Quer durch süd afrika – Teil 1

Süd Afrika, zum dritten Mal sind wir nun hier – jedoch hat mich nach dem harten und langen Wintertraining kurz vor dem Ironman in Port Elizabeth eine Verletzung am Fuss erwischt und den Start unmöglich gemacht. Das war schon ein sehr harter Schlag, denn ich war sehr gut vorbereitet und habe diesmal den Schwerpunkt deutlich auf schwimmen gelegt. Glücklicherweise ist Klagenfurt Ende Juni im Plan.

Natürlich sind wir trotzdem geflogen, diesmal also mit zwei statt vier Koffern, was den Aufwand schon deutlich reduziert hat. Von FFM über Johannesburg nach Port Elizabeth in unsere bekannte Unterkunft, trafen wir auch direkt auf Bekannte (die natürlich zum race hier waren). ‎
Wenigstens bin ich ein paar Mal auf der Wettkampfstrecke geschwommen. Die hohen Wellen mit dem Wind versprachen wieder harte Bedingungen für die Starter.‎
Einen Tag vor dem Rennen sind wir dann von dort Richtung Addo Elephant Park gefahren, zwar nicht mit dem Krüger national Park zu vergleichen, dennoch sehr schön und wir sind vielen Elefanten und Löwen  begegnet, die dort wild leben. Vor unserer Lodge führte ein Fluss vorbei und zufällig lag da ein Kajak, genau richtig, um eine kleine Tour zu machen kreuzende Flußschlangen inklusive. Natürlich bin ich dort auch geschwommen, nachdem ich nur Gegenströmung hatte und mir auch ständig die fliegenden Fische gegen die Brust geschwommen sind, habe ich aufgegeben.
Danach ging es weiter, natürlich nach Plettenberg Bay. Eine Wanderung auf Robberg Island ist Pflicht und jeden Tag im Meer schwimmen sowieso.  Das wirklich gute an Triathlon ist, irgendwas kann man immer machen. Also gab ich meinem Verlangen nach und bin in jedem See, Fluss und Meer geschwommen, der mir vor die Schwimmbrille kam – teilweise mit flauem Gefühl, einem Krokodil oder Hippo zu begegnen. ‎
Nach vier Tagen in Plett ging es weiter nach Oudtshoorn, Süd Afrikas Straußengebiet, Strauße anschauen ist fast so schön, wie sie zu essen 🙂 Wir kletterten durch die Cango caves durch Tunnel, in die wir nur rein-schlängelnd durch passten – über 2 km durch Millionen Jahre alte Gesteins- und Kristallformationen. Wachstum der Stalaktiten / Stalagmiten etwa 1mm pro 100 Jahre! Wir sehen sogar Granatapfelbäume in freier Natur und eine große Schlange am Wegesrand (erst nach ein paar Fotos stellten wir Ihren Tod und Ihre unnormale kurze Länge fest vermutlich war das ein Menü eines größeren Tieres).
Weiter führte die Reise nach Stellenbosch, einer der schönsten Gebiete in Süd Afrika, hier besuchten wir Freunde aus Bonn, die seit letztem Jahr hier leben. In der Sport Hochburg Stellenbosch angekommen ging es direkt erstmal in das 50m Freibecken der Sportuni für ne laaange Schwimmeinheit, etwas ungewohnt ist der Linksverkehr beim schwimmen auf der Schwimmbahn. Nebenan fand zufällig gerade die South African national athletic championship statt.‎ Leider schlägt sich Gisa schon seit Tagen mit einer Erkältung herum, so dass sie den geplanten Trailrun hier in Jonkershoek ausfallen lassen musste. ‎
Gestern Abend haben wir spontan an einer afrikanischen Kirchenveranstaltung mit Gesang teilgenommen – viele junge Leute und alles sehr lebendig und fröhlich.‎ Überhaupt stellen wir mal wieder fest, wie herzlich und nett die Leute hier sind, kein Vergleich zu uns, leider. Aber auch die Schere zwischen township Armut und Reichtum scheint unendlich gross zu sein.
Im Gegenteil dazu die Technik. Egal in welche Länder wir in den letzten Jahren reisten, überall stellten wir fest, welchen Vorsprung die Technik uns gegenüber hat. Sei es Zahlung mit Kreditkarte oder QR Code, Eintritt über Fingerprint Sensor (statt Transponderchip), free WiFi innerhalb einer Stadt, usw.
Hier bleiben wir noch einen Tag, bevor es dann weiter an die Westküste geht. 
Süd afrika 2016 - Route
Süd afrika 2016 – Route

 

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