzarella, Salat, Avokado, Olivenöl) wird es überwiegend zu allen Mahlzeiten geben. Es wird weiter trainiert und die Kohlenhydratespeicher im Körper leeren sich vollständig, der Körper muss sich die Energie so aus den zugeführten und vorhandenen Fetten nehmen.

Nach den drei Tagen werde ich dann komplett auf Fett verzichten und vier Tage ausschließlich Kohlenhydrate und Eiweiß zu mir nehmen. Aufgrund des vorangegangenen Defizits an Kohlenhydraten (KH) werden die Zellen dann deutlich mehr einlagern, als üblich. Das bedeutet, ein Plus an hochwertigem Treibstoff. Weiterer Vorteil dabei ist, dass jedes Gramm KH zusätzlich drei Gramm Wasser mit einbindet. Mit deutlich mehr Flüssigkeit in einen Wettkampf (besonders im heißen Süd Afrika) an den Start zu gehen, ist für mich der geplante Nebeneffekt.

So galt es heute den Einkaufskorb zu füllen und zwar mit jeder Menge, Mozzarella, Lachs, Eiern, Avokado, Salat und Öl. Eine Woche kein Brot wird wahrscheinlich die die geringste Herausforderung sein, sich mit gesunden Fetten zu sättigen wohl die größere.

Für den Halbmarathon am Samstag wird dieses Ernährungsmodell sicher keine große Rolle spielen, jedoch hoffe ich die Erkenntnis zu bekommen, ob ich diese Methode auch vertrage.

Gesunde Fette und Gemüse - mehr wird es nicht geben
Gesunde Fette und Gemüse – mehr wird es nicht geben

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