Lanzarote 2017 – ein Film

Diesmal gibts einen Video!

Training auf einer wunderbaren Insel. Zusammen mit Dennis Klusmann und seiner Marathon Vorbereitung für die Zielzeit von 2:28 Stunden und meiner Saisonvorbereitung ging es wieder mal zusammen nach Lanzarote. Perfekte Trainings- und Urlaubsbedingungen mit viel Wind, Bergen und Spaß. Diesmal haben wir ein paar Ausschnitte aufgenommen – als Werbung für diese tolle Insel.

Saisonstart 2016 auf Lanzarote

Das Jahr 2015 ist so gut wie vorbei, da heißt es wieder volle Kraft voraus ins Neue Jahr ->2016. Und dafür habe ich mir „meine zweite Wahlheimat“ Lanzarote ausgesucht. Wo lässt es sich besser trainieren, als auf einer aktiven Vulkaninsel, an denen an manchen Stellen zwei Meter unterhalb der Erdoberfläche 400 Grad Celsius herrschen, so dass zB ein Restaurant hier ausschließlich das Fleisch mit Erdwärme grillt. Eine geothermische Anomalie, dessen Kraft und Energie auch auf die Athleten überspringt :-).

Als Freund von Planung und Statistiken hab ich ein paar Zahlen herausgesucht, die mich mit dieser Insel verbinden:

Lanzarote, in den letzten Jahren habe ich hier einige tolle Menschen kennengelernt, die auf dieser schönen Insel leben und arbeiten, insgesamt 112 Tage verbracht, knapp 8.000 Rad- und 900 Laufkilometer zurückgelegt. Langweilig wird es hier nicht, der ständige Wind und die Höhenmeter bieten abwechslungsreiche Trainingsbedingungen.

Diesmal bin ich drei Wochen hier, denn die sportlichen Ziele für 2016 sind schon lange geplant. Im April geht es zum dritten Mal zum Ironman nach Süd Afrika sowie zwei Monate später zum Ironman nach Österreich. Das will alles solide vorbereitet sein.

Gleichzeitig lässt sich hier wieder Kraft für die beruflichen Anforderungen sammelt, so dass es wieder mit aufgeladenen Akkus vorwärts gehen kann. Arbeit und Privatleben sollten sich ergänzen und Zufriedenheit schaffen, nur so geht es in beiden Bereichen voran, so meine Einstellung.

Ein paar Zahlen zu 2015: 300 Stunden Rad, 180 Stunden Laufen, 102 Stunden Schwimmen und 150 Stunden Kraft & Athletik ergeben 732 Stunden Bewegung und Freude darüber, gesund zu sein und diese Sportart ausüben zu dürfen. Das ist alles nicht selbstverständlich und ich weiß es deshalb zu schätzen.

Eine Neuerung hat es im letzten Monat im sportlichen Bereich gegeben. Nachdem ich mich die letzten beiden Jahre selbst trainiert habe und wieder sehr viel Erfahrungen sammeln konnte, habe ich mich nun mit dem Trainer von Julia Mai, einer guten Freundin und Triathlonprofi, für die nächste Saison zusammen getan. Mario Schmidt-Wendling ist Vollzeittrainer, wird mich in den „drei plus eins“ Sportarten coachen und durch neue Trainingsreize hoffentlich noch etwas mehr Leistung aus mir herausholen. Ich sehe das als gute Investition, auch wenn es immer schwer ist, sich auf Jemand Neues einzulassen und die gewohnte Trainingsbelastung zu verlassen. Eins kann ich jetzt schon sagen, so viel geschwommen, wie in den letzten vier Wochen, bin ich selten.

Eine Weisheit verinnerliche ich zur Zeit:

„Triathlon ist weit mehr als die Summe aus Schwimmen, Rad fahren und Laufen. Zum einen sind es die Übergänge zwischen den Disziplinen oder die Wechsel, zum anderen heißt es ein Gespür oder Gefühl für die Frage zu entwickeln: „Wie weit darf ich mich in den einzelnen Ausdauersportarten belasten“, damit ich meine individuellen Möglichkeiten voll ausschöpfen kann.“

So schön ist es auf Lanzarote:

 

 

Grundlagentraining auf Lanzarote

Nach 18 Tagen Lanzarote sind Radtraining und damit der Urlaub vorbei. Wie jedes Jahr war es wieder schön und auch das Training sehr intensiv. Mit 60 Stunden Training und der größte Anteil davon auf dem Rad ist die Grundlage für Süd Afrika gelegt. Leider hat mich in der letzten Woche und zwar genau über Silvester ein Magen/Darm Virus erwischt, so dass ich eine Woche flach lag, aber darauf hatte ich keinen Einfluss.

