Dritte Glocke beim Malberglauf 2014

Der Malberglauf mit seinen 6 km / +370 Hm -100 Hm ist ein Klassiker und passt sehr gut zur Berglaufserie im Siebengebirge. Malberglauf heißt von Anfang bis Ende Vollgas Berghoch und runter, bis Lunge oder Beine nicht mehr wollen. Auf diesem Kurs wurden bereits 2003 und 2008 die westdeutschen Berglaufmeisterschaften ausgetragen und der Veranstalter ist das ganze Jahr aktiv, dieses Event perfekt zu organisieren, was Ihm sichtlich gut gelingt.

Gestern wurde die Strecke durch den sintflutartigen Regenguss im Vorfeld ordentlich aufgeschwemmt. Daniel Weiser konnte ordentlich rocken und dem Vorjahressieger die Sporen zeigen und Torsten Schneider hat sie mir gezeigt, John Achtendung hatte kam ebenfalls gut ins Ziel. So gelang es uns, wieder ordentlich Präsenz an der Podestfront zu zeigen, wie auch schon in gewohnter Truppe wöchentlich im Siebengebirge. Dass ich mit der Langdistanzform nicht an meine Zeit vom letzten Jahr kommen würde, war mir klar. Das Ziel war jedoch klar, die dritte Kuhglocke für ein Treppchenplatz mit nach Hause zu nehmen.

Ziel erreicht, die goldfarbene metallene Glocke für den 2.Platz der AK (Gesamtplatz 6) steht nun im Regal neben den beiden anderen und wartet auf die vierte im nächsten Jahr.

Ergebnisse unter: http://malberglauf.de/Ergebnisse/ergebnisse.html

Rheinhöhenlauf Halbmarathon – bergiger Früheinstieg nach dem Transalpine-Run

Auch der Halbmarathon „Rheinhöhenlauf“ stand schon seit längerem auf meinem Plan. Es gibt einfach zu viele schöne Wettkämpfe, sei es Triathlon, Duathlon oder natürlich Laufveranstaltungen. Nun exakt zwei Wochen nach unserem 270km Transalpine-Run bot sich nach dem gewaltigen Projekt dieser Lauf als Einstieg und Standortbestimmung an. Mein ursprünglicher Plan, beim Löwenburglauf letzte Woche anzugreifen, zerplatze leider infolge einer Erkältung, die mich ein paar Tage nach der Alpenüberquerung erwischt hat (Zink+Selen sei Dank, meine Erste dieses Jahr). Das hat mich zum Glück nicht von der Arbeit, jedoch vom Training und Wettkampf abgehalten. Die Regenerationsphase nach einem harten Wettkampf ist halt immer eine Gratwanderung, dann ist die Gefahr der „freien Radikalen“ und demzufolge ein Infekt sehr hoch.

Nun denn, da standen wir nun heute wieder an der Startlinie, zusammen mit den üblichen Verdächtigen und zwei Kenianern, die aufgrund der 1000,-€ Streckenrekord Prämie jedes Jahr angelockt werden. Für uns Läufer aus der Region war allerdings auch eine nicht kleine Summe von 250,-€ ausgeschrieben.

Nach den Belastungen der vergangenen Wochen hatte ich kein Gefühl, wie ich meine Leistung einzuschätzen hatte und lief nach dem Startschuss zusammen mit Torsten Schneider los – die Kenianer (eine komplett andere Liga beim Laufen, zum Glück können sie weder schwimmen noch radeln) waren schon nach 300m außer Sichtweite, während Torsten und ich den ersten Kilometer im 3:06er min/km liefen; wem dieser Wert nichts sagt, dass entspricht viel zu schnellen 19,3 km/h. Torsten wich nicht von meiner Seite. Frei nach dem TOTE-Prinzip (Test-Operate-Test-Exit), ein Verhaltensmodell aus der Psychologie, „nach diesem Modell der konditionierten Reaktion, löst ein bestimmter Reiz ein bestimmtes Verhalten aus“. Dies ist wohl die Erklärung, warum wir uns die ersten Kilometer nicht von der Seite wichen, bis ich Ihn dann allerdings irgendwann ziehen lassen musste.

Diese Anfangsbeschleunigung war natürlich nicht schlau, um Bestzeiten zu laufen, aber manchmal muss man auch einfach mal losrennen, ohne Masterplan und abwarten, was passiert.

Nach dem Transalpine-Run hat sich meine Sicht bzgl. Bergläufen etwas verändert, vorher gehörten 1000 Höhenmeter auf einer Strecke von 27km zu einem krassen Berglauf. Jedoch nach den 31.000 Höhenmetern über die Alpen habe ich Definitionsschwierigkeiten, einen Halbmarathon mit 360Hm als Berglauf zu titulieren. Was jedoch die Tatsache nicht aushebelt, dass jeder Meter auf einer Laufstrecke Körner kostet und bremst,

Ich stellte jedenfalls nach viel zu frühen fünf Kilometer (von 21,1km) fest, dass mein Körper die vielen Kilometer noch nicht verarbeitet hatte und versuchte, möglichst ein konstantes Tempo zu finden und mich nicht von hinten „abfrühstücken“ zu lassen. Bei Kilometer 14 traf ich auf den kenianischen Pacemaker, der anscheinend für seinen Landsmann das Anfangstempo machte und dann ausgestiegen war. Finanziell hat es sich jedenfalls für Beide gelohnt, auf dieser hügelligen Strecke, die ausschließlich aus Waldboden besteht, hat der Kenianer mit 63 Minuten einen neuen Streckenrekord aufgestellt – ohne Worte und Respekt für eine Zeit, die momentan kein Deutscher laufen kann!

Zwischendurch hatte ich das Gefühl, immer langsamer zu werden und wunderte mich, dass von hinten keiner kam, was sich dann allerdings schnell änderte und so wurde ich noch ein paar Kilometer vor dem Ziel von vier Mitstreitern überholt und brachte mich dann mit einer, für meinen Zustand, passablen 1:23:06 Stunden und Gesamtplatz 8, (trotzdem noch Treppchenplatz in der Altersklasse), ins Ziel. Das war ein hartes Stück Arbeit und ich bin gespannt, wann ich wieder vollkommen regeneriert bin.

Die nächsten Wochen werden es zeigen – bis zum Drachenlauf (Hügellauf mit 1000Hm) und dem neu aufgelegten Platinman (Hügellauf mit bis zu 52% Steigung) sind es noch ein paar Wochen. Danach heißt es dann Richtung Saisonpause schielen, um neue Energie und Kraft zu tanken – in meiner zweiten Wahlheimat, Lanzarote.

Manschaftssieg beim Cross für LAZ Puma Rhein-Sieg

Der Cross Lauf, für einen Triathleten eher ein Fremdwort. Da ich jedoch als Triathlet auch in einem Laufverein beheimatet bin (LAZ Puma Rhein-Sieg), zudem dieses Jahr in einer neuen Altersklasse starte, war das der ideale Zeitpunkt, unsere Top-Mannschaft zu unterstützen.

Unser Ziel, gesteckt von unserem Trainer Thomas Eickmann hieß: Mannschaftssieg bei den Nordrhein-Cross Meisterschaften in Viersen!

Für mich bedeutete das im gleichen Zug, das erste Mal Crosslauf und 6 Tage vorher meine ersten paar Spikes (Laufschuhe mit Nägeln) kaufen. Ich nahm natürlich die Cross-Spikes von unserem Triathlon-Team Sponsor New Balance 🙂 (Werbemodus aus) und dazu 12 mm Stahlnägel (längere gab es nicht).

Die Wettkampfstrecke sah aus wie ein riesiger Abenteuerspielplatz für Erwachsene, Absperrungen auf freiem, Schnee-Eis-Tau-matschigem Feld und ein Parkour mit Hügeln im Wald – insgesamt 6,2 km aufgeteilt auf 7 Runden.

Bei meiner Premiere stellte ich mich in die Erste Reihe und folgte den Anweisungen meines Teamkollegen Torsten „immer vollgas und nicht ausrutschen“.

Auf Torsten kann ich mich verlassen und so lief ich wohl auch etwas schnell los, so dass ich jeglicher Rangelei ausweichen konnte. -Einschub: bei den Westdeutschen 10 km Straße letztes Jahr ging es zu wie beim Triathlon Schwimmstart!

Bis etwa km 4 lag ich auch auf „Bronze“ Platzierung, aber es ist unglaublich, was für Anstrengungen mich der Cross kostete. Meine Beine entleerten sich dann mit jeden Meter und zum Glück konnte ich als 4. ter das Ziel erreichen. Leider, Leider erwischte mich kurz vor Ziel noch mein Ab-und-an Rivale, Manuel und die zwei Sekunden zwischen uns konnte ich nicht mehr verhindern!!! Für mich unglaublich, wie viel Kraft das Teil kostete, denn da konnte ich nichts mehr entgegen setzen.

Lauf-Rhythmus finden war für mich beim Cross nicht möglich, da die Strecke ständig wechselte und die Spikes sich immer irgendwo ‚verbohrten‘.

Mit den Platzierungen 2, 4, 5 und 7 haben wir den Titel „Nordrhein-Meister-Crosslauf“ dann mit der Goldmedaille geholt !

Schön war es und ich bin nächstes Jahr mit Sicherheit wieder am Start und im Matsch!

Crosslauf rockt !
Crosslauf rockt !
Teil-Ergebnisse
Teil-Ergebnisse