IM Vichy: Kopf, Körper und ?

Ironman Vichy letzte Woche ging leider voll daneben. Ausschlaggebend war, dass ich an diesem Tag einfach nicht in der Lage war, mich so zu fordern, wie ich es geplant hatte. Schwimmen ohne Neopren und dem verschmutzen Wasser war einfach nicht schön. Auf den 180 Radkilometern fand ich einfach keinen Rhythmus und mir fehlte der Kampfeswillen, so dass ich auf der Laufstrecke endgültig beschloss, mich bei Kilometer elf nach insgesamt 7:16 Stunden aus dem Rennen zu verabschieden. Es hatte an diesem Tag einfach keinen Sinn, noch mehr gegen mich anzukämpfen. Im Nachgang habe ich einiges daraus lernen dürfen.

Eine Triathlon Langdistanz bedeutet körperliche Belastung bis zur Grenze und darüber hinaus, das ist bekannt und kann trainiert und erlernt werden. Dazu kommt die mentale Stärke, um Motivation zu generieren und zu erhalten. Dafür ist der Kopf zuständig, auch das kann trainiert werden.

Das Ziel einen Athleten ist mit dem eines Projektmanagers vergleichbar, nämlich ein bestimmtes Resultat zu erreichen; sei es eine neue Bestzeit, Platzierung oder ein erfolgreichen Projektabschluss im Job.

Beide Gruppierungen benötigen dazu strukturierte, zielorientierte Planung, Organisation sowie eine bestimmte Abfolge von Aktivitäten.

Sind diese bisher aufgezählten Eigenschaften ausreichend, damit ein Athlet sein sportliches und ein Projektmanager sein Projekt erfolgreich und nachhaltig erreichen kann?

Ich habe noch etwas wichtiges vergessen, welches sich nicht in Seminaren erlernen lässt und welches man ebenfalls nicht erzwingen kann, nämlich Herz und Zufriedenheit.

Die Charakteristik für ein erfolgreiches Resultat, welches langfristig anhält ist meiner Meinung nach das intelligente Zusammenspiel von Kopf, Körper und Herz. Erst eine innere Zufriedenheit mit sich selbst und der Umwelt eröffnet diesen Weg,   körperlicher Höchstleistung und Denkleistung zu erbringen, im Sport wie im Job. Seit Jahren finde ich zunehmend Parallelen zwischen Leistungssport und Beruf. Mit dem Ausblick, dass wir in unserer Gesellschaft immer länger und mehr Leistung erbringen wollen, sehe ich den Faktor Zufriedenheit als absolut notwendig an.

Vielleicht muss man sich öfter mal hinterfragen, ob einer dieser Bereiche „Kopf, Körper und Herz“ gerade etwas mehr „Aufmerksamkeit“ benötigt und dessen Harmonie noch vorhanden ist.

Jetzt steht an: Zufriedenheit mit dem Erreichten, Neuplanung, Motivation aufbauen und Spaß haben, an dem was ansteht.

 

 

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