Hohe Trittfrequenz und kleine Leistung auf dem Rad gestalten sich hier durch die extremen Windverhältnisse (nicht selten mit Winden um 45km/h und Böen von 80km/h) etwas schwierig, aber die bizarre Lavalandschaft und der Ritt auf dem Vulkan machen diese Insel so einzigartig.

Das gesamte Radtraining habe ich nun mit dem seit zwei Monaten auf de Markt erhältlichen Leistungsmessgerät ‚Vector‘ von Garmin absolviert und es bestätigt mein Körpergefühl. Die in die Pedalen integrierten Piezo-Sensoren messen die aufgebrachte Kraft und übertragen diese per Funk an die Garmin Uhr, Echtzeitwerte auf dem Display und spätere Auswertung am PC funktionieren gut. Natürlich wusste ich vorher schon, dass eine gleichmäßige Leistung zu treten (zB. 200 Watt) es erfordern, Berg hoch einen sehr kleinen Gang mit hoher Frequenz und Bergab einen großen Gang zu treten. Jedoch zeigte das Gerät eindrucksvoll, dass es kaum möglich ist, auf einen steilen Bergabstück die gleiche Leistung aufs Pedal zu bekommen, wie zuvor Bergauf, selbst im größten Gang ist dies oftmals kaum möglich.

Noch mehr fallen mir natürlich jetzt andere Radfahrer auf, die Berg hoch anscheinend leistungstechnische Weltrekorde aufstellen, jedoch anschließend auf dem fallenden Stück Ihre Beine kaum mehr bewegen. Wie wichtig es gerade auf der Langdistanz mit 180 km Radstrecke ist, eine konstante Leistung trotz sich ständig ändernden äußeren Bedingungen zu erbringen und dabei kraftzehrende Leistungsspitzen zu vermeiden, habe ich bei meiner letzten Langdistanz in Barcelona erlebt.

Dort bin ich nach Pulswerten gefahren und musste mich die erste Stunde auf dem Rad stark zügeln, durch vorbeifahrende Konkurrenz nicht animiert zu werden, anfangs zu schnell zu fahren. Nur durch das strickte Befolgen meiner Herzfrequenzwerte konnte ich meine Energie recht gleichmäßig verbrauchen. Das Resultat war für mich eindeutig, ab km 130 habe ich diejenigen überholt, die mich zu Beginn haben stehen lassen und so war ein gleichmäßiger Schnitt von 36 km/h und damit der Wechsel nach 5 Stunden auf die Marathonstrecke möglich.

Da die Herzfrequenz allerdings stark abhängig von physischer Verfassung, Kaffee und weiteren Einflüssen ist und zudem auch sehr träge auf die erbrachte Leistung reagiert, war es nun an der Zeit, ein Watt-Messsystem zu testen. Da die Leistung eine physikalisch, rechnerische Größe und zusammen mit dem Puls aussagekräftiger ist, lassen sich damit die Radeinheiten auf einem einheitlichen Nenner vergleichen. Zusammen mit Herzfrequenz somit auch Rückschlüsse auf die Entwicklung ziehen. Ob mich das weiter bringt, werde ich dann sehen!?

Jedenfalls gehe ich in der diesjährigen Vorbereitung für Süd Afrika einen Schritt weiter und werde nach Leistungswerten trainieren. Leistungsmesser und Co. können mich vielleicht in der Leistungsabgabe unterstützen und sensibilisieren, jedoch ersetzen sie keinesfalls das Körpergefühl. Schließlich habe ich meine Ironman Bestzeiten bisher ohne Leistungs- und Pulsmesser erreicht.

Jetzt stehen ein paar Wochen intensive Lauf- und Schwimmeinheiten an, bevor es Ende Januar zum Teil 2 nach Lanzarote geht.

Für alle Trainings fleißigen hat diese Insel aber weitaus mehr zu bieten, was der Künstler Cesar Manrique in die vorhandene Vulkanlandschaft geschaffen und in die Natur integriert hat, lässt sich sehr gut auch zwischendurch genießen und erleben, mal abgesehen von einem entspannten Cafe Cortado am Hafen.

 

der Norden Lanzarote
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Permanent Wind bei Orzola
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Mehrfacher Aufstieg zum Femes
